Michel & Lara Schulschenk
Shownotes
Die Journalistin und Autorin Lara Schulschenk hat ein neues Buch geschrieben: "No Sweet Home".
Mit Michel redet sie über den Hamburger Immobilienmarkt und Mietwahnsinn.
Transkript anzeigen
00:00:05: Herzlich willkommen zu Michelle & Friends aus dem Zentralkomitee.
00:00:04: Heute mit Lara Schulscheng!
00:00:11: Kommt und erzählt ihn, dass es normal ist alles gut so.
00:00:13: sagen sie ja ich genieße das auch für zwei Tage aber wenn das jetzt bald drei Monate so ist dann haben wir ein Problem.
00:00:19: also das ist erstmal der erste Appell.
00:00:21: Der Klimawandel ist sehr real.
00:00:23: er is da Und es wird wahrscheinlich der oder nicht.
00:00:27: wahrscheinlich.
00:00:29: An Sicherheit, Wahrscheinlichkeit, Grenzen und Wahrscheinlichkeiten ist es der kälteste Sommer den wir in unserem Leben erleben werden.
00:00:36: Es wird immer schlimmer aber wir können was dagegen tun.
00:00:39: die gute Nachricht ist Wir wissen dass dieses Endzeit-Szenario wir schaffen das gar nicht.
00:00:46: Das ist jetzt vom Tisch Und da sagt die AfD Seht ihr?
00:00:50: Das liegt daran Dass wir halt das haben kommen sehen und deswegen gehandelt haben weltweit.
00:00:55: also Überlegen Sie sich, wenn Sie das nächste mal mit solchen Leuten diskutieren.
00:00:59: Einige können sie nicht erreichen, die ganz rechts außen stehen.
00:01:03: Die kriegen sie nicht?
00:01:04: Ich weiß, die will man erreichen!
00:01:05: Man möchte den Stirnacken-Nazi der von oben bis unten mit Hakenkreuzen tituliert ist.
00:01:09: Den möchte man so gerne bekehren damit er wieder irgendwann auf die richtige Seite kommt und sagt ach Demokratie Deutschland ich liebe dich und lass uns ein Döner essen gehen heute.
00:01:19: Den kriegen Sie nicht mehr, den können Sie vergessen aber es gibt viele dazwischen, die wir erreichen können.
00:01:26: Unser heutiger Gast erreicht ganz viele Menschen.
00:01:28: Sie hat bei mir früh gearbeitet.
00:01:30: Wir haben zusammen das vierte deutsche Fernsehen gemacht in der Corona-Zeit mit sehr vielen leidvollen Erfahrungen im Straßenumfragen draußen.
00:01:37: also sie erinnern sich da waren die Irren sehr viel unterwegs und jetzt sind sie weiß ich nicht wo aber naja ich weiß wo sie sind sind es in einer Partei zusammengesammelt.
00:01:49: Sie hat beim Spiegel gearbeitet und hat irgendwann entschieden, ein Buch über einen Thema rauszubringen.
00:01:55: Über das sehr viel gesprochen wird aber auch nicht so wirklich gesprochen wird.
00:01:59: Nämlich über Wohnungsnot.
00:02:01: und deswegen ist sie heute hier und ich freue mich dass wir uns unterhalten werden weil sie faszinierend klug und einfach gut ist in dem was die macht.
00:02:10: und jetzt hat sich ihr Thema gefunden und hier kommt Lara Schulschenk.
00:02:13: herzlich willkommen.
00:02:23: Ich habe gar nichts Witziges zum Anfang.
00:02:24: Ich hab auch gar keine witzigen Themen.
00:02:25: Der Iran hat gespielt und ist ausgeschieden, ich war noch nie so glücklich dass diese scheiß Mannschaft ausgeschieden ist.
00:02:31: also ich habe jahrelang wenn der iran gespielt hatte ich konnte das Spiel gar nicht gucken weil mein Herz so klopfte bis hier oben.
00:02:37: und dieses Jahr kann ich auch nicht gucken, weil ich wollte dass sie ausscheiden Und sie sind Gott sei lang ausgeschieden und gehen in ihr Muller-Land zurück, können sich mit ihren Mullers dort unterhalten.
00:02:46: Einer unserer iranischen Spiele hat der gesagt, er widmet das Abseits-Tor dem seit jetzt, weiß ich nicht, sieben Monaten in Eis liegen, dem religiösen Führer den Sie immer noch nicht beerdigt haben.
00:02:57: Da haben sich die iranische Community sehr gefreut, da gesagt ja genau so ein geiles Abseits Tor was wieder aberkrankt wird.
00:03:03: Das kannst du diesem Typen da widmen!
00:03:05: Aber das nochmal auch so zum... Damit wir die WM ganz kurz abgefrühstückt haben Schauen wir mal was passiert.
00:03:11: Ich bin ein Spanien-Fan, das wissen immer alle.
00:03:13: ich war schon Spanian Fan und ja die machen das richtig schlecht.
00:03:17: So kein Problem.
00:03:18: schön dass du da bist.
00:03:19: wie geht's dir?
00:03:20: Ich freue mich sehr.
00:03:21: Ja ich muss sagen ich habe auch bisschen mit der Hitze zu kämpfen aber hier ist es sehr aushaltbar Und ich freue mich auf eine schöne Veranstaltung.
00:03:28: Auf wie viel Quadratmeter wohnst Du?
00:03:31: Auf hundert zu viert
00:03:33: Auf hundert zu vier?
00:03:34: krass ich wohne auf hundert dreißig.
00:03:37: Zu wieviel?
00:03:38: Mal ich, mal andere.
00:03:39: Aber...mal so, mal so!
00:03:40: Was zahlste?
00:03:41: Ja,
00:03:41: äh...tausend vierhundert kalt und da haben wir uns wahnsinnig gefreut dass wir die Wohnung
00:03:46: gefunden haben.
00:03:47: Tausend vierhundert Kalt das heißt warm bist du fast schon...
00:03:50: Eins acht eins neun.
00:03:51: Okay, das ist ordentlich.
00:03:52: Ja aber zu viel wieder okay.
00:03:54: Wir sind jetzt in eine günstige Wohnung gezogen also wir haben vorher zwei vier warmen bezahlt.
00:03:59: Zwei vier, habt ihr warmgezahlt?
00:04:00: Ja.
00:04:00: Da haben
00:04:00: wir beide über fünfzig Prozent von allem was überhaupt da war also weit überfünfzig Prozent.
00:04:05: ich will mir die genaue prozent sein nicht ausrechnen aber ja gezahlt.
00:04:09: man soll ja eigentlich so es wissen wahrscheinlich alle ein dritte das haushalts netto einkommens zahlen also alles geld was da verfügbar jeden monat ist davon maximal ein drittel aber nicht nur für die miete sondern für die wohnkosten insgesamt dass heißt auch heizung und so.
00:04:24: das ist ja auch nicht günstiger geworden in den letzten jahren.
00:04:28: Das ist hart.
00:04:29: Wie hast du die neue Wohnung gefunden?
00:04:33: Tatsächlich über dieses vermalle Deite im MoScout-Abo leider... Das ist auch der einzige Rat, den ich leider habe.
00:04:39: Obwohl ich dieses System ganz schlimm finde?
00:04:41: Ich weiß nicht ob das alle kennen bei Moscow'T- speichern.
00:04:44: Bei Muskaut XXIV laufen ja so die meisten Wohnungen rein.
00:04:48: Die sind Marktführer und lassen sich das gut bezahlen.
00:04:52: Und zwar nicht von denenjenigen, die eine Anzeige aufgeben, was man kannte früher.
00:04:56: Die waren dann des Unternehmen, dass dieses eiserne Gesetz gebrochen hat und gesagt hat, wir nehmen das von den Mietenen, weil sie sind viel zahlungswilliger, wenn die seit einem Jahr oder so.
00:05:07: nach einer Wohnung suchen.
00:05:08: und dann kostet das, ich glaube es geht bei dreizehn Euro im Monat los aber auch nur wenn man sich für ein Jahr verpflichtet.
00:05:13: Nur um die Anzeigen also dann anzuschreiben und dann oben im Postfach zu sein heißt es immer, aber man kann sich vorstellen dass haben Herr Tausende Leute... Dann ist man mit tausenden Leuten ganz oben im postfach!
00:05:27: Aber darüber habe ich meine Wohnung gefunden.
00:05:29: leider
00:05:31: Ich habe einen guten Freund, der arbeitet auch hier im Theater afghanischer Flüchtling schon seit einiger Zeit aber in Deutschland und er meinte, er hätte eine Wohnung.
00:05:38: Und ob wir zusammen zu einer Besichtigung gehen könnten?
00:05:40: Weil er denkt das wird dann seriöser wenn ich mit dabei bin.
00:05:43: Habe ich gesagt ne, wird es nicht.
00:05:45: Also kann es im Gegenteil.
00:05:47: also kommt sehr drauf an wer dort sitzt.
00:05:51: Es wird auf jeden Fall nicht gut ausgehen, macht gar keine Seite.
00:05:55: Und dann sind wir ... Manchmal wusste ich, wo die Wohnung meinte in der Neustadt.
00:05:58: Das ist krass geil, dass du da eine Wohnung gefunden hast und während ich von Ludwig Erdstraße schon so einbog in die Nähe dieser Wohnung.
00:06:09: Wir waren eigentlich nicht mal in der Nähe der Wohnung, aber es war so in diesem Bereich.
00:06:13: Sag schon Menschenmengen, die sonst nichts sind!
00:06:17: Dann guck dich ihn an.
00:06:18: Und er war so, ja ich habe jetzt eine neue Wohnung.
00:06:20: Dann hab' ich gesagt wie hast du die denn gefunden diese Wohnung?
00:06:23: Ja ich hab das bei ImmobilienScout und heute ist da Besichtigungstermin und dann sah ich schon... Ich hab gezählt ungefähr vierhundert Leute, die in dieser Schlange standen um in diese winzige Wohnung, dieses Treppenhaus hochzugehen.
00:06:35: Da wollte ich ihn also verletzen.
00:06:37: wirklich weil ich dachte du hast ne Wohnung gefunden!
00:06:39: Ja hab ich doch, nein du hast einen Inserat gefunden Das haben ganz viele andere auch und dann sind wir umgedreht.
00:06:44: Da stell ich mich nicht an, weil da gibt es direkt einer Schlange schon Streit mit allen Leuten.
00:06:50: Warum ziehen die Leute nicht irgendwie ins schöne Halstenweg?
00:06:53: Man muss
00:06:56: natürlich nicht in der Neustadt wohnen aber das ist halt eines der beliebteren Viertel Und es ist für viele auch überhaupt nicht frei möglich, sich zu überlegen.
00:07:04: Ach jetzt zieh ich mal halt irgendwie in das und das Viertel.
00:07:06: Also ich zum Beispiel hätte mir auch gut vorstellen woanders hinzuziehen also ein bisschen weiter raus.
00:07:11: Ich wohne jetzt auch sehr zentral und das ging aber aus für mich einen Verknüpfung sozusagen nicht.
00:07:16: Und so geht's ja ganz vielen Leuten.
00:07:18: Also das klassischste Beispiel und ich finde auch das eindringlichste ist einfach eine alleine erziehende Mutter die irgendwie Kind hat dass in der Kita oder auf der Schule ist dann am besten noch so irgendwie verwandte oder Freundinnen in der Gegend Und noch ein Job, so alleine das, selbst wenn das alles fünf Minuten voneinander entfernt ist.
00:07:35: Ist das schon eine Herausforderung?
00:07:37: Aber wenn man dann auch irgendwie so zwanzig Minuten Fahrtweg hat oder so, dann geht es halt nicht mehr.
00:07:42: und dann gibt's diejenigen, die zentral wohnen müssen und da gibts diejenigen die das wollen und dann gibts noch diejenigen wie genug Geld haben um das einfach zu können.
00:07:51: Aber das finde ich interessant, weil also anscheinend ist ja dann das Argument in Deutschland gibt es ganz viel Wohnraum.
00:07:56: Man kann hier einfach irgendwo anders hinziehen und dort ganz toll wohnen Ist ein Argument von reichen Menschen die sich das einfach leisten können alles aufzugeben.
00:08:05: Und dann anstatt in Hamburg dann in weiß ich nicht Magdeburg zu wohn' i Luster In einem großen Anwesen mit Blick auf die Elbe Dann halt dort müssen wir das gleiche wie.
00:08:14: aber Das Kann man Ja Dann Nicht Einfach so
00:08:18: Ne?
00:08:21: Wer will das nicht?
00:08:22: Und die ganzen arbeitenden Leute, die können dann ja auch einfach ausweislich nicht Marburg anreisen vielleicht für die Supermarktschicht.
