Michel & Enrique Fiß

Shownotes

In unserer heutigen Sonntagsmatinee spricht Schauspieler Enrique Fiß ("Großstadtrevier", "Call my Agent") darüber wie es ist mit lackierten Nägeln oder im Rock unterwegs zu sein sowie den Mut den es manchmal braucht und beleuchtet dabei die Reaktionen auf seine queere TV-Rolle. Hören Sie, wie der engagierte Künstler dazu inspiriert, den Optimismus nicht zu verlieren und sich aktiv für eine offene Gesellschaft zu vernetzen, denn Kennenlernen ist der beste Kampf gegen Ausgrenzung und Vorurteile.

Transkript anzeigen

00:00:05: Herzlich willkommen zu Michelle & Friends aus dem Zentralkomitee.

00:00:04: Heute mit

00:00:05: Enrique Fizz.

00:00:13: Vielen Dank, herzlich willkommen.

00:00:16: Herzlich willkommen.

00:00:19: Danke, danke.

00:00:23: So, ich freu mich.

00:00:25: Wer ist Wiederholungstäter in ... sehr gut.

00:00:29: Nicht zu viele, das gefällt mir.

00:00:31: Wollen nämlich auch neue Leute reinbekommen.

00:00:35: Herzlich willkommen zu unserer Sonntagsmatinä hier im Zentrarkomitee.

00:00:38: Wir machen diese Matinä zum dritten Mal.

00:00:42: Es war dabei, bis Herr Trubisch-Legel und Cornela Poletto und heute Enrique Fiss.

00:00:48: Ich freue mich über alle Gäste, die heute zu uns gekommen sind hier im Publikum, genauso wie mein Gast auf der Bühne.

00:00:56: Wir haben beschlossen, diese Matinä vor einiger Zeit ins Leben zu rufen, weil das, finde ich, Hamburg fehlt.

00:01:01: Es gibt Menschen, die wissen nicht, was die Sonntagsvormittags machen sollen.

00:01:05: So, es gibt ganz viele von.

00:01:06: Ich würde mit Enrico auch gleich darüber reden.

00:01:07: Enrico, wir sind noch zwei Leute, die nicht wissen, was wir sonst als Vormittags machen sollen.

00:01:12: Es war mir wichtig, einmal für sie eine Heimat zu finden, bevor sie irgendwie durch ihre Stadtteile laufen und depressiv in der Gegend gucken, Menschen an, sprechen dort und sagen, ja, weiß ich nicht, heute irgendwie komisch alles zu.

00:01:23: Das auf der einen Seite und auf der anderen Seite, das ist wirklich mein Appell.

00:01:26: Wir senden nach Aheuradio heute raus, liebe Zuhörerinnen, draußen auch an euch herzlich willkommen.

00:01:33: zu unserer Sonntagsmatinä hier.

00:01:36: Es ist mir ein Anliegen, weil wir in tatsächlich, kann man jetzt mittlerweile sagen, wir leben in komplizierten Zeiten.

00:01:43: Das müssen wir jetzt mal so festhalten.

00:01:46: Es war bisher, ist man irgendwie noch so ein bisschen davon gekommen und hat das nicht so richtig gespürt, aber die Einschläge werden jetzt so doll von allen Seiten, dass wir das nicht mehr leugnen können, dass gerade weltweit irgendetwas passiert.

00:02:02: Wenn Sie die Berichterstattung aus den USA verfolgt haben, dass man zu meiner nicht nur Überraschung, sondern einfach völliger Sprachlosigkeit Jimmy Kimmel abgesetzt hat, weil er sich in einem Satz, den Sie sich auch anhören können, den Sie wahrscheinlich gar nicht verstehen werden, weil das so kompliziert war, was er gesagt hat und auch im Grunde so harmlos, dass das dazu geführt hat, dass ein Sender Eine der erfolgreichsten Fernsehshows ihrer Nation, einer der bekanntesten Gesichter dieses Landes ist.

00:02:31: Wenn Sie da schon mal waren und das sehen, wie das dort steht in Los Angeles an der Wand, wenn Sie da vorbeigehen, dann bekommen Sie da Gänsehaut.