00:08:27: Und können dann dort arbeiten und müssen jetzt mal einen Job finden dort.
00:08:31: Genau!
00:08:31: Dann Kita-Platz.
00:08:32: Ja.
00:08:32: Und das Kind muss weg.
00:08:34: Ich meine also ich höre das von einer Bekannten aus Wedel dann irgendwie wie pleite die Gemeinde da ist und wie strukturschwach wedel teilweise schon ist Und dann kann man sich halt ausmeinen, wie es anderswo ist.
00:08:45: Oder auch wenn man sagt okay zieh weiter raus aus Hamburg Wenn du zum Beispiel keine Kinder hast, dann fährst du Dann musst du aber vielleicht ein Auto haben, wenn der ÖPNV nicht super ist, dann hast du wieder Kosten für ein Auto und so.
00:08:55: Also das geht sich halt nicht aus.
00:08:57: und ja es ist super viel Wohnraum da.
00:08:59: Man müsste halt teilweise in den Städten sparser mal mit Wohnraum umgehen Vielleicht?
00:09:05: Und den Wohnraum pro Kopf reduzieren.
00:09:07: Ich brauche
00:09:07: sie hier anzugucken!
00:09:09: Mich brauchst du mit meinem Mann... ich bin kaum da in einer Wohnung.
00:09:10: Deswegen, jetzt ist er super Die Bündnis ist gepflegt und da wird niemand was weggenommen.
00:09:15: Da wohnt ja dann niemand drin.
00:09:17: Ja, wenn man sich überlegt zum Beispiel allein...
00:09:21: Ich sage mal eine Probleche, weil wir ganz offen sind.
00:09:26: Wenn man in Hamburg z.B.
00:09:27: guckt ich glaube aktuell liegt die Quadratmeterzahl pro Kopf bei über vierzig zweiundvierzig oder so.
00:09:32: das heißt es ist eigentlich wirklich sogar ein Hamburg Einigermaßen Wohnraum da, weil ich würde jetzt sagen ... ... vierzig Quadratmeter pro Person.
00:09:40: Also Kinder und so eingerechnet ne?
00:09:41: Damit kann man eigentlich erst mal arbeiten!
00:09:43: Es müsste sich halt teilweise auch ein bisschen umverteilen... Und das passiert halt nicht mehr, weil die Wohnung, die jetzt auf den Markt kommen und zwanzig Euro den Quadratmetern kosten oder wenn man sehr viel Glück hat wie ich, vierzehn Euro.
00:09:56: Da zieht halt dann niemand um-und aus und sagt irgendwie okay, ich verkleinere mich jetzt oder so.
00:10:01: Das passiert dann halt nicht,
00:10:02: ne?!
00:10:03: Die Stadt will oder wollte, ich weiß nicht, wie man das sagen soll.
00:10:07: Ob es vom Tisch gemacht wurde?
00:10:08: Es ist Wohnraum schaffen für den sehr angespannten Markt, den wir in Hamburg tatsächlich haben.
00:10:14: Ich hab Leute hier die auch bei uns unsere Mitarbeiter hier, die seit vier, fünf Jahren immer noch im Flüchtlingsheim wohnen mit Kindern und drum und dran und einfach gar keine Wohnung angeboten bekommen.
00:10:25: Das geht gar nicht.
00:10:26: Egal was du machst, du findest es nicht.
00:10:28: Ich habe gesagt, ihr seid zu doof dafür!
00:10:30: Ich mach das jetzt mal ... Ach du Scheiße... Also du hast gar keine Chance.
00:10:34: Du hast über dieses Sager-Portal, hast du gar keine chance?
00:10:36: Ich habe mit der Sager gesprochen und die meinte Ja tut uns leid das ist halt KI, die das macht Und wir haben da gar keinen Einfluss.
00:10:44: Wir sind teilweise selber gemeldet drauf und kriegen gar kein Wohnungsinserat.
00:10:47: Es gibt Leute, die bekommen wir alle zehn Minuten ein Inserat zugespielt.
00:10:50: Wir haben keine Ahnung wie diese KI das macht.
00:10:53: Aber das ist das System was wir jetzt nutzen Das ist dieses Immomio Imomio.
00:10:57: ja ich verstehe das bis heute nicht.
00:10:59: Ich hab auch in fünf Jahren zwei, drei Angebote.
00:11:03: Aber ich kenne Leute die bekommt tatsächlich einmal im Monat zwei Wohnungen angeboten?
00:11:07: Das
00:11:07: ist halt verrückt!
00:11:08: Nee das ist doch
00:11:09: cool dass es dann noch mehr.
00:11:11: naja was heißt dem Zufall ist es halt eh überlassen beziehungsweise eigentlich dem Einkommenszettel ist es überlassen wer eine Wohnung bekommt
00:11:17: auch nicht mehr so.
00:11:18: ne also auch mit Spitzen Einkommen wo früher irgendwie bei einer zweieinhalb tausend Euro Wohnung niemand war und du wusstest du bekommst die ist heute nicht mehr der Fall.
00:11:27: Ja
00:11:27: das stimmt.
00:11:28: Das ist nicht
00:11:28: lange her
00:11:29: Das stimmt.
00:11:30: Nimmt der Druck auf jeden Fall auch zu, weil die Leute natürlich man kann sich das hervorstellen wenn man irgendwie so ein halbes Jahr auf Wohnungssuche ist dann geht es vielleicht noch?
00:11:36: Dann ist man ja da, dann überlegt man so ah nee dass was wir uns ursprünglich als Maximum ausgerechnet haben, dann erhöhen wir das.
00:11:43: ne statt dreißig Prozent vierzig, dann gucken wir nach Wohnungen die fünfzig Prozent fressen würden und so weiter.
00:11:49: Und da muss ich sagen, was mir immer viel zu kurz kommt in der ganzen Diskussion.
00:11:53: Wenn Leute fünfzig Prozent oder so von ihrem Einkommen ausgeben, dann brauchen wir uns nicht über eine Konsumwirtschaftskrise in Deutschland wundern weil es ist kein Geld mehr für anderes da und alles wird vermiedenen zugeschoben.
00:12:05: Und ich bekomme ganz viele Nachrichten, dass Leute gerade am überlegen sind wie sie irgendwie Altersvorsorge regeln sollen.
00:12:12: So in meinem Alter die jetzt überlegen okay eigentlich müsste ich mal was anlegen vor allem wenn der Bundeskanzler sagt Rente lieber nicht drauf verlassen.
00:12:20: aber wenn halt wirklich ein Großteil des Einkommens für Miete drauf geht dann geht es nicht so und kaufen in Hamburg.
00:12:28: Wer kennt die Probleme die Lara gerade beschreibt doch ein paar.
00:12:34: Ich hätte gedacht, dass illustre die Salon-Linken, die sonntags in so eine Matinie kommen und danach zum Apparol ins Atlantik weitergehen.
00:12:42: Die sagen ja dramatisch diese Probleme.
00:12:45: hast du das gehört?
00:12:46: Ja mein Gott!
00:12:47: Nee den Apparoll mit ein bisschen weniger Eis.
00:12:49: So ein bisschen stärker.
00:12:51: Witzig aber dann doch wer hat mit dem was Lara gesagt hat gar nichts am Hut?
00:12:55: also sagt also diese Probleme die stellen sich mir überhaupt gar nicht.
00:13:02: Also interessant
00:13:03: Wer vermietet denn
00:13:07: Wer besitzt, wer wohnt in dem Besitz?
00:13:15: Aber relativ repräsentativ würde ich sogar sagen.
00:13:18: Also zwei Drittel von den Vermietenden in Deutschland sind Privatvermiedler was aber immer schwierig ist weil ich kann mir vorstellen hier sitzen jetzt einige die irgendwie Da Eigentum haben, Wohnraum zur Verfügung stellen sich da jetzt nicht dran bereichern.
00:13:33: Ich hoffe mal alle die hier sitzen und vermieten fahren ungefähr dieses Konzept und sagen sich nee ist super angelegtes Geld besser kann man es heute kaum anlegen freue ich mich dass ich dann im Alter irgendwie was habe und so.
00:13:44: aber man weiß gar nicht ob alle dieser millionen privat Vermietenden so sind weil man weiß immer gar nicht wem was eigentlich gehört.
00:13:52: in deutschland das ist so.
00:13:54: da können auch Leute dabei sein die haben fünfzig hunderttausend, dreitausend Immobilien.
00:13:59: Die gehen dann auch als Privatvermietende durch.
00:14:01: deswegen bin ich da immer so vorsichtig.
00:14:04: man muss die dann zum Teil auch angreifen und dann will man aber den den paar die sich echt mühe geben unter arbeit reinstecken und wirklich einfach sozialen wohnraum zur verfügung stellen nicht auf die füße treten.
00:14:14: da muss man muss man gucken
00:14:18: Kenne ich.
00:14:18: Ich kenne eine Familie aus Eimsbüttel, die hat dort in den Siebzigern, wo schwer vorzustellen für jüngere Generationen.
00:14:25: aber es gab mal Zeiten da wollte niemand in einem furchtbaren hässlichem alten Altbau wohnen, wo man über die Toilette rüber steigen muss um ins Bad zu finden mit knarschenden Dielenböden, wo sich irgendwie auch ein Käsebrot in den Ritzen verirren kann weil das so groß ist.
00:14:39: Da wollte niemand wohnend zwischen diesen ganzen furchTbaren Leuten die dort waren.
00:14:42: So jetzt möchten alle in Eims-Bütteln wohn'n Wobei ich weiß gar nicht warum neben den ganzen Lehrern die dort wohn'.
00:14:48: So, jetzt möchte ich mal... Und die haben einfach in den Siebzigern diese moiroden hässlichen Gebäude da aufgekauft.
00:14:52: Jetzt sind das schöne sanierte Gebäuden und denen gehören also ganze Straßenzüge in einem Spüttel mit irgendwie so hundert-zweihundert Wohnungen.
00:15:00: Und die sind alle als WGs vermietet durchgehend!
00:15:04: Und jedes Zimmer so zwischen fünfhundert und siebenhundertfünfzig Euro.
00:15:09: Ja, ne?
00:15:09: Also ... Schon ordentlich.
00:15:11: Ist das, also ich meine wir sind in einer freien Marktwirtschaft Wir haben Kapitalismus.
00:15:15: Wir sind frei in Deutschland.
00:15:17: jeder kann selber entscheiden.
00:15:19: Wo ist der Fehler?
00:15:21: Dass wir eigentlich an der sozialen marktwirtschaft sind aber das haben irgendwie gerade auf dem wohnungsmarkt alle vergessen.
00:15:27: ehrlich gesagt Und die politik sage ich jetzt mal so ganz grob hat es auch vergessen was man Jetzt gerade an den entscheidungen zum wohnengeld sieht dass man nicht leuten einfach irgendwie Also, dass man Wohnraum eben als Ware wahrnimmt und nicht sieht das es was ist wo der Staat in einer gewissen Fürsorgepflicht auch einfach ist.
00:15:50: Ich finde man merkt das immer so wenn's um Rente geht dann ist die Aufregung recht groß und Leute sind so.
00:15:56: aber nee wenn wenn man alt wird und gearbeitet hat dann hat man doch ein Anrecht da drauf dann noch irgendwie ein gutes schönes Leben zu führen.
00:16:04: Wenn ich, ich spreche im Internet auch sehr viel über Wohnraum und da kommen tausende Kommentare wo Leute so sind Naja, selbst schuld.
00:16:11: Dann geh entweder mehr arbeiten oder zieh halt woanders hin.
00:16:14: so
00:16:16: Was ist die Antwort?
00:16:17: Weil das werden wir hören und wir wollen ja dass alle heute was an die Hand bekommen und rausgehen und wenn sie So scheinargumente präsentiert bekommen zumindest irgendwie schlagfertig etwas sagen dann können Sie ja weiter gehen.
00:16:27: Sie müssen ja nicht das Gespräch weiterführen mit den Leuten aber zumindest einmal so BAM.
00:16:31: Ich finde es immer gut nachzufragen Warum haben Leute keinen Anrecht auf Wohnraum?
00:16:36: Aber Leute haben anscheinend ein Anrecht da drauf sich mit Wohnraum zu bereichern.
00:16:41: Also weil das ist ja was passiert, dass die Mieten so hoch sind.
00:16:43: Das ist kein Naturgesetz da auch wenn die Nachfrage wahnsinnig hoch ist und das ist beim Wohnen halt das Problem, dass es eben keine Ware wie jeder andere ist.
00:16:53: Leute können nicht einfach sagen okay ist mir gerade zu teuer dann wohne ich nicht Und dann pendelt sich der Preis wieder ein.
00:16:58: das passiert ja nicht und sie können halt eben wie gerade schon besprochen nicht einfach umziehen unbedingt.
00:17:03: Dann haben sie halt eine hohe Nachfrage und die wird ausgenutzt.
00:17:07: Aber diese hohen Nachfrage führt ja nicht automatisch dazu, dass sich die Mieten erhöhen.
00:17:11: Das passiert ja nicht!
00:17:12: Die Leute sehen die Hohe Nachfragen, also Vermietende... ...und entscheiden sich dafür dann, die Miten zu erhöhen bis teilweise auf kriminelle Höhen.
00:17:21: Also Buchermiete gibt es theoretisch, ja?
00:17:24: Und das gibt's tausendfach Millionenfach in Deutschland und da wird sich halt ordentlich Bereich hat so und jetzt dann kommt immer als nächstes Argument direkt.
00:17:33: Ja, aber die Immobilien sind gerade auch sehr teuer.
00:17:35: wer sich eine Wohnung kauft geschweige den Neubau Aber wer sich jetzt eine kauft kann die kaum günstiger vermieten.
00:17:42: Aber wenn ich jetzt eine Immobil kaufen möchte mit ein paar Wohneinheiten Ich rechne das ja vorher sehr genau durch Und ich merke ich komme nicht unter zwanzig Euro den Quadratmeter weil ich nicht genug einen Kapital mitbringen oder ungeduldig bin und den Kredit schnell abgetragen haben möchte Dann kaufe ich nicht.
00:18:00: Also, warum soll ich die Möglichkeit haben eine Immobilie zu kaufen und teuer zu vermieten?
00:18:08: Warum sollte ich das auch machen wenn ich ein Gewissen habe?
00:18:11: Du hast einen Buch dazu geschrieben was du vergessen hast auf die Bühne zu bringen.
00:18:14: Momo vielleicht hört dich Momo und bringt das Buch gleich mit.
00:18:17: Momo falls du mich hörst bringe das Buch bitte einmal aber wir finden es draußen am Tresen da verkauft klarer.
00:18:23: Warum hast du das gemacht?
00:18:25: Also das ist ein Thema, was uns alle betrifft.
00:18:28: Was wir alle kennen.
00:18:29: Was da reingeht und da wieder raus weil man versteht es erstens gar nicht so wirklich super sperrig.
00:18:34: Es betrifzt zwar jeden aber wir wohnen ja alle also deswegen betrifts niemandem Und es wird auch nicht gerne angefasst.
00:18:40: und wenn Ist es sehr sehr kompliziert.
00:18:43: Es ist sehr trocken.
00:18:44: Aber
00:18:44: wenn man mit der Lebensrealität von Leuten sag ich mal zwischen Fünfundzwanzig und fünfunddreißig zu tun hat merkt man dass Es betrifft sehr, es ist doch gar nicht so trocken.
00:18:56: Es ist unglaublich greifbar.
00:18:58: plötzlich also mit älteren auch.
00:18:59: aber es gibt ja so einen Lebensalter wo man dann sagt ich möchte jetzt raus und möchte selber was machen dann merkt man plötzlich ach du Scheiße das geht ja gar nicht einfach.
00:19:09: Ich wollte es eben nicht trocken und verständlich aufschreiben.
00:19:13: einmal, weil ich über Jahre beobachtet habe wie in der Berichterstattung immer nur so zwei Pole gibt.
00:19:19: Entweder man erzählt die ganz emotionalisierenden Einzelgeschichten... wo man dann aber gar nicht begreift, in dem Moment wie vielen Leuten das so geht.
00:19:28: Und es ist aber wichtig diese Struktur zu begreifen um auch als Einzelpersonen wiederzuverstehen.
00:19:33: ich muss mich dafür nicht schämen dass sich Probleme an meine Miete zu bezahlen und Ich muss mich da für nicht schäm wenn ich meine Wohnung wegen einer Eingbedarfskündigung verliere.
00:19:40: Das passiert ganz ganz vielen leuten.
00:19:43: Da kommt es!
00:19:44: An Applaus für unser Prost dabei.
00:19:46: Danke
00:19:50: Ja ich bin super im Marketing
00:19:52: Das mache ich nicht.
00:19:53: Dafür bin ich sehr gut da drin, das muss ja keine Gedanken machen weil ich finde... Ich mach in dieser Veranstaltung gerne Werbung auch für Fritz Kohler die uns sponsert mit Geld Für diese Show weil sonst können wir die Tickets nicht so günstig anbieten.
00:20:03: und Ahoj Radio Wir grüßen unsere Zuhörerinnen draußen Die uns Donnerstags um neunzehn Uhr und Samstag um fünf Uhr zugeschaltet sind.
00:20:14: Und Lars Meier ist heute nicht da, wie sie sehen leider das erste Mal dass er eine Martinie verpasst.
00:20:19: Er bringt sonst noch mal Franz Brötchen oder anderes Gebäck mit.
00:20:21: aber Lars ich grüße dich!
00:20:22: Ich weiß es ging nicht anders.
00:20:24: du bist verpflichtet gewesen in die USA zu reisen um dir ein Deutschlandspiel anzugucken dort.
00:20:29: Deswegen schicken wir ganz liebe Grüße nach New York und freuen uns, dass du endlich mal rausgekommen bist hier und diese schwere Reise auf dich genommen hast um dieser Truppe dort ein bisschen zuzujubeln.
00:20:41: Und dann haben sie bei dem Spiel ausgerechnet nicht so toll gespielt!
00:20:45: So der liebe Gott scheint hier doch eher aufseiten das Zentralkomitees zu stehen als aufseitender deutschen Mannschaft.
00:20:51: sorry ja
00:20:52: Das sowieso.
00:20:54: Ne, genau und einmal die Einzelgeschichten und dann eben irgendwie die großen Zahlen unter denen sich niemand mehr was vorstellen kann.
00:20:59: so ne also diese Milliarden da weiß man ja mittlerweile auch dass Leute sich nicht vorstellen können was sind eigentlich eine Milliarde?
00:21:06: Und wie viel mehr ist das als die tausend acht hundert die ich netto verdienen?
00:21:09: so und das irgendwie zusammenzubringen und auch einmal eben nicht ganz so trocken aufzuschreiben wird immer oft wieder gespiegelt dass ich relativ frech bin.
00:21:17: und dann dachte ich mir in Schrebi auch ein freches Buch darüber, was man vielleicht halt gerne liest.
00:21:21: Und sich nicht so denkt oh mein Gott.
00:21:23: ja, ja ich weiß.
00:21:24: Ich habe alles einmal so zusammengenommen und strukturiert und erklärt weil ich es ganz wichtig finde dass man sprechfähig dazu ist und sich damit auseinandersetzt weil das meiner Meinung nach neben der Klimakrise die größte Gefahr für unsere Demokratie gerade ist.
00:21:43: Fehlender Wohnraum?
00:21:44: Ja!
00:21:45: Das da wird's krachen.
00:21:46: ne
00:21:47: Ja, weil das Zuhause ist erstmal absolut wichtig um sich sicher zu fühlen.
00:21:55: Das ist die Basis für alles.
00:21:56: Jetzt abgesehen von man kann sich da melden, man kann ein Konto beantragen und so... Man isst da geschützt!
00:22:02: Weil wenn man sich Obdachlose auf der Straße anguckt was haben die nicht?
00:22:05: Die haben wirklich körperlichen Schutz einfach nicht.
00:22:07: Und das ist ja also das Minimum von dem was gegeben sein sollte in einer Gesellschaft in der man irgendwie gut und gerne lebt.
00:22:13: Das heißt dass geht da los Wenn das nicht zur Verfügung gestellt wird, fängt an das Vertrauen in diesen Staat zu bröckeln.
00:22:21: Und dann geht es eben weiter mit das Zuhause.
00:22:24: und vor allem Nachbarschaften sind auch Orten wo man Demokratie lernt.
00:22:28: Es ist super wenn man in einem Wohnblock wohnt wo man auch mal krach hat mit den Nachbarn und auf einer ganz kleinen Ebene irgendwie so sich austauscht Kompromisse finden muss.
00:22:38: Das ist alles eine demokratische Praxis quasi.
00:22:42: Und da gibt es auch Untersuchungen zu, ganz spannend in Stuttgart zum Beispiel.
00:22:46: Da wird dann so ein Viertel ganz neu gemacht und schicker gemacht und so wie das so ist.
00:22:51: Und einige sind dann weggezogen und die, die da geblieben sind haben auf einmal so direkt neuen Regeln, die es dann gab irgendwie wo die Wäsche getrocknet wird und wo nicht ganz hart verfolgt.
00:23:00: Dann gab's keinen Austausch mehr keine Kompromisse.
00:23:03: Das ist schwierig, genauso wie wenn in ganzen Straßenzügen WGs auf Zeit vermietet werden.
00:23:08: Weil da entsteht keine Nachbarschaft die sich unterstützt.
00:23:11: Da entsteht kein Zusammenhalt und das fehlt dann alles auf den nächsten höheren Ebenen.
00:23:16: Und ja, wenn auch noch Wohngeld gestrichen wird, dann ist es eine Katastrophe!
00:23:21: Und die ganzen Flüchtlinge, die draußen rumlungern überall.
00:23:24: Wie Herr Merz?
00:23:25: Das könnte das Problem ... Also er selber nicht, aber man könnte da strukturell angehen und das Problem lösen.
00:23:30: Ich kann Ihnen aus migrantischer Sicht sagen, als wir nach Deutschland gekommen sind, waren wir mit sechs Familien.
00:23:36: Es waren zwar alles unsere, also meine Tante und Onkel
00:23:38: usw.,
00:23:38: haben wir in Eidelstedt eine Wohnung bekommen, die war so ungefähr, ich glaube, sechzig Quadratmeter groß.
00:23:43: Da haben wir dann immer in Schichten geschlafen wie als Kinder am sich mitbekommen über ein Kleinkind.
00:23:48: Aber für die Familie war das kompliziert, weil Wohnzimmer, Schlafzimmer alles aufgeteilt.
00:23:53: Und dann ist meine Mutter rumgelaufen und hat dann alle Leute gefragt, ob es Wohnungen gibt?
00:23:57: Wir reden von den Wohnungen, wo wir auch wohnengeblieben sind.
00:24:02: Obwohl meine Schwester und ich uns ... Das war unvorstellbar, weil alle meine deutschen Freunde hatten ein Haus.
00:24:08: Weil Eile steht, bisschen abgelegen damals noch.
00:24:12: Da war so ein Haus zu haben.
00:24:14: Das ging aber ... Migranten nicht leisten, haben wir uns ein Zimmer geteilt bis ich glaube ich zwanzig war oder so.
00:24:22: Das hat erst zu Spannungen zwischen mir und meiner Schwester geführt aber es hat uns dann im Nachhinein sehr zusammengeschweißt.
00:24:28: wenn ich jetzt zurückblicken gucke was gar nicht so schlimm Aber in der Zeit wars furchtbar.
00:24:32: Und heute haben sie das gleiche Problem mit sehr vielen Migrantinnen die draußen wenn sie rumlungern da draußen Dann lungern die da draußen häufig nicht rum, weil sie gerne rumlungen.
00:24:41: Sondern weil man keinen Bock hat dazu sein wo man eigentlich wohnt mit diesen acht Familien auf kleinstem engsten Raum.
00:24:49: Weil man einfach kein Sicherheitsort, kein Rückzugsort hat.
00:24:53: das blenden wir Das blenden wir völlig aus.
00:24:56: Ich habe das selber erst wirklich mitbekommen, als ich angefangen habe... Ich sage es ja jedes Mal weil mir das wichtig ist damit man weiß man kann Dinge auch anders angehen.
00:25:06: Wir arbeiten hier in diesem Theater mit sehr vielen Flüchtlingen die alle mittlerweile durch das Theater und das ist ihr Verdienst.
00:25:12: also wenn sie nicht kommen und nicht zahlen dann ist das Geld nicht da und wenn die Stadt uns nicht Hilfe des Geldes auch nicht da.
00:25:16: Aber die haben alle hierdurch einen Job bekommen Die sind alle hier durch sozialversicherungspflichtig angestellt auf eine Wohnung zu bewerben.
00:25:26: Dann lernt man die Sprache und so weiter, aber ich lerne dann auch von denen was für ne Katastrophe das ist und warum die draußen rumlungern.
00:25:34: viele von ihnen haben immer in diesem Theat, die sind immer hier.
00:25:37: Ich hab gesagt Leute warum kommst du immer an deine scheiß Arbeitsstelle?
00:25:40: Hau doch mal, machen wir was Geiles im Leben!
00:25:42: Und dann gucken sie mich ja dann mal wo soll ich denn hin?
00:25:44: Da mach' ich ja weiß ich nicht leg doch mal die Füsse hoch.
00:25:46: Ja wo
00:25:46: denn?!