00:02:38: Dass es das nicht mehr gibt, das zeigt, dass es schwierig wird aktuell.

00:02:43: Und ich möchte Ihnen sagen, wir sind nicht geschützt, auch hier bei uns zu landen.

00:02:49: Deswegen wollen wir hier einen geschützten Raum machen für alle, die Lust haben, sich zu engagieren.

00:02:54: Das Ziel der Martinee ist nicht nur, dass Sie hier heute gut unterhalten werden, hoffentlich und ein paar Franzbrötchen mitnehmen, sondern dass Sie sich danach auch vernetzend unterhalten.

00:03:04: Ich habe das vor vielen Jahren schon gesagt.

00:03:06: Auf mich hat niemand gehört.

00:03:08: Und dann hat das, was ich vor vielen Jahren gesagt habe, jetzt Barack Obama vor einiger Zeit gehört.

00:03:12: Gott sei Dank hat auch auf ihn auch niemand gehört.

00:03:13: Also das zeichnet uns dann beide aus.

00:03:15: Aber er hat das jetzt zusammengefasst.

00:03:16: und mit den Worten nur noch im Kopf dagegen sein, reicht nicht mehr aus.

00:03:23: Und dessen müssen sie sich bewusst sein.

00:03:25: Also für eine offene Gesellschaft völlig egal, wie sie offen definieren.

00:03:31: Aber offen bedeutet... Zumindest kann da irgendwas rein, so.

00:03:36: Für diese offene Gesellschaft reicht es nicht mehr im Kopf, nur noch dagegen zu sein.

00:03:40: Das funktioniert nicht mehr.

00:03:42: Wenn Sie glauben, dass Sie ganz doll für Freiheit sind oder für ... Ich hab keine Ahnung.

00:03:47: Ich möchte die ganzen Wörter gar nicht bemühen, weil das alles Triggerwörter sind.

00:03:50: Ob das jetzt ein Klimawandel oder Diversität oder ... Ich hab keine Ahnung.

00:03:55: Aber offene Gesellschaft bedeutet eigentlich, dass es ein Land ist, in dem wir gerne leben, was irgendwie schön ist.

00:04:00: Und wo wir ... im Rahmen der Gesetze das machen können, was wir möchten.

00:04:04: Und das ist in Gefahr.

00:04:05: Und da nur noch im Kopf gegen sein, das wird nicht mehr funktionieren.

00:04:09: Und deswegen ist diese Martinee auch dafür da, dass sie vielleicht ihre Nachbarn links und rechts ein wenig kennenlernen heute.

00:04:17: Und ich weiß, wenn sie so sind wie ich, möchten sie überhaupt niemanden kennenlernen.

00:04:22: Aber das geht nicht mehr.

00:04:25: Also das geht einfach nicht mehr.

00:04:27: Wir müssen uns kennenlernen und sie müssen zumindest irgendwie ein, zwei Allies finden und sagen, ich habe da irgendwie so eine Initiative oder ich bemühe mich um irgendwas oder wenn irgendwas ist, habe ich zumindest jemand.

00:04:41: Keine Ahnung.

00:04:41: Ich hatte meine Lesung, die ich vor zwei, drei Wochen hier gemacht habe, haben wir viel über Rassismus gesprochen und wir haben viel über Engagement in der Gesellschaft gesprochen.

00:04:51: Und ich habe immer das Gefühl, wenn ich hier vorne sitze und das erzählt, dass ich mir das alles ausdenke, dass mir das alles einbildet.

00:04:56: Das ist so mein Leben bisher gewesen, weil auch wenn ich jetzt reingucke, ich sehe ein bisschen Migrationsgeschichte hier, ein bisschen Migrationsgeschichte da, aber ansonsten ist das, was die Rechten ja gesagt haben, nicht passiert bisher, obwohl wir hier mitten auf dem Steinlamm sind, ein ziemlich weißes Publikum hier in diesem.

00:05:12: Theater.