00:25:47: Und dann fiel mir auf ah stimmt Du hast ja gar keine hundertdreißig Quadratmeter die Du so ab und zu bewohnst Und denkst, in welchen Raum geh ich denn heute?
00:25:55: Sondern du denkst dir bloß weg an Jungfernstieg.
00:25:59: Nicht da sein wo ich nicht sein will und das ist mittlerweile ja nicht mehr nur ein Problem von Migranten sondern es ist ein Problem einer ganz bestimmten Schicht der Gesellschaft.
00:26:08: korrigiere mich gerne die früher mal in der Mitte war und jetzt weiß man nicht mehr so genau was passiert.
00:26:15: Nee, das betrifft halt wirklich immer mehr Menschen und beispielsweise auch mein... Also ich hab gedacht nach Corona, nach den Lockdowns ist es irgendwie klar.
00:26:24: Weil da war das doch ganz viel Thema wie schlimm das ist wenn große Familien auf kleinem Wohnraum eingesperrt sind beispielsweise oder wenn Frauen die häusliche Gewalt zu Hause erfahren eingesperrt sind.
00:26:34: dort also das muss man ja auch mal sagen Da müssen Menschen jetzt wegen des Wohnungsmarktes teilweise ewig in Gewalt tätigen Beziehungen irgendwie leben bleiben, weil sie keinen neuen Wohnraum finden oder so.
00:26:44: Und die Frauenhäuser überlaufen sind und so.
00:26:46: aber ja das ist ja nochmal ein ganz neues Fass Aber es betrifft wahnsinnig viele Menschen.
00:26:50: in Deutschland sind fünf Komma vier Millionen Menschen Die alleine durchs wohnen Arm werden gerade so.
00:26:56: Das heißt die zahlen so viel Miete dass das Einkommen was vorher nicht armuts betroffen war Dass sie danach nur noch so viel Geld zur verfügung haben dass sie dann Armuts betroffen sind, so.
00:27:05: Alleine weil das Wohnen so teuer ist und natürlich spart man dann eher an den Quadratmetern, so gut es geht.
00:27:12: Und dann hast du eben so eine Situation So und ich habe das jetzt auch die Tage wieder mitbekommen Dann machen die Schulen früher zu und dann sind die Kinder Zuhause ab elf bei thirty-eight Grad.
00:27:24: Das also das kann so eigentlich nicht sein und alle klimatisierten Orte kosten Geld auf irgendeiner
00:27:30: Art.
00:27:32: Seilemann stellt sich bei Rossmann irgendwie Fossregal und guckt lange.
00:27:36: Das ist ein guter Tipp!
00:27:39: Direkt Sonnencreme kaufen?
00:27:40: Guten
00:27:40: und dem, also öffentlich-rechtlicher muss ich auch immer noch die anderen nennen.
00:27:43: Also sie können es in jedem Supermarkt machen, sich fossregers kostenlos.
00:27:47: Wir können nicht alles kühlen.
00:27:48: Also wenn wir alles kühlen, dann sind Sie in Achwos im Iran bei siebzig Grad.
00:27:51: Das hat Gründe dass es dort so heiß ist weil diese Klimaanlagen wie ich anfangs sagte unsere Städte aufheizen.
00:27:57: So jetzt haben wir allen gesagt das die Welt untergeht.
00:28:00: Es ist eigentlich vorbei.
00:28:01: bleiben sie da wohnen wo sie wohn können und dann so Schritt für Schritt ins jenseits wegnicken.
00:28:07: Das ist ja quasi das hier die Botschaft die wir heute den Menschen mitgegeben haben.
00:28:10: Kriegen wir das irgendwie ein bisschen lebensbejahntin?
00:28:12: Dass man sich denkt wenn ich jetzt heute raus gehe Wer will mich nicht in die Alster und nicht nur um mich abzukühlen, sondern um dann nicht wieder aufzutauchen.
00:28:19: Wie kriegen wir das hin?
00:28:20: Also erst mal... Hast du
00:28:21: was Positives hin?
00:28:22: Hast du irgendeine Lösung angeboten?
00:28:23: Ja
00:28:23: ich habe Lösungsansätze!
00:28:23: Es gibt ja auch Städte in denen läuft es toll.
00:28:25: Wien ist immer das meist besungene Beispiel für den Wohnungsmarkt weil jetzt da viel...
00:28:29: Wien?!
00:28:30: Ah, warum?
00:28:32: Da gibts ganz viele städtischen Wohnraum Und die haben das nicht irgendwann alles verkauft um die Kassen aufzubessern Und deswegen haben die einfach ein Gegengewicht zu dem privatisierten Wohnraum, wo eben Gewinne das Hauptziel sind.
00:28:49: Bei der Woonowia zum Beispiel ist eine Aktienkonzerne da bist du den Aktionärinnen verpflichtet Gewinner einzufahren.
00:28:55: Das heißt nicht Wohnraum für Menschen steht ganz oben sondern Gewinnen!
00:29:00: für andere Menschen steht ganz oben.
00:29:03: Und das durchprächst du natürlich, wenn du irgendwie ganz viel von der Stadt hast weil dann können die sagen ne hier geht es schon um Wohnraum und er kostet dann auch mal was und da wird zur Verfügung gestellt und er drückt aber auch die anderen Preise weil dann auf einmal wieder überhaupt langsam so Marktmechanismen zu tragen kommen zum Beispiel eben Konkurrenz entsteht.
00:29:23: Das heißt, wenn wir zum Beispiel in Deutschland... Also Sozialwohnungen sind ein Ansatz.
00:29:27: Sozialwohne wären ganz toll!
00:29:28: Wir haben gerade knapp über eine Million soziale Wohnungen und elf Millionen Menschen die Sozial-Wohnung haben könnten.
00:29:36: Nee nicht Menschenhaushalte Entschuldigung.
00:29:38: Und das heisst, wenn man da wirklich mal reingehen würde und die ganzen Förderungen irgendwie versuchen würden dahin zu bewegen dass Sozialwohnern gebaut werden, das würde richtig doll helfen.
00:29:49: Machen wir das?
00:29:50: Hamburg hatte gesagt sie möchten vierzigtausend Wohnungen bauen.
00:29:53: Ja, Hamburg ist sogar noch ganz vorne mit dabei und man sieht wie viel zu wenig es immer noch ist.
00:29:58: Aber Hamburg macht das gut?
00:30:00: Hamburg versucht es zu machen aber es reicht immer bei Bayern
00:30:04: nicht.
00:30:04: Also ich bin dafür.
00:30:05: wenn du sagst nie dass es jetzt nicht scheint sondern man schafft es einfach nur nicht finde ich es gut dass wir die positiven Dinge benennen.
00:30:12: also auch der Bundeskanzler ist furchtbar.
00:30:14: er ist ein Demokrat so also das können muss man sagen er steht auf dem Boden des Grundgesetzes.
00:30:18: wirklich mag ihn nicht aber er ist da so und er ist besser als jetzt irgendwie
00:30:22: Genau.
00:30:24: Das ist aber ein ganz guter Punkt, weil es wird versucht, aber man traut sich nicht der Wohnungswirtschaft auf die Füße zu treten.
00:30:30: und das ist ein Problem, weil das muss man jetzt langsamer machen, weil's funktioniert so nicht!
00:30:35: Wir haben den Markt jetzt seit ca.
00:30:36: von fünfzehn Jahren in dieser Form völlig frei und ungehämmt und es funktioniert offensichtlich nicht.
00:30:43: Es ist eine absolute Katastrophe und wir können das nicht soweit kommen lassen, dass es wie London oder Paris wird und das wird passieren.
00:30:48: So, das sehen wir gerade... Vor allem mit einer Mietpreisbremse, die nicht wirkt.
00:30:52: Auf die sich dann aber alle Politiker und Politikerinnen immer berufen.
00:30:56: Ist ganz schlimm weil das so ein Placebo ohne Effekt ist.
00:31:00: Warum wird sie nicht?
00:31:02: Weil es riesig große Schlupflöcher gibt und weil die sollen jetzt ein bisschen gefüllt oder geschlossen werden.
00:31:09: Aber das bringt auch nichts zum Beispiel mobiliertes Wohnen, befristetes Wohnen und so.
00:31:14: Das war super easy die MietPreisbrennse zu umgehen.
00:31:18: Aber vor allem und das ist das größte Problem, es wird nicht kontrolliert.
00:31:22: Die Leute müssen sich alle alleine darum kümmern die Mietpreisbremse zu ziehen.
00:31:27: Und dann haben sie Angst von der Eigenbedarfskündigung wenn Sie bei privaten wohnen oder sie wissen gar nicht gut genug ob sie das überhaupt können wie dass jetzt geht Ob das teuer werden könnte und so und gerade auch auf dem Wohnungsmarkt wie er ist legt man sich ja nicht mit seinem Vermieter an also Auf gar keinen Fall.
00:31:45: Und das ist aber auch übrigens was, was ich immer sage in Richtung positiv wenn man selber Kapazitäten hat und vielleicht jetzt so Behördenbriefe nicht Todes schlimm findet und dann kann man da mal irgendwie um sich rumgucken ob man da jemandem unter die Arme greifen kann zum Beispiel dabei die Mietpreisbremse zu ziehen oder wenn eine Betriebskostenabrechnung sehr undurchsichtig ist oder so.
00:32:08: oder Leuten überhaupt erst einmal zu erzählen was es für Möglichkeiten gibt oder auch einfach nur zuzuhören, wenn Leute gerade echt Deutsch schiss haben um ihr Zuhause und ihnen nicht alleine die Schuld dranzugeben sondern zu sagen ja ich kann verstehen das ist der wichtigste Ort in deinem Leben du hast Angst.
00:32:26: Und Du bist gar nicht allein damit.
00:32:28: Das sind auch schon wichtige kleine Sachen die man machen können.
00:32:30: Das wäre ein sehr guten Tipp.
00:32:33: Also das verstehe ich und ich versteh, dass Leute Angst davor haben.
00:32:35: Sie können es auch in die KI reingeben.
00:32:36: Ich gebe es ja dann auch wenn ich Leuten helfen will, das in die Ki rein fotografieren sie einfach ab und holen sich Hilfe.
00:32:41: Die kann sehr einfach so Betriebskosten zahlen vergleichen und ihnen auch sagen was der richtig um was da falsch ist.
00:32:47: Du bist mittlerweile auch beim mieterverein genau also du hast quasi die seiten auch nochmal noch.
00:32:53: du hast es wirklich aus einer tiefen Überzeugung heraus.
00:32:56: bist du jetzt in dem wo du drin bist?
00:32:57: ne
00:32:58: Ja, ich habe nicht mehr so viel Potenzial im Journalismus gesehen.
00:33:02: Weil man dann schon immer wieder das Gleiche erzählt einfach und man sagt wieder ach guck mal da die arme Familie.
00:33:07: und hier sind die Zahlen jetzt wieder so und so.
00:33:10: Und dann dachte ich mir wenn ich ehrlich bin Ich war immer machtkritisch und die Macht ist in diesem Feld gerade sehr eindeutig verteilt.
00:33:18: Die liegt nämlich auf Seiten der Vermietenden und vor allem von den Großvermietern.
00:33:23: Dann schlage ich mich jetzt auf die Seite von den Kleinen.
00:33:26: Was passiert?
00:33:27: Ja, bin ich gut.
00:33:33: Wer kommt dahin?
00:33:35: Zum Mieterverein!
00:33:36: Ich bin ja nicht in der Beratung aber... ...ich bin jetzt im Mieterverein zu Hamburg und das ist der größte, ich glaube jeder neunte... ...Mieterhaushalt aus Hamburg ist da Mitglied Und da kommen alle möglichen Leute.
00:33:50: also
00:33:51: was wollen die da?
00:33:54: rechtliche Beratungen?
00:33:56: Aber der Mietervein ist ja auch ein im Prinzip Lobbyverein, also die sind ja auch Interessensvertretungen.
00:34:03: So deswegen kommen die Leute nicht unbedingt aber das ist halt eine ganz wichtige Arbeit.
00:34:06: auch
00:34:08: In Spanien gibt es das... Also es gibt europaweit fast europa-weiten, also westeuropa weit dieses Problem mit der Wohnungsnot.
00:34:15: Man sieht wirklich wenn sie ein bisschen reisen Es muss nicht mehr nur London oder Paris sein, es gibt auch kleinere Städte wo Sie sehen dass funktioniert gar nicht.
00:34:22: und was am Ende passiert tatsächlich.
00:34:24: Spanier hat dieses Problem ganz ganz ganz doll, also es entspannt.
00:34:27: furchtbar Wahrscheinlich das Problem in Europa mit der größten Wohnungsnot.
00:34:31: Das hat man jetzt sehr reguliert bekommen dort, die Mietpreisbremse funktioniert ziemlich klar.
00:34:37: In den touristischen Orten hat man Moratorium für die Vergabe von Lizenzen rausgegeben weil man durch Barcelona die Erfahrung schon hatte wie das ausgehen kann.
00:34:47: also sie können in Alicante und Valencia usw.
00:34:49: Können Sie jetzt wenn sie Wohnraum kaufen nicht einfach mehr so vermieten?
00:34:53: Der Mieter ist unglaublich gestärkt dort.
00:34:56: Also du kriegst die Personen da nicht raus.
00:34:58: Eigenbedarfkündigung, die sowieso sehr sonderbar ist und auch in Deutschland sehr sonderbar ist.
00:35:03: Das könnte man auch ein bisschen klarer regeln einfach.
00:35:06: Gibt es in dieser Form nicht?
00:35:07: Weil das einfach nicht durchsetzbar ist!
00:35:09: Man ist sehr, sehr mieterfreundlich also unglaublich mietervreundlich.
00:35:13: trotzdem ist das Problem da.
00:35:15: Ich kenne mich mit Spanien jetzt gar nicht so aus, aber in Deutschland war das ja genau so.
00:35:19: Da ist genauso dass die Leute mal schreien naja, aber Deutschland ist Mieterland und Mieta haben hier so gute Rechte wie fast irgendwo auf der Welt und so.
00:35:27: Das Problem ist aber, dass es ebenso vereinzelt ist, dass sich alle alleine mit ihren eigenen Ressourcen darum kümmern müssen, dass dieses Recht irgendwie vielleicht wenn's gut läuft durchgesetzt wird.
00:35:36: und dann müssen sie irgendwie zum Beispiel bei der Mietpreisbremse erst eine Rüge aussprechen.
00:35:41: Wer weiß nicht, was eine Rüge ist.
00:35:43: Und wie genau die dann ausgesprochen werden muss und muss die per Brief oder per E-Mail... Also das sind ja ganz viele Fallstrecke irgendwie.
00:35:51: und deswegen ich sage ganz klar, es bräuchte auf jeden Fall zwei Sachen um diese Wohnkrise jetzt kurzfristig in Griff zu bekommen und zwar nicht Neubau weil das ist so teuer dauert zu lange und wird das Problem überhaupt nicht lösen, weil dann einfach nur teurer Wohnraum entsteht sondern es braucht ne Art Meetpolizei die kontrolliert, was da eigentlich passiert.
00:36:11: Gerne meine Dwingen dann auch ein Mietführerschein weil ich auch schon oft von Privatvermieten gehört hab, die sagen das ist so kompliziert!
00:36:18: Ich habe das nicht kommen sehen und dann tüdeln sie sich irgendwie durch.
00:36:23: also so eine Art grobe Ausbildung fände ich schon gut wenn man das Grundbedürfnis von jemandem anderen quasi verwaltet nämlich Wohnraum.
00:36:33: Und ich muss auch sagen, vielleicht sind dann einige hier im Raum so, ja aber das gab es doch schon und das hat nicht funktioniert.
00:36:40: Aber ein Mietendeckel tatsächlich!
00:36:42: Es muss jetzt einmal gestoppt werden und da gibt's ganz tolle verschiedene Modelle deutschlandweit die dann auch differenzieren zwischen den verschiedenen Regionen.
00:36:52: Der Mietendeckel würde nämlich dafür sorgen, dass jetzt erstmal einfach wirklich eine richtige Bremse gezogen wird.
00:36:57: Was ganz wichtig wäre damit das nicht so weiter galoppiert.
00:37:00: Damit man mit sozialem Wohnungsbau hinterher kommt und in Berlin hat es nur nicht funktioniert weil Berlin nicht die Kompetenz dafür hatte.
00:37:09: Bundesweit könnte man das sofort machen.
00:37:12: Siehst du das kommen?
00:37:14: Nein!
00:37:15: Gut, dass wir über dieses Thema gesprochen haben also vierzig Minuten.
00:37:19: Es ist nicht lösbar.
00:37:20: Versuchen Sie einfach Eigentum, egal wie es geht zu erwerben irgendwo.
00:37:24: Mir wurde gerade die Wohnung von Frank Sinatra in LA angeboten.
00:37:27: Seine jungen Gesellenhaus für siebeneinhalb Millionen.
00:37:30: Wenn du das Haus hieß ein Schnepper?
00:37:32: Also wirklich wahnsinnig krass gut gelegen.
00:37:35: nur muss man irgendwie nach LA kommen und auch dann dort einen Job finden und mit Trump zurechtkommen.
00:37:39: und ich weiß es nicht.
00:37:39: also bleiben sie da wohnen wo sie wohnen ansonsten wird's relativ schwierig.
00:37:44: Kurze Fragen, kurze Antworten.
00:37:45: Was ist das am meisten überschätzte Thema im deutschen Journalismus?
00:37:52: Fußball?
00:38:02: Wahnsinnig gute Antwort!
00:38:03: Wir haben so viel Energie wie wir dort reinstecken in die Berichterstattung zu Fußball und zwei andere Themen reinstechen würden Populismus und Wohnungsnot wären wir in einer Art Lösung drin, aber nein.
00:38:15: Da sagt Schweinsteiger was über Afrikaner und dann wissen wir gar nicht mal dass Leute Wohnung brauchen sondern diskutieren immer ganz andere Sachen.
00:38:21: Was auch wichtig ist dein größter Luxus den du dir gönnst?
00:38:25: Tatsächlich meine Wohnung.
00:38:27: ja weil mir es wichtig ein schönes Zuhause zu haben und da putte ich jetzt gerade viel Geld rein.
00:38:33: Machst Du Dir je Gedanken das das irgendwann plötzlich nicht mehr reicht und du dann daraus musst.
00:38:38: Hast du diese Angst?
00:38:39: Ich war bis vor kurzem selbstständig.
00:38:41: Und man kann schon, wenn man unregelmäßig die Mieter zahlt... Also nicht Zeit sondern nur unregelnäßig.
00:38:48: und das passiert häufiger und man wird einmal abgemandt danach kann man wohl fristlos gekündigt werden.
00:38:54: Nicht nur Wohl!
00:38:54: Wenn ich selbständig bin dann dann passiert sowas ne also dann ist es Geld man nicht rechtzeitig dabei Rechnungen nicht rechtzeitig bezahlt werden und so.
00:39:03: Wenn man dann irgendwie gerade mal keinen Puffer hat weil noch irgendwas anderes ist dann ist schwierig.
00:39:08: Welcher Politiker hatte ich im echten Leben am meisten überrascht?
00:39:12: Im echten leben.
00:39:13: Ja,
00:39:13: also wenn du getroffen hast und dachtest oh das ist doch gar nicht so ein großes komischer Mensch wie ich dachte oder hast du nie welche getroffen?
00:39:23: Äh doch.
00:39:24: aber also positiv überraschte Poe.
00:39:29: Oh.
00:39:30: Kifft mein Jahr ab und zu mal!
00:39:32: Ich sag mal so, ich hab irgendwann mal da war ich noch Praktikantin.
00:39:34: Ich glaub bei Satz eins mit Kubiki in ein kurzes Interview über die Glücksspielregularien und Schleswig-Holstein geführt... ...und die Dreistigkeit hat mich schon überrascht.
00:39:48: Die Dreistighkeit!
00:39:50: Das ist tatsächlich einer der furchtbarsten Menschen im Universum muss ich sagen.
00:39:57: Also wirklich?
00:39:58: Und ich hoffe dass er das hört Also dem sage ich das wirklich ins Gesicht.
00:40:02: Das ist für mich das, was... Es ist einfach eine Katastrophe!
00:40:06: Auch wie er mit dieser Wahl umgegangen ist, wie er dazu, Marie Agnes Strackzimmermann gegangen ist und hier gesagt hat, mich wollten irgendwie so und so viel Prozent, dich wollten vierzig Prozent ja nicht.
00:40:15: Irgendwie dieses alte
00:40:17: Gehabe
00:40:18: aus den achtziger Jahren süllt.
00:40:22: Das ist so befremdlich und dass da irgendwie junge FDPler neben dem stehen und sagen, genau so möchte ich eines Tages werden wie Onkel Kubiki.
00:40:32: So schlimm!
00:40:33: Okay der hat dich also überrascht.
00:40:35: das ist gut beantwortet.
00:40:36: die Frage Auf welches Wort in Redaktion würdest du gerne verzichten?
00:40:42: Eier, Milch, Legen ... Nee.
00:40:45: Eier legende wollen mich so!
00:40:47: Erst mal weil ich's nicht so gut kann und weil das einfach beschreibt wie unfassbar gerade junge Journalistinnen heute ausgebeutet werden.
00:40:54: die sollen halt alles können bitte alles in Personalunion.
00:40:57: aber es hat auch sich nie jemand Zeit genommen den das beizubringen.
00:41:00: aber sie müssen es bitte perfekt abliefern weil ansonsten gibt's richtig auf dem Sack.
00:41:04: Die Zukunftsforschung sagt dass der Journalismus einer der alleraller ersten Berufe ist, der unter die Räder kommen wird und von der KI geschluckt wird.
00:41:13: Einer der allerersten Beruf.
00:41:15: Also neben Übersetzern und irgendwie Leuten, die Daten auswerten.
00:41:19: Ja aber ein bisschen sind sie auch selbst schuld.
00:41:21: Warum?
00:41:22: Weil sie nicht mit der Zeit gehen weil irgendwie in jeder Redaktion heißt es dann ja Social Media ist wichtig Aber sich wirklich damit auseinanderzusetzen wie das funktioniert oder den Kolleginnen zu vertrauen die das können Das passiert nicht denn man will dass dann mit bespielen aber man will eigentlich so bleiben wie man isst.
00:41:39: Aber
00:41:41: wenn wir den Journalismus verlieren in Deutschland, verlieren die vierte Säule.
00:41:46: Wenn wir sehen in den USA langsam, wenn Qualitätsjournalismus verschwindet, wem Tür und Tor geöffnet wird?
00:41:53: Was machen wir trotzdem um das was nicht so gut läuft trotzdem zu stärken damit es bleibt?
00:42:00: Ansonsten haben wir nur noch Artikel die die KI geschrieben hat und lassen sich dann von der KI zusammenfassen.
00:42:07: Lesen an diese Zusammenfassungen wissen immer noch nicht mehr und dann machen die, was sie wollen.
00:42:13: Ich glaube ganz ehrlich damit mache ich mich jetzt sehr unbeliebt aber dafür bin ich mir nicht zu schade ein paar ältere Kolleginnen gehen lassen und gehen und den jungen mehr Raum zu geben.
00:42:26: Ich kriege so viel von ehemaligen Kolleginnen mit dass die irgendwie Nur befristete Verträge haben, hatte ich auch ganz lange immer.
00:42:33: Sehr schlecht bezahlt sind dafür was für eine Arbeit sie haben.
00:42:36: das der Hassmails und Morddrogen bekommen habe ich auch alles durch.
00:42:41: Da muss man mehr Raum geben mehr Sicherheit schaffen damit die den Job wirklich gerne machen ohne auszubrennen.
00:42:48: es gab so ne Umfrage.
00:42:49: dass glaube ich irgendwie Ich weiß die Zeit nicht mehr, aber extrem viele Journalistinnen gerade die Jüngeren erst mal Depressionen haben.
00:42:57: Ich glaube das ist viermal höher als in der gesamten Gesellschaft.
00:43:00: und darüber nachdenken regelmäßig einen Job aufzugeben so.
00:43:03: Und klar man arbeitet sich tot und man bekommt kein Geld dafür, man wird angefeindet Man erfährt in einer Redaktion vielleicht auch keine Wertschätzung.
00:43:12: Du musst den Jungen da mehr geben
00:43:15: Und das ist wirklich ein Thema.
00:43:16: Ich bin im NDR mit unserer Sendung, die nun deutlich gerade wir machen so Schultouren immer wo wir Schulen besuchen und uns mit den Jugendlichen dort unterhalten über ihre Probleme.
00:43:26: Wir waren jetzt in Mecklenburg-Vorpommern an vier Schulen.
00:43:29: Das können Sie sich gar nicht vorstellen was da los ist.
00:43:32: ich hatte eine Realschule.
00:43:35: Da hatte man erstmal wirklich die Schülerinnen und Schüler gebeten dass sie sich bitte nicht ganz so rechtsradikal anziehen an dem Tag, wo das Fernsehen kommt.
00:43:43: Das war heftig!
00:43:44: Es waren erschreckend viele Hackenkreuze überall zu sehen.
00:43:47: Das ist aber ein Thema nur gewesen... Aber die Unterhaltung, wenn ich den Publikum gerne bin und mich mit unterhalten habe, dann haben die mir alle erzählt von ihren Süchten.