00:05:13: Also die deutschen, die Bio-Deutschen oder Ureinwohner oder Eigengeborene, sie möchten, sie wissen genau, was ich meine, die scheinen ja irgendwie noch in der Mehrheit zu sein in dieser Gesellschaft.

00:05:25: Also auch wenn sie so in Aufsichtsräte und Vorstände und Politik und Fernsehen und was weiß ich, was gucken, ist es anscheinend nicht passiert, dass das gekippt ist.

00:05:36: Und ich habe Immer das Gefühl, ich bilde mir das ein, wenn ich den Leuten davon erzähle, was mir und was anderen Leuten, die so sind, wie ich draußen in der Gesellschaft passiert.

00:05:45: Und dann habe ich appelliert, dass Menschen bitte aufstehen, wenn ihnen das auch wieder fährt draußen.

00:05:51: Und nach der Lesung, die wir hier hatten, haben wir dann drei Damen geschrieben und sie meinten, ja, sie hatten das auch noch nie erlebt, alle drei Deutsch rausgegangen.

00:06:02: Und dann direkt Hauptbahnhof in der U-Bahn haben sie eine richtig fiese, fiese rassistische Anfeindung erlebt.

00:06:09: Und haben mir alle drei gesagt, normalerweise wären sie nicht aufgestanden.

00:06:13: So verstehe ich, eine Dame alleine in der U-Bahn, auch ein Mann alleine.

00:06:18: Ich habe auch keinen Bock aufzustehen, sondern die machen was die wollen.

00:06:21: Aber die drei hatten sich hier auf dieser Veranstaltung gesehen.

00:06:24: Die saßen irgendwie beieinander und standen mal draußen.

00:06:26: Und haben die alle irgendwie so überbande Blickkontakt aufgebaut zueinander.

00:06:30: Und dann sind die alle drei aufgestanden und die haben alle drei was gesagt.

00:06:33: Und dann war da relativ schnell Ruhe im Karton in dieser Bahn.

00:06:37: Und die rassistische Person wurde zurechtgewiesen.

00:06:42: Ihr Nachbarn heute heiraten oder irgendwie zur eigenen Sonntagsmatinie nächste Woche einladen nach Hause.

00:06:48: Aber so ein bisschen Blickkontakt aufbauen und sehen, ah, die Damen in Gelb, der Herr in Grün, die waren... Da bei der Martinee, vielleicht sieht man sich irgendwo wieder, die scheinen vernünftig zu sein, das scheinen keine Rechtsradikalen zu sein, das scheinen irgendwie keine verkappten AfD wie letztes, das sind keine irgendwie Anti-Systemlinge, sondern Menschen, die in der Gesellschaft teilhaben möchten.

00:07:08: Das ist der Wunsch für heute, deswegen machen wir diese Martinee.

00:07:12: Ja, ich weiß jetzt mal, wahrscheinlich hatten einige von dem was ganz anderes erwartet, dass irgendwie durch brennende Reifen gesprungen wird und ein Kaffee und ein bisschen Smalltalk, nicht im Zentralkomitee.

00:07:21: Das können wir aktuell nicht machen.

00:07:23: Arbeiten Sie mit mir daran, dass wir das bald wieder machen können, wo wir uns nur noch über lustige Sachen unterhalten.

00:07:29: Das haben wir die fünftiger, sechziger, siebziger, achtziger, neunziger, nuller und ein Teil der zehner Jahre haben wir das gemacht.

00:07:35: In absoluten Frieden, Wohlstand und Tra-la-la in diesem Land gelebt.

00:07:40: Wunderbar war es.

00:07:41: Jetzt erlauben Sie uns, dass wir so ein paar Jahre wieder kämpfen, damit wir danach wieder zurückgehen können in die Neunziger.

00:07:47: Vielleicht kommen dann die Backstreet Boys wieder und Spice Girls und wir können über ganz andere Dinge hier wieder auf der Bühne reden.

00:07:53: Ich habe ein Thomas Gottschalk gesehen.

00:07:55: Wie er Michael Jackson zu werden, das eingeladen hatte.

00:07:58: Sehenswert wirklich.

00:08:00: Michael kommt rein und die Leute schreien erst mal und er macht gar nichts.

00:08:04: Er hat immer nur thank you gesagt, glaube ich.

00:08:05: Und dann war wieder die Sendung für eine halbe Stunde unterbrochen, weil die Leute oben gekippt sind.

00:08:09: Vielleicht kommt das wieder, diese... Die Belanglosigkeit, die wir eins mal hatten, aber aktuell nicht.

00:08:15: Also bitte engagieren Sie sich.

00:08:17: Diese Veranstaltung ist eine Veranstaltung der politischen Bildung des Empowerments und nicht nur der Nacktenunterhaltung.

00:08:24: Also haben Sie das alle verstanden?

00:08:26: Ja, wunderbar.

00:08:36: Wir begrüßen heute einen Schauspieler der gleichermaßen auf solchen Bühnen, nämlich Theater und das in viel größer, nämlich neben einem Talier.

00:08:44: Wie im Fernsehen überzeugt, ist ein Hamburg-Geborn ausgebildet am Max-Reinhard-Seminar im schönen Wien nach Stationen am Talia am Schauspielhaus.

00:08:53: einem breiten Publikum wahrscheinlich allen von ihnen als Zivilvater, Neil Sanchez im Großstadt Revier bekannt, aber darüber hinaus und da möchten wir auch darüber sprechen, weil das auch wieder Jimmy Kimmel betrifft heute, da schlagen wir den Bogen, spielt er in der Serie Krank oder Crank, wie immer sie möchten, über das Gesundheitswesen in diesem Land.

00:09:11: sehr sehenswert, so wie in der Disney-Plus-Produktion Call My Agent, wo alle großen Namen Deutschlands mitspielen und deswegen auch er und immer wieder eindrucksvoll und zeigt, wie vielseitiger er ist, wie präsenter er ist in unterschiedlichen wie politisch er ist, wie engagierter er ist.

00:09:26: Deswegen freue ich mich, dass wir ihn mittlerweile aus Berlin wieder zurück nach Hamburg gezogen haben.

00:09:30: Bitte begrüßen Sie mit einem wundervollen Applaus, unseren Gast des heutigen Vormittags.

00:09:35: Enrique Fiss, Enrique kommt

00:09:37: zu mir.

00:09:42: Schön, dass du da bist.

00:09:44: Hallo, schön, dass ich da bin.

00:09:46: Hallo, hallo, hallo.

00:09:53: Das ist ein klatschfreudiges Publikum.

00:09:57: Es ist immer so ein bisschen über den Moment drüber.

00:10:01: Wo es anfängt interessant zu werden, also wo man sich denn krass... Sie applaudieren nicht aus reiner Höflichkeit, so zwei Sekunden länger, so wie früher.

00:10:08: Also die Sänger, falls nicht an die Fünfziger.

00:10:10: Also falls wir ältere Menschen da haben, die sich noch in ihrer Jugend in den Fünfzigern verbracht haben.

00:10:15: Bisschen wie Michael Jackson.

00:10:16: Bisschen wie bei Michael Jackson.

00:10:17: So ein bisschen so.

00:10:19: Die Stimme wird so ein Ticken zu langen noch gehalten, das finde ich gut.

00:10:22: Wir sind schon auf dem Weg wieder in die goldene Zeit mit dir im Applaus.

00:10:26: Das gefällt mir.

00:10:27: Du bist einer der wenigen Menschen, die meine Lieblingshose mit diesen Schuhen tragen können.

00:10:33: Das sind ganz wenige Menschen.

00:10:36: Können das nur Menschen, die Schauspieler sind?

00:10:40: Nee, doch.

00:10:41: Nee, gar nicht.

00:10:42: Ich glaube, das können auch gar nicht alle Schauspieler innen.

00:10:45: Aber mein Papa ist irgendwo hier.

00:10:46: Es war das erste, worauf er mich eben gerade angesprochen hat.

00:10:50: Du kriegst eine Adidas-Hose mit...

00:10:53: Was hat er denn an?

00:10:55: Er hat die gleiche Hose an.

00:10:58: Mit was?

00:10:59: Mit was?

00:10:59: mit Schuhen?

00:11:00: Ja, andere.