00:43:55: Also entweder wurde ein bisschen zu viel getrunken oder es wurde ein wenig zu viel geraucht oder man war schon mal in der Suchtklinik oder ein paar Tabletten zuviel genommen Und die waren alle so zwölf dreizehn vierzehn Lachgas.
00:44:07: Ja, also ... Und dann kamen noch Depressionen und enger Wohnraum.
00:44:11: Ganz viele meinten wir wohnen ganz eng oder ganz schlimm.
00:44:15: Wir möchten da gar nicht sein, wo wir sind.
00:44:17: Ich möchte nicht zu dem Stiefvater tagsüber nach Hause.
00:44:20: Das ist nicht so dahergesagt.
00:44:22: Vielleicht kann man es sich als älterer Mensch der diese Generation nicht gut kennen, nicht vorstellen.
00:44:28: Aber es ist tatsächlich so, dass in den Köpfen der Leute viel kaputt gegangen ist?
00:44:34: Und wir könnten das reparieren, machen es aber nicht.
00:44:39: Ich gebe Ihnen das nur mit damit Sie sich irgendwie überlegen was sie machen können.
00:44:43: Die Veranstaltung dient ja dazu dass wir rausgehen alle und sagen so ich war jetzt in dieser einen Show und ich habe irgendwie das Gefühl ich muss irgendwie handeln.
00:44:51: wie sie handeln spielt gar keine Rolle wenn sie nicht wissen wie sie Handeln sollen.
00:44:56: Das sage ich jedes mal nehmen sie sich irgendeine KI völlig egal welche und sagen sie hier mein Name ist Horst weiß ich nicht, Eisenbahnen und Wandern in Bayern.
00:45:07: Ich möchte mich gerne einmal am Tag für zwei Minuten für die Demokratie einsetzen.
00:45:12: Mehr Zeit habe ich gar nicht!
00:45:13: Mach was zu meinen Hobbys passt aber was wirkt und gib mir für jeden Tag im Monat eine Aufgabe.
00:45:19: Da kommen die geilsten Sachen bei raus und sie haben ein geiles Gefühl danach weil sie für...und zwei Minuten ist wirklich lächerlich ne?
00:45:25: Also ich sage es mal dass das so ...das ist die Zeit.
00:45:28: die Leute haben einen Leserbrief schreiben, ein Posting absetzen.
00:45:32: Ein Buch kaufen zu einer Veranstaltung gehen und wenn wir das alle machen dann bringt das was ich war in Ahrensburg vor paar Monaten.
00:45:40: dort sind die auch die Omas gegen rechts aktiv.
00:45:42: Ahrennsbruck ist ein Ort der stark AfD war und jetzt ganz ganz schwach AfD ist.
00:45:46: man kann das messen was der Grund ist.
00:45:48: diese zwölf Seniorinnen gehen sofort und Ahrensburg ist klein.
00:45:52: Wenn Sie in AfD-Stand irgendwo sehen, gehen die sofort raus und stellen sich mit Trillerpfeifen dorthin und Pfeifen so lange machen immer äh äh zu denen so.
00:46:02: Ja es ist also sorry aber Albana und Dümmer geht's ja schon überhaupt gar nicht.
00:46:09: dass das Mittel ist und das Ergebnis ist Die AfD ist in Ahrennsburg absolut abgeschmiert Und die stellen keine Stände mehr auf, weil sie keinen Bock haben.
00:46:18: Weil die sich gestört fühlen von diesen Seniorinnen, die das dort machen.
00:46:22: Also Sie müssen überhaupt nicht Donald Trump oder Elon Musk sein um irgendwas in der Welt zu bewegen.
00:46:27: Sie können in Ihrem Stadtteil, in Ihrer Nachbarschaft ... Können Sie wirken?
00:46:31: Das reicht!
00:46:32: Das reicht.
00:46:33: Die AfD hat das nicht anders gemacht, die wollte nicht sofort Bundespolitik machen.
00:46:37: Sie hat im ganz Kleinen angefangen und hat ihre Zöcke gedreht.
00:46:39: also das ist der Appell an sie heute.
00:46:42: bitte gehen sie raus und machen sie was es reicht auch wenn sie sagen ich Ich komme einmal im Monat zur Matinie, bringen Sie bitte aber jemand mit.
00:46:49: Also zahlen sie einer anderen Person das Ticket.
00:46:51: Das kostet wenig viel!
00:46:53: Bringen Sie die mit.
00:46:54: und vielleicht jemanden der ein bisschen andere Meinung hat so?
00:46:57: Nicht immer die, die immer schon zu allem nicken... Aber nicht den Rechtsradikalen.
00:47:00: Den kriegen wir nicht überzeugt.
00:47:01: Selbst ich schaffe es nicht, den zu überzeugen.
00:47:03: Bringen sie irgendjemandem hier mit die Veranstaltung?
00:47:05: Gehen Sie mit ihm danach was trinken oder etwas spazieren oder was essen keine Ahnung was und unterhalten sich einfach über das, was heute hier passiert ist?
00:47:14: Das macht einige Menschen, die sehen sich dann plötzlich.
00:47:18: Die fühlen sich gesehen durch sie.
00:47:20: Das reicht mehr können wir gar nicht machen.
00:47:25: Aber machen Sie es bitte!
00:47:29: Und ich habe das Gefühl dass es hier und da wirkt.
00:47:32: also was ich Ihnen sagen kann ist die Räume wo Demokratie stattfindet.
00:47:36: die Röme wo wir so Themen wie Wohnungsnot demokratisches handeln miteinander diskutieren sind ganz schön voll geworden.
00:47:43: Ich saß auch mal bei solchen Martinis mit.
00:47:46: Ich saß auch bei Lesungen früher, wo es irgendwie um Rechtsradikalismus in Deutschland ging.
00:47:52: Auch mal mit fifteen Leuten im großen Saal.
00:47:54: Jetzt sind die Dinger voll und das ist weil Das alles wirkt dauert nun ein bisschen.
00:47:59: Wann hast du das letzte Mal die Unwahrheit gesagt?
00:48:06: Also gelogen!
00:48:07: Ja ja schon klar!
00:48:10: Ich glaube also heute habe ich vorher noch mit niemanden geredet.
00:48:15: Man kann sich auch selbst bedügen.
00:48:16: Ja, das stimmt...
00:48:17: Mann sieht es so gut aus heute!
00:48:19: Der Schlaf war doch besser als du dachtest.
00:48:22: Die Hitze ist gar nicht so schlimm.
00:48:23: wahrscheinlich habe ich mir das heute schon gedacht.
00:48:27: Aber ich muss schon sagen, Alltags lügen uns nicht.
00:48:29: Ich glaube da belügt sich auch jeder selbst wenn man sagt, dass passiert nicht.
00:48:31: Alleine wenn jemand fragt und wie geht's?
00:48:33: Und man ist super.
00:48:36: Welche Schlagzeile würdest du dieses Jahr gerne noch schreiben?
00:48:40: Dass ein Kinderbuch angekündigt wird von mir über den Wohnraum Das wäre eine Schlagzeile, die ich schön finde.
00:48:47: Du schreibst ein Kinderbuch?
00:48:48: Es ist noch sehr am Anfang, aber ich möchte das nämlich gerne einmal für Kinder auch erklären... Was?
00:48:54: Wohnung?!
00:48:55: Ach
00:48:56: du Scheiße!
00:48:58: Ein Kinderbuch über Wohnungsnoten.
00:49:02: Was erhoffst du dir davon?
00:49:03: Noch mehr depressive Kinder?
00:49:08: Ja, Wissen hilft ja manchmal auch gegen Traurigkeit.
00:49:12: Und zum Beispiel wenn man darüber traurig ist dass man sich das Zimmer mit seiner Schwester bis achtzehn teilen muss zu verstehen warum das so ist und weil ich in meinem näheren Umfeld kleinere Kinder habe die sich sehr dafür interessiert haben.
00:49:22: Warum ziehen wir schon wieder um wie funktioniert das alles?
00:49:26: Wie wohn es teuer?
00:49:30: Das zu erklären was für Auswirkungen das dann hat das ist da entscheidend wer in der Nachbarschaft wohnt.
00:49:36: Es hat ja auf so ein Kinderleben auch wirklich wahnsinnig Auswirkungen.
00:49:39: Das ist
00:49:39: eine geile
00:49:40: Idee!
00:49:40: Kann man in den Urlaub fahren oder nicht?
00:49:42: Das ist ne richtig gute Idee, bei Kindern wissen das nicht und Kinder sollten das wissen, weil man beschäftigt.
00:49:48: Da kriegt sie einen Applaus zuerst für eine sehr gute Idee.
00:49:54: Ich meine neben all den anderen Kinderbüchern die es gibt dann nochmal das reinstreuen irgendwie, das finde ich gut.
00:50:01: Weil ich habe mir das nie verstanden.
00:50:04: Also ich war immer eine Zeit lang weichwütend, weil ich nicht mit meiner Schwester im Zimmer war.
00:50:08: Weil sie einfach sehr unordentlich ist, das ist eigentlich der Grund gewesen.
00:50:10: Unfassbar wie meine Mutter!
00:50:12: Unfassbar unordlicher Mensch!
00:50:13: Mein Vater auch nicht sehr ordentlich.
00:50:15: Das war eigentlich der Dispool so... Die Frau ist immer morgens um sechs Uhr aufgestanden, weil sie noch joggen gehen wollte und weil sie so fleißig war.
00:50:22: Ich fand die so fleissig.
00:50:25: irgendwie super Sachen studiert und hat alles ganz fleißig, immer ordentlich.
00:50:28: Aber man konnte immer erkennen wo sie war also welchen Weg sie morgens gegangen ist bis hin zum irgendwie honigverschmierten Messer im Badezimmer.
00:50:36: Man wusste krass da muss irgendwas passiert sein dass die das Messer hat liegen lassen weil sie schnell doch noch was anderes erledigen muss.
00:50:43: Das war eigentlich das nervige.
00:50:45: aber ich konnte mir zum Beispiel nicht vorstellen ob diese Tausend einhundert D-Markt die wir an Miete bezahlt haben ob das viel oder ich wusste das alles nicht.
00:50:53: Ich habe gar kein Gefühl dafür gehabt, was meine Mutter da mit unserer Wohnung überhaupt macht und warum wir nicht umziehen.
00:51:00: Ja ich kenne das aber ich hab mich sehr früh angefangen dafür zu interessieren.
00:51:03: also deswegen ist dieses Thema auch irgendwann so für immer da gewesen weil ich somit acht neun mit meiner Mama ich habe bei ihr alleine gewohnt nach Wohnungsanzeigen geguckt hat Und dann gecheckt habe, ah okay warte mal Mama bekommt so viel Geld von der Arbeit und die Wohnung kostet soviel.
00:51:21: Dann darf sie nicht mehr als so und so viel kosten.
00:51:23: So und dann hab ich mich das erste Mal damit auseinander gesetzt und gesehen achso in der Straße in der ganz also zwei Freundinnen von mir wohnen da können wir gar nicht hinziehen.
00:51:31: Da gibt es keine Wohnungen die wir uns leisten können so.
00:51:35: Und darüber war das Thema dann irgendwie da.
00:51:37: dann habe ich halt so zu lügge studiert und Journalismus gemacht und so und dass sich dazu entwickelt, dass das für mich so ein zentrale Thema ist.
00:51:46: Ich hätte mir mal was Lustigeres suchen
00:51:48: sollen.
00:51:49: Aber ich glaube, das macht etwas mit Menschen!
00:51:50: Wir wissen ja von anderen Ländern wie dort Kinderbücher aufgestellt sind und wie die Gesellschaft aufgebaut ist... Ich nenne immer die positiven Sachen.
00:52:00: natürlich gibt es in allen Gesellschaften gutes und schlechtes aber wenn Sie die Japaner sehen, die von sehr, sehr früh an eine unfassbare Sauberkeit und Ordnung anerzogen wird also nehmt dein Becher bitte wieder mit.
00:52:09: Wenn sie einfach in Bahnen nie einen Mülleimer haben und immer ihren Becher mitnehmen müssen dann gewöhnt sich ein machen sie drei Mal.
00:52:15: Das ist für sie völlig normal.
00:52:17: Wenn Sie sehen, dass die Japaner immer ihr Umkleiden beim Fußball aufräumen und das Stadion nochmal durchfägen, irgendwie noch mal neuen Rasenpflanzen... Man kann das schon beibringen!
00:52:28: Es geht dann einfach in Fleisch und Blut über.
00:52:30: Und ich glaube man kann Kindern auch beibringen.
00:52:31: du Wohnraum, das ist da so ein Thema.
00:52:34: Vielleicht ändert sich was dazu?
00:52:36: Ich glaube die meisten wissen es einfach nicht.