00:11:01: Sportlich.

00:11:02: Ich liebe es.

00:11:03: Ich find's gut.

00:11:04: Du bringst ein bisschen Berlin mit rein, finde ich jetzt.

00:11:06: Das ist auch ein bisschen Berlin jetzt, ne?

00:11:09: In Hamburg macht man sowas nicht.

00:11:10: In Hamburg ist das... Auch nicht auf dem Stein.

00:11:13: Leider, leider.

00:11:14: Ja,

00:11:14: aber ich pass mich nicht an.

00:11:15: Ich bleib so.

00:11:17: Warst du immer schon so?

00:11:18: Nee, nee.

00:11:19: Ich bin auch manchmal ganz anders.

00:11:20: Ich bin manchmal auch im Rock und im Kleid unterwegs und gar nicht immer nur mit Jörg-Ging-Hose und irgendwie Lederschuhen.

00:11:26: Ich habe mir das aber hart erkämpft, glaube ich, so innerlich, das anzuziehen und mich so anzuziehen und so zu wirken, wie ich es gerne möchte.

00:11:36: Rock und Kleid ist spannend.

00:11:37: Wir haben Moritz Neumer hier bei uns auf der Bühne, der letztes ganzes Programm im Rock gespielt hat, was ganz eigenartig aussah.

00:11:44: Das haben wir eben auch alle gesagt, aber er wollte das irgendwie so.

00:11:48: Und er hat irgendwann berichtet davon, dass in seinem Umfeld auch Kinder anfangen, mal mit einem Rock zur Schule zu gehen, und zwar Jungs.

00:11:56: Und dass das komisch angesehen wird.

00:11:59: Und dann habe ich, ich dachte, das ist mittlerweile normal.

00:12:01: Also jeder kann so rausgehen, wie er oder sie möchte.

00:12:06: Wie nimmst du das wahr?

00:12:07: Wie ist das, wenn du einfach nicht in den Klamotten vor die Tür gehst, die man im Westen einem Mann einfach zuschreiben würde, sondern es einfach ganz anders aussieht?

00:12:17: Also ich muss gut drauf sein.

00:12:19: Ich muss irgendwie mich so gut fühlen und sagen sie, heute habe ich einen guten Tag, heute fühle mich irgendwie selbstbewusst, heute kann ich so, weil es gehört so ein bisschen Ruspe dazu, das irgendwie so zu tragen, immer noch.

00:12:31: Es ist was anderes.

00:12:32: Ich habe heute auch keine lackierten Fingernägel, weil ich war so, ich war heute Morgen noch so sollig, weil ich ganz oft lackierte Fingernägel habe und dann war ich halt so, nee, heute mal Safe Play, was das angeht.

00:12:40: Also das ist immer so Tagesform, abhängig schon.

00:12:43: Und ich glaube aber, dass Also vielleicht so ein Hamburg-Berlin-Unterschied.

00:12:47: Ich glaube, in Berlin wird man ein bisschen weniger angeguckt, wenn man als Typ ein Kleid trägt.

00:12:53: Aber man wird auch da angeguckt.

00:12:55: Man spürt Blicke.

00:12:56: Ist ja auch nicht schlimm.

00:12:57: Man darf ja auch gucken.

00:12:58: Es darf ja auch ein bisschen Verwirrung sein.

00:13:00: Aber...

00:13:03: Also an dem Beispiel, der Mann mit lackierten Fingerniegeln und Rock und Kleid rausgehen, zeigt sich heute in der Gesellschaft eine ganze Menge.

00:13:11: Also wir sind hier, Sie wissen auch im Steindamm.

00:13:13: Wir haben die lange Reihe, die als unsere große Quierestraße bekannt ist.

00:13:18: Und der Steindamm aber nicht.

00:13:19: Also die sind ja nur parallel voneinander.

00:13:20: Und der Christopher Street Day ist dieses Jahr über den Steindamm gelaufen, nicht über die lange Reihe, weil es dort im letzten Jahr zu Sicherheitsproblemen, kann man sagen, war zu eng.

00:13:29: Und ich habe eine Veranstaltungsreihe dazu gehabt, vorher, weil sich Menschen aus der LGBT-Community, die hatten Sorge, über in Steinnam zu fahren.

00:13:39: Ich habe das erst gar nicht begriffen, warum.

00:13:41: Und dann fiel mir auf, ah, wegen den ganzen... Menschen mit Migrationsgeschichte hier, wo sie dann glauben, das wird zu Problemen führen am Ende.

00:13:50: Und wir haben dann das Theater als Safe Space angeboten.

00:13:52: Also wenn jemand irgendwie hier reinfliehen möchte, kann er oder sie das machen.

00:13:56: Was nicht passiert ist, war total nett.

00:13:58: Es war ein wunderbarer Reibungsdose als CSD und total schöne Veranstaltungen.

00:14:02: Und es ist gar nichts passiert.

00:14:03: Aber dann habe ich angefangen darüber nachzudenken, dass Menschen von einer Straße weiter Sorge haben, in diese Straße hier rüberzukommen, weil sie angefeinet werden.

00:14:11: Und in meiner Welt passiert das nicht.

00:14:13: Also ich bin gar nicht mehr da, wo es diese Feindschaften gibt.

00:14:16: Und du sagst mir, da gehört Rutzbe dazu, ich muss einen guten Tag haben, ich muss Bock drauf haben.

00:14:21: Warum?

00:14:21: Weil wir doch nicht so diese weltoffene Trallerlage-Sellschaft sind, die uns gerne vorgeworfen wird.

00:14:29: Also da gibt es irgendwie so das... Also ich muss sofort daran denken, dass eine befreundete Regisseurin von mir, die hat so ein Format in Ingolstadt, wo sie so kleine Theaterabende mit... Drag Performerinnen macht.

00:14:43: Die auftreten und Sachen machen immer zu verschiedenen Themen.

00:14:47: Und dann gibt es so das große Problem der Organisation dort.

00:14:53: Wie machen wir es?

00:14:55: Also Drag, wisst ihr alle, Bescheid wird irgendwie dauert ziemlich lange.

00:15:00: das so hinzubekommen.

00:15:02: Wie machen wir das organisatorisch?

00:15:04: Weil du kannst jetzt nicht hier... Du hattest ja eben gerade noch diese Veranstaltung.

00:15:07: Wie willst du jetzt drei Stunden oder vier Stunden oder fünf Stunden dich hier fertig machen?

00:15:13: Mach das doch zu Hause und dann kommst du.

00:15:16: Ja, ich kann mich aber ja dann nicht in Bus setzen.

00:15:19: So, weil es ist gefährlich.

00:15:23: Das war irgendwie die direkteste Reaktion, die meine Freundin da bekommen hat.

00:15:29: Das geht leider nicht, weil das ist gefährlich.

00:15:32: Kann ja sein, dass die Bahnfahrt total gut ist, oder ich glaube, es gibt es in Ingolstadt Bahn, weil sie nicht, aber Bus, oder die Busfahrt total gut ist, aber kann halt auch sein, dass anders.

00:15:42: Das heißt, es gibt so eine... Es gibt irgendwie so eine tendenzielle Gefahr.

00:15:48: Und ich hab die auch schon gespürt.

00:15:51: Da saßen auch schon mal eine Menge Boys um mich rum, die sich dann doch eher sehr nahe hinsetzen wollten, weil sie gesagt haben, naja, der Nagelack gefällt ihnen ja jetzt mal gar nicht.

00:16:04: Und ich kann dann damit umgehen, oder meistens hab ich Lust, mich damit auseinanderzusetzen und zu sagen, naja, Aber ich finde ja deine Schuhe jetzt zum Beispiel toll, aber so, also wie kann er dann, das kriegt man hin, aber es gibt eine tendenzielle Gefahr.

00:16:19: Und ich bin aber, es gibt auch eine Diskussion hier, ja, in Hamburg schon lange über, über den Hauptbahnhof, über die Gefahr, über in den Medien, dass man sagt so, naja, da fühlen sich Leute nicht mehr sicher und das verstehe ich auch und ich sage okay.