00:52:38: Ja total.
00:52:40: Mit wem möchtest Du niemals im Fahrstuhl stecken bleiben?
00:52:43: Friedrich Merz
00:52:43: Kubiki.
00:52:45: Ich glaube, März ist unterhaltsam.
00:52:47: Ja!
00:52:47: Ich glaube im Fahrstuhl da, weil er nicht gesehen... ich glaube, da haut der richtig an raus.
00:52:51: Der mit Kubiki wird... das ist richtig nervig.
00:52:53: Das Stimmen von Kubiki könnte... Der
00:52:55: hat wahrscheinlich ein Parteiantrag dabei und so weiter und... Ich
00:52:57: glaube auch einfach keine Frau möchte mit Kubikin am Fahrstühle stecken bleiben.
00:53:03: Was?
00:53:04: Mari Agnes bestimmt.
00:53:06: Wenn du keine Journalistin wärst doch die haut ihn dann.
00:53:09: So äh sollt Die is cool Die ist, ich kenne die.
00:53:15: Ich sage mal zur Martinee ein.
00:53:16: Die muss man sehen in Hamburg hier, das ist eine gute Idee ne?
00:53:18: Ja.
00:53:23: Sie kommt ja eigentlich aus dem Verlagswesen, die ist da ganz quer eingestiegen und unglaublich fleißig.
00:53:28: in dem was sie macht hat eine Vision irgendwie... Also es gibt auch viel!
00:53:35: Viel sehr Gutes in Deutschland, aber wir entscheiden uns dann am Ende und das da bitte ich Sie sich einmal darüber Gedanken zu machen.
00:53:42: Wir entscheiden uns am Ende immer dann für den Macho Mann Also komischer März ist ja auch so ein Kandidat, für den der es irgendwie geschafft hat.
00:53:50: Für den er den Krawattenknoten doch noch irgendwie wie in den Achtzigerjahren.
00:53:53: Wir wollen am Ende doch so ein bisschen Helmut Kohl wieder zurück haben und das ist ein Problem... Ja viele!
00:53:59: Gehen Sie mal da wo ich jetzt in den Schulen war.
00:54:02: Das ist ein großes Problem von Deutschland.
00:54:04: wir verweigern uns dem neuen weil uns das so wehtut dass machen andere Völker in dieser Form tatsächlich nicht So, und dann sind wir ein bisschen selber schuld bei dem was passiert.
00:54:16: Was ist das Erste, dass du nach einem langen Arbeitstag tust?
00:54:21: Jogginghose anziehen... Also zu Hause sofort Jogglinghoseanziehen auf jeden Fall.
00:54:27: Darum gehst du nicht mit Joggenhose zur Arbeit?
00:54:30: Das habe ich früher bei dir gemacht ja.
00:54:35: Mach mal in der Anderswohnung.
00:54:36: Es hab' ich mir beim Spiegel tatsächlich abgewöhnt!
00:54:43: Wollte heute eine anziehen, fällt mir gerade auf.
00:54:45: Und dann dachte ich mir nicht mit die Hose warum auch immer ich die gewählt habe.
00:54:49: Die sieht
00:54:50: teuer aus!
00:54:50: Ich verstehe gar nicht was man führt.
00:54:52: Auch ein deutsches Ding dieses Jogging-Hosenproblemen.
00:54:55: Also wenn es richtig März wäre, der würde ganz anders wirken, wenn er so wie... So wie Maduro oder so wie Castro, was mal in einem roten Adidas-Jogginganzug mein Bundestag kommen würde.
00:55:09: Das würd ich gern mal sehen aber das hätte einen ähnlichen Effekt wie diese CDU Party Pause.
00:55:14: Ich weiß nicht ob alle diesen...
00:55:15: Was ist die CDU Partypause?
00:55:17: Oh Gott!
00:55:17: Es ist so eine Videoschnipse aus einer Repartage über die CDU, wo dann gezeigt wird, dass sie im Konrad Adenauer Haus einmal mittags für ne Viertelstunde so'ne kleine Boombox in den Flur stellen und da kommen alle raus und tanzen.
00:55:30: Und einer hält so ein buntes Licht in dem Hain-Foyer... ...und dann tanzen alle etwas unbeheult!
00:55:39: Die CDU-Party-Pause.
00:55:41: Wobei ich an dieser Stelle betone, dass aktuell finde ich alle Parteien scheiße sind.
00:55:45: also ich finde da gibt sich dann macht keiner irgendwie keine.
00:55:49: alle versuchen rechts zu überholen und zwar auf eine komische Art und Weise und das finde ich sehr bedenklich.
00:55:57: Zweiundvierzig Prozent sind die aktuellen Umfragewerte für Sachsen-Anhalt, zweiundvierzig Prozent.
00:56:02: Das hat überhaupt nicht genutzt, die rechts zu überholen gar nichts.
00:56:04: In Sachsen alle machen das alle!
00:56:05: Also da können sie auch zu den Grünen gehen, die versuchen auch recht zu überholt.
00:56:08: In Mecklenburg-Vorpommern aktuell liegen wir bei.
00:56:10: ich glaube die letzte Umfrage war sechsunddreißig Prozent, die Sie hatten so haben Sie wieder ein paar Prozentpunkte gewonnen.
00:56:15: Gehen Sie davon aus dass wir mit großer Wahrscheinlichkeit in diesem Jahr eine erste AfD Landesregierung in Deutschland haben werden.
00:56:22: Und dann werden sie, die Auswirkungen davon werden Sie... ...Zwahltausendsehn und zwanzig werden sie spüren.
00:56:28: Das werden Sie dann merken!
00:56:29: So wir waren jetzt mit auch mit Lara zusammen.
00:56:32: Waren wir seit Anfang an vor dieser Partei.
00:56:35: aber irgendwie deswegen sage ich aktuell alle Parteien Scheiße.
00:56:39: Worin bist du so richtig untalentiert?
00:56:43: Singen.
00:56:44: Aber ich mache es trotzdem wahnsinnig gern.
00:56:46: Ein Ex-Freund von mir hat im Auto dann mal das Radio noch lauter gemacht.
00:56:51: Immer machen, singen ist gut.
00:56:52: Die schwierigen Sachen so Barbara Streisend Woman in Love oder sowas, wo man mehrere Oktaven beherrschen muss und die singe ich auch immer gerne.
00:57:00: Ich sing sehr gerne Woman in Lauftagsüber zu Hause.
00:57:03: Ja, ich hab Platz.
00:57:05: Da kann man viel... Aber kannst du singen?
00:57:07: Nein!
00:57:08: Okay.
00:57:09: Aber ich treff' die Emotionen, die sie trifft.
00:57:11: Ich fühl mich wie Barbara.
00:57:13: Also ich mach's mit der Emotion wirklich tatsächlich.
00:57:15: Ich fühl mich wie eine Woman in love im
00:57:16: Moment.
00:57:17: Ich
00:57:17: spüre was sie sagen wollte.
00:57:19: Tea oder Kaffee
00:57:21: Kaffee.
00:57:21: Dorf
00:57:21: oder Großstadt?
00:57:23: Oh, innerer Konflikt ganz toll!
00:57:27: Im Sommer gerne Dorf und im Winter Großstadt.
00:57:29: aber das kann ich mir nicht leisten.
00:57:31: Ist tatsächlich wahrscheinlich, dass neben dem Kulturkampf, den wir führen... Wir führen keinen Kampf rechts gegen links.
00:57:36: vergessen Sie das.
00:57:37: junge Leute wissen nicht was rechts gegen Links ist haben sie gar keine Ahnung von.
00:57:39: es gibt gar kein Rechts gegen Links.
00:57:41: Ein Kulturkampf wir führen welcher Komedien was auf der Bühne sagen darf.
00:57:45: Darf Dieter nur etwas gegen oder für Gewalt an Frauen im Fernsehen ist, dass wenn er dafür abgestracht wird, das gut oder schlecht.
00:57:53: Darf Bastian Schweinsteiger was zu Afrikanern sagen?
00:57:58: Wir führen Kulturkampf und wir führen einen Kampf statt gegen Land.
00:58:02: Wir führen gegen dieses Gefälle tatsächlich, ne?
00:58:04: Siehst du das auch so?
00:58:06: Ja es sind halt wahnsinnig große Unterschiede irgendwie und ich habe das Gefühl, es wird bei ihm nicht gerecht.
00:58:12: also niemand wird bei einem gerecht sozusagen.
00:58:15: Also da können wir anknüpfen, die Probleme, die Leute auf dem Land haben.
00:58:19: Da ist Wohnungstuhl aufm Land auch ein Thema?
00:58:23: Nee aber schon in kleineren Städten auch und man muss irgendwie sagen siebzig Prozent der Bevölkerung in Deutschland lebt in Städte.
00:58:31: so kleine Städter mittlere Städtel große städte.
00:58:35: Ich bin mir gerade nicht ganz sicher mit der Zeit, aber passt schon.
00:58:37: Gerne nochmal nach Google.
00:58:38: und auch in Kleinstädten ist es mittlerweile ein Problem natürlich je nachdem wie beliebt die Stadt ist.
00:58:45: Also ich komme aus Erkernförde das ist wunderschön da ist ein Strand Da sind die Mieten mittlerweile auch echt schlimm.
00:58:53: Und klar wenn ich jetzt irgendwie einen Mac-Pom hier wahrscheinlich eine ähnlich große Stadt raus sucht dann siehts anders aus.
00:58:59: Aber das löst halt das Problem ja auch nicht.
00:59:06: Tiktok?
00:59:06: Ja.
00:59:09: Tiktoc.
00:59:11: Warum dich die Tagesschau?
00:59:13: Weil ich mir die Infos von woanders hole.
00:59:15: Bei TikTok.
00:59:18: Das meine ich nicht sarkastisch!
00:59:19: In Telegram
00:59:20: Gruppen... Nee, ich bin tatsächlich noch ein Radiokind.
00:59:23: Ich höre viel Deutschlandfunk und so was.
00:59:24: Ich habe früher deinen Podcast sehr gerne gehört um mich zu informieren.
00:59:28: Und ja aber so Tagesschau ist es durch.
00:59:32: also Das macht ja niemand mehr sich das an.
00:59:35: Also es machen schon noch sehr viele Leute, ich weiß und wahrscheinlich auch einige hier im Raum.
00:59:38: aber zukunftsweisender und wichtiger ist es auf TikTok so zu sein präsent zu sein als Journalistin, als Lobbyistin was auch immer da spielt die Musik ob man jetzt will oder nicht?
00:59:50: Den Raum nicht den anderen überlasten die schon lange dort sind nicht einfach sagen nie mag ich nichts sondern den Raum einnehmen gelingt dass.
00:59:57: tatsächlich macht die Tagesschau das ja sehr gut muss man ja sagen, die sind mit am erfolgreichsten auf Social Media und vor allem auch auf TikTok.
01:00:06: Und das freut mich total!
01:00:08: Ansonsten würde ich sagen viele Parteien- und Medienhäuser spüren gerade dass sie zu spät angefangen haben damit.
01:00:16: Man hat gesehen bei der Linken, dass es super funktioniert.
01:00:20: Was sagst du zur Verkürzung?
01:00:21: Wir reden über die Tagesschau in hundert Sekunden.
01:00:23: Die ist ja ganz anders als die tagesschau In fünfzehn Minuten.
01:00:26: so Ist das relevant.
01:00:30: Es ist für mich wichtig, dass es diese Formate gibt.
01:00:33: Erstmal muss man sagen wenn ich nach einem langen Arbeitstag abends die Tagesschau geguckt habe... Ich hab das auch noch eine ganze Zeit tatsächlich selbst gemacht und du hättest mich danach abgefragt hätte ich dir auch nicht mehr als nach der Hundertsekundentagesschau wiedergeben können.
01:00:44: so
01:00:45: und ich finde es erst mal schön, damit die Leute irgendwie sich einen Überblick machen können.
01:00:50: Und dann ist es doch jedem selbst überlassen, ob man sich da nochmal einen längeren Beitrag über irgendwas anderes anguckt – was einen interessiert!
01:00:56: Man kann sich ja auch nicht mit allem gleichzeitig
01:00:58: auseinandersetzen.".
01:01:00: Die Forschung zur KI sagt übrigens nicht nur, dass die Journalisten verschwinden werden, sondern dass nahezu alle Geisteswissenschaften verschwenden werden.
01:01:06: Dass das kein Mensch mehr braucht.
01:01:07: Es gibt eine aktuelle Studie der University of Columbia aus den USA wo man mit den großen Unis in den USA gesprochen hat und die Dozenten berichten alle das Gleiche.
01:01:17: Sie geben den Studierenden Lesestoff mit, damit sie das bearbeiten.