00:16:34: Und ich bin aber gleichzeitig, finde ich das hier drumherum, ist das so ein Teil von Hamburg, auf den ich auch, als ich noch in Berlin gewohnt habe, immer so wahnsinnig stolz bin.

00:16:43: Weil ich sage, gerade so wie du gesagt hast, da steht der Stein daneben der langen Reihe und alles darf miteinander, nebeneinander existieren und darf so sein.

00:16:51: Und wir müssen es nicht hart trennen, sondern das ist so ein utopischer Gedanke, den wir wollen.

00:16:54: Wir wollen doch, hey, zieh du dich an wie du willst, zieh du dich an wie du willst, lebe wie du willst.

00:16:58: Also das ist die Haupt, der Hauptwunsch auch.

00:17:02: Auch einer queeren Community ist ja, lass uns doch einfach machen.

00:17:06: So, lass uns doch einfach machen.

00:17:08: Lass uns machen, lass uns mitmachen.

00:17:09: Schließt uns nicht aus.

00:17:10: Gib uns diese Rechte.

00:17:12: Hör auf uns zu bedrohen.

00:17:14: Aus welcher Richtung auch immer.

00:17:15: Und das kommt aus einer migrantischen Community genauso.

00:17:19: Also der Wunsch nach so, lass doch einfach alle so, lass doch einfach so alle miteinander oder nebeneinander meinetwegen auch machen.

00:17:29: Ja, Sie können auch zwischen applaudieren.

00:17:36: Wir müssen einmal über die Boys reden, die dich komisch angucken, weil wir haben viele Jahre bestimmte Themen ausgespart, vor allem aus der linken Seite in der Gesellschaft.

00:17:51: Und zwar, dass diese Boys nicht immer Neonazis sind, die ein komisch angucken, sondern auch Jungs sind, die so aussehen wie ich.

00:17:56: Also es gibt in diesem Land auch ein Problem mit Migration.

00:17:59: Es ist nicht immer, dass es was die Linke sehr gerne gemacht hat, sich an den harten Rechten abzuarbeiten, aber nicht an den eigenen Leuten.

00:18:08: Also wenn wir hier über Probleme auf dem Steindamm oder die angeblichen Probleme, die Sorgen der queeren Community reden, dann geht es hier nicht darum, dass die Angst haben, dass sie von Neonazis verprügelt werden, sondern sie gesagt haben, die mit den schwarzen Haaren, die gucken immer so komisch, die kennen das irgendwie anscheinend, oder die haben ein Problem damit.

00:18:27: Wie ist das in Berlin?

00:18:30: Was sind das für Menschen, von denen du das Gefühl hast, dass du, wenn du mal anders rausgehst, als man das sonst liest, angefeindet werden können, Test?

00:18:41: Naja, also ich kann das aus meiner Erfahrung, aber auch auf gar keinen Fall sagen, dass das ein... Migrantisches Problem sei oder das ist immer Boys mit schwarzen Haaren sind, die so komisch gucken.

00:18:50: Nein, im Gegenteil, also die Blicke kommen von überall.

00:18:53: Ja.

00:18:54: Also auch in meinem Beispiel, was ich gerade mit den Boys in der U-Bahn meinte, das war hier in Hamburg und das war keine migrantische Gruppe oder auf jeden Fall von mir nicht so gelesen, sondern das war ein Nachnamen.

00:19:06: Boys.

00:19:07: Das waren Bräus, das war nach dem Vogelball, weiß ich nicht, so ein Eintagesfest, so ein queeres Eintagesfestival in der Fettle und dann habe ich da jemanden kennengelernt und sind wir zusammen zurückgefahren und dann, es war früh morgens, die Nacht war lang und die Stimmung in der U-Bahn war kurz sehr schlecht oder in der S-Bahn, genau.