01:01:21: Eine Lesetiste wie die, die der studiert haben kennen das Jahr.
01:01:24: Da haben sie nämlich so zwanzig Bücher oder Artikel, die man lesen soll um dann irgendwie dem Unterricht folgen zu können.
01:01:29: Und das Ergebnis bei Gen Z ist Das wird nie gelesen.
01:01:32: Also die kommen immer unvorbereitet zum Unterricht und man könnte jetzt nach unserem Helmut Kohl-System dahingehend einen Sex geben und sagen, durchgefallen.
01:01:41: Hat die Dozentin aber, die das Federführung begleitet hat gesagt, dass nützt nichts weil ich sitze dann davor acht hundert Leuten und die haben das alle nicht gelesen.
01:01:49: deswegen muss ich mich an die anpassen.
01:01:52: Und jetzt gibt sie denen das nicht mehr sondern Sie setzen sich gemeinsam hin und sie meint es liegt nicht daran Dass die das nicht lesen wollen.
01:02:00: sie können Es Nicht Lesen.
01:02:01: Sie Können Einen Geschriebenen Text Können Sie Nicht Vorlesen.
01:02:06: Also so, neunzehnzwanzig-einundzwanzierige sind nicht in der Lage einfach das was jetzt hier steht fehlerfrei vorzulesen.
01:02:12: Geschweige denn zu verstehen?
01:02:14: Zu wissen was in diesem zwanzigzeichen, zwanzichtausend Zeichenartikel über neuen Seiten irgendwie am Anfang des ganzen Buches stand weil sie gewohnt sind nur noch quer zu lesen.
01:02:24: also wenn man sich ein Spiegel macht einen Artikel acht Minuten Lesezeit da wissen Sie boah hab ich eine Lust acht Minuten mehr dann so viel Zeit.
01:02:30: Deswegen sage ich zwei Minuten am Tag für die Demokratierettung so, weil ich weiß alles andere erschlägt.
01:02:35: Aber wird nur quer gelesen und Sie wissen gar nicht was am Anfang passiert ist?
01:02:39: Und jetzt sitzt sie tatsächlich dort an der Universität of Columbia einer der führenden Universitäten, die mit dazu beigetragen haben dass sich so vieles in der Welt durch die Forschung einfach verbessert hat und macht mit den Vorlesen wie in der vierten Klasse davor gesagt worden ist.
01:02:56: Aber tatsächlich muss man ja auch sagen, da sind die Staaten ja manchmal quasi in den Schritt voraus was das zurückentwickeln irgendwie angeht?
01:03:05: Ja Und da kann man einfach nur sagen, okay wir sind jetzt rechtzeitig gewarnt.
01:03:09: Weil noch ist es in Deutschland so dass Jugendliche genauso viel lesen ungefähr wie vor einigen Jahren und so also auch gerne lesen und so und ich finde man sieht ja auch alle Medien die schon dreißig mal totgesagt worden sind sind noch da in einer anderen Form und so.
01:03:23: aber Radio wurde tot gesagt gedruckte Bücher wurden tot gesagt.
01:03:26: So das ist alles noch da und ich glaube das wird nicht alles zusammenbrechen wenn man sich halt auch ein bisschen drum kümmert und dann zum Beispiel auch Unterricht anpasst.
01:03:35: Also ich kenne einige Lehrkräfte, die keine Hausaufgaben mehr geben weil sie sagen das wird zu Hause mit KI gemacht aber dann macht es doch in der Schule und Hausaufnahmen haben eh die Ungleichheit zwischen den Kindern noch mal verstärkt, weil wenn jemand Mama zuhause sitzen hat, die helfen kann oder eben nicht, macht das einen großen Unterschied.
01:03:52: Und anstatt dass Mama jetzt die Hausaufgamme macht, macht jetzt die KI die Hausafgaben ist auch egal.
01:03:58: Aber ich habe einen guten Freund, der ist Lehrer und er bringt wenn er bei mir ins Büro kommt um die Klausuren.
01:04:04: Der Schüler zu korrigieren schreibe ich in meine Probo-Klausur mit ihm mit.
01:04:07: so ergibt man dann wie so achte klasse Mathe oder neunte klasse Englisch oder sowas.
01:04:10: Das witzigt sich dann dort.
01:04:12: Und das tut mir leid.
01:04:14: aber also Ich hab eine Mathe Klausur für Hauptschüler geschrieben.
01:04:18: was war die Abschlussklausur?
01:04:20: Da waren die Antworten in den Antworten drin.
01:04:23: So na wie gesagt es ist ein Fehler.
01:04:24: da meinte nie!
01:04:26: Es geht darum dass das Kind Entdeckt.
01:04:29: Der Zug fährt mit fünf kmh in zwei Stunden von Hamburg bis nach Weißenich Bremen, es ist ein ICE.
01:04:35: Mit wie viel kmh fährt der Zug?
01:04:40: Das war die
01:04:40: Frage.
01:04:41: War das wirklich?
01:04:41: Ja, und viele haben dann gesagt mit zwei, fünf oder zwei Stunden ... Ich hab ja die Antwort gesehen bei anderen Schülerinnen.
01:04:49: Da wär ich verloren gewesen, weil so aufmerksames Lesen bei Sachen, die mich nicht brennt interessieren fällt mir ganz schwer.
01:04:57: Ich habe in meiner Materialschulabschlussarbeit nicht gesehen, dass es eine Rückseite gab.
01:05:04: Weil ich ... Es stand sogar da!
01:05:06: Aber damit hast du's bis zum Spiegel geschafft, würde ich mal sagen.
01:05:09: Am Ende des Tages Alles richtig gemacht.
01:05:13: Was habe ich noch, bevor wir zu meiner Sendung?
01:05:15: Lob oder Kritik?
01:05:18: Kritik!
01:05:20: Boah nee das ist so Deutsch, Lob.
01:05:21: Lob ist viel geiler.
01:05:22: mit Lob kann man viel geierer hören Sie auch immer Leute zu kritisieren und denen sagen wie scheiße sie sind.
01:05:26: Nein aber
01:05:26: ich bin
01:05:27: nur kritisch.
01:05:30: Ich hab die kritische Kritik an der Kritik geschrieben
01:05:33: Aber die Metacritik noch dazu.
01:05:35: Nein, aber ich finde gute Kritik wirklich!
01:05:37: Erst mal lasse ich mich nur von Leuten in Dingen kritisieren, die das besser können als ich.
01:05:42: Alles andere ist für mich Kritik, die nicht zählt?
01:05:44: So und dann muss sie schon auch irgendwie wertschätzen konstruktiv sein... Dann nehme ich die an und dann find' ich Kritik richtig gut.
01:05:52: Und dann finde ich es viel einfacher als wenn jemand sagt ne hast du toll gemacht.
01:05:56: Nein nicht so.
01:05:56: Du musst auf iranischen Wege machen.
01:05:57: Das hast du ganz ganz ganz toll gemacht, bravo Ich bin stolzhaftig, aber so läuft das nicht mein Junge.
01:06:04: Da haben sie alles mit abgefrischt und denken, oh Gott jetzt bin ich verwirrt.
01:06:06: Dann gehe ich auf die Bühne und mach Fockers.
01:06:09: Bauchgefühl oder Faktencheck?
01:06:13: Oh, da kommst du sofort!
01:06:15: Ja es ist ja immer der Zusammenhang irgendwie weil ich würde schon sagen dass ganz am Anfang immer ein Bauch gefühlt ist dem man danach geht.
01:06:24: Einzig richtige Antwort.
01:06:26: Streiten oder nachgeben?
01:06:30: Streiten.
01:06:31: Ich weiß das war so.
01:06:32: deswegen arbeitet ihr nicht mehr bei mir So, weil ich hab nachgegeben und gesagt, mach was du willst.
01:06:37: Geh zum Spiegel!
01:06:38: Da wirst du ein besseres Leben haben.
01:06:40: Hast du aber nicht gehabt?
01:06:41: Große Party oder Couch?
01:06:43: Ähm... Couch.
01:06:46: Ostsee oder Alster?
01:06:48: Ostsee.
01:06:50: Recht haben oder recht bekommen?
01:06:53: Eh, die Frage verstehe ich
01:06:55: nicht.
01:06:55: Echt haben ... Oder recht bekommen
01:06:57: ?
01:06:58: Ähm ... Recht bekommen.
01:07:02: Sie denken jetzt den ganzen Tag darüber nach ob Beides eigentlich das Deiche ist oder irgendwo ein großer Unterschied.
01:07:11: Wir sehen uns wieder am dreißigsten achten, ich weiß noch nicht wer der Gast ist Ich weiß aber dass gerade die Hamburger Stiftungstage waren und auf dem Rathausmarkt die längste Tafel der Hamburgs aufgebaut worden ist mit all den Stiftungen, die wir in Hamburg haben Und dort sind meine Kollegen von GoBanjo gewesen Die den Duschbus für Obdachlose erfunden haben.
01:07:32: Chris Pöhlmann auch ein alter Kollege von mir Und den will ich einladen.
01:07:36: Ich habe beschlossen, dass wir eine Martinie machen.
01:07:38: Ich muss sie noch zusammenbekommen.
01:07:39: wann wir das machen weiß ich noch nicht aber irgendwann im nächsten Jahr wo wir verschiedene Institutionen die so tolle Arbeit machen zu einer Art Martinies Speed Date Einladen und die einfach erzählen was sie machen und ihnen ihr Produkt verkaufen.
01:07:52: und vielleicht haben Sie lustig ehrenamtlich irgendwo zu engagieren oder irgendwas zu unterstützen.
01:07:55: was auch immer.
01:07:55: um das jetzt schon mal zu machen haben Lara und mich entschieden dass wir die Einnahmen von heute an Gubanio spenden weil die einfach eine unglaublich gute Arbeit machen Als ganz kleine, als ganz kleine Sache.
01:08:09: So sie spenden heute auch an Lara und nehmen ihr Buch vorne mit und gehen vielleicht direkt zu ihrem Vermieter und schenken ihm... Das wäre toll!
01:08:19: Wir machen noch Selfies hier auf der Bühne.
01:08:20: unsere Saison ist damit fast zu Ende.
01:08:22: vielen Dank für dieses sehr sehr schöne Jahr was wir zusammen verbracht haben in diesem Theater.
01:08:27: das hat wieder gezeigt dass die Kultur funktioniert.
01:08:30: aber ich möchte Ihnen das wirklich nochmal sagen und zwar Betroffener, der gar nicht so betroffen ist weil er einfach jederzeit abhauen kann wenn es zu schlimm wird.
01:08:40: Also ich sage Ihnen das als ein Mensch der in ihre Zukunft mit ihnen schaut.
01:08:44: Es ist ein Kulturkampf.
01:08:46: diese Räume werden von den Populisten beschossen und zwar auf massivste Art und Weise damit wir nicht mehr zusammenkommen können.
01:08:56: In Hamburg sind noch sehr, sehr stark.
01:08:59: Aber ich bin schon in Teilen von Deutschland wo das nicht mehr so ist, wo diese Räume nicht mehr da sind.
01:09:04: Ich habe im letzten Jahr in einigen Orten bin ich aufgetreten, wo er mir gesagt hat hätte der Bürgermeister nicht seine schützende Hand über dich gehalten hätten wir dich nicht einladen können.
01:09:13: und ein freies öffentliches Theater weil wir ansonsten so viele Anfragen bekommen hätten von der AfD.
01:09:20: darauf haben wir kein Bock.
01:09:22: Lassen Sie die Kulturräume und ich meine nicht unser Theater, sondern alles was dort draußen ist.
01:09:27: Lassen sie die Nicht-Lehrer und bitte tun sie sich und uns den Gefallen und nehmen sie ab und zu mal eine jüngere Person mit in so einer Veranstaltung.
01:09:36: Es wird denen mehr gefallen.
01:09:37: das finde ich gut.
01:09:38: dahinten das gezeigt.
01:09:39: es wird ihnen mehr gefallen als sie glauben.
01:09:42: lassen sie diese Räume nicht leer bei sonst haben wir ein Problem.
01:09:46: es ist nicht rechts gegen links Es ist ein Kulturkampf.
01:09:50: Es geht um Sprache, es geht um Kunst und Kultur.
01:09:53: Es wird um Forschung, Wissenschaft oder Journalisten.
01:09:57: Darum geht's alles!
01:09:58: Und nicht ob jemand eher konservativ eingestellt ist oder liberaler.
01:10:03: In diesem Sinne einen herzlichen Applaus für mein Gast, Lara Schultschenck.
01:10:09: Wir sehen uns am dreißigsten Nachten.
01:10:11: Danke schön!
01:10:17: Das war Michelle & France eine Produktion der Google-Leute-Fabrik in Kooperation mit dem Zentralkomitee Für Ahojario!
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