00:19:26: Aber es war dann auch okay, aber es war trotzdem ein bisschen so, okay, das war jetzt das erste Mal, dass ich wirklich mit einer wirklich mit Drohungslage, also die hatten, die hatten richtig Bock, die hatten einfach Bock auf Stress und die haben sich dann einfach irgendwie den Typen mit Strumpfhosen ausgesucht, klar, weil, ne, da hat er Strumpfhosen an, aber genau, da war ich schon so ein bisschen so, ah, das war jetzt das erste Mal, dass man da mit dem Berührung kommt, das ist ja wirklich unangenehm, aber ja, ich quatsch dann ja auch drüber danach mit Leuten, denen ich vertraue und dann, das hoffe ich ja, gut und ja.

00:19:54: Ich thematisiere das so provokant, weil uns Journalisten gerne vorgeworfen wird, dass wir bestimmte Sachen totschweigen.

00:20:02: Und dann lasse ich lieber die anderen Personen das erzählen, weil wenn ich diese Frage jetzt nicht gestellt hätte, haben wir Menschen, die mir dann, also jetzt nicht sie, aber wenn ich das im Fernsehen sage, dann schreiben die mir und sagen, ja, aber... Es sind immer anscheinend ja wir, man weiß nicht, wer es sind, wir.

00:20:15: Was meinst du denn damit?

00:20:16: Ja, du meinst doch damit immer, dass es deutsche Nazis sind, die das gesagt haben.

00:20:19: Sag ich, nein, das habe ich doch gar nicht gesagt.

00:20:21: Deswegen stelle ich jetzt die Frage auch immer mit den Migranten.

00:20:23: Ich bringe alle mit ein und dann antwortet der Gast oder... Wer auch immer mir gegenüber sitzt und sagt, ja, nee, eigentlich war das nicht so, wie man das jetzt irgendwie glaubt oder wie du das denkst, sondern es ist einfach, es sind halt Jungs gewesen und Jungs sind halt so Jungs und es war eine angespannte Situation und es hat letztendlich in der Anfeindung nicht besonders viel und das möchten wir herausarbeiten, das weiß man über die Wissenschaft, über viele viele Jahre weiß man das, dass es eben kein Milieu-Problem ist, sondern ein Problem, was einfach in der Gesellschaft drin ist.

00:20:54: Das hat mit Alter, mit Pubertät, mit Erziehung, mit Alkohol, mit dem Ort, mit der Zeit, mit ganz vielem zu tun.

00:21:01: Nimmst du das so wahr?

00:21:02: Ja,

00:21:03: absolut, absolut.

00:21:04: Und ich nehme irgendwie wahr, dass es eine Verbesserung gibt in all dem.

00:21:09: Also, dass mehr möglich ist, als es vielleicht

00:21:12: vor

00:21:13: einigen Jahrzehnten oder Jahren schon war.

00:21:16: Ich nehme aber auch wahr, also, wenn du ... Ich spiele da ja beim Großstadt Revier so ein Queer in Zivilbullen mit Namen Neil Sanchez und die Facebook-Kommentar spalten, weil Facebook ist beim Großstadt Revier ganz groß.

00:21:32: Also wenn man da mal reinguckt, ja dann triggert das ja irgendwie ganz viele Leute.

00:21:37: und wenn man da mal weiterklickt, ich habe das mal gemacht, das ist aber lange her, dann ist das ein Querschnitt der Gesellschaft, aber bestimmt kein... Die Anfeindungen kommen von überall.

00:21:48: Die Sympathien kommen auch von überall.

00:21:50: Das ist neu, die Sympathien.

00:21:53: Und es sind viele noch bei Facebook.

00:21:54: Tun Sie nicht so, als hätten Sie keinen Facebook und würden dann die reingucken.

00:21:58: Es ist immer noch das größte von allen.

00:22:00: Und da passiert immer noch eine ganze Menge.

00:22:02: Facebook.

00:22:03: Ja.

00:22:05: Aber das Positive ist, und ich glaube, man kann das ja so ein bisschen rückblickend erst sehen, die ganze Arbeit, die so viele Menschen auf Bühnen, im Fernsehen, in Zeitschriften, in Büchern und so leisten und sagen, macht was, das funktioniert, weil sie machen alle was.

00:22:19: Wenn man heute und ich rate immer, das ist mein Spiel, wenn ich nichts zu tun habe, gucke ich bei Facebook und dann kommt dann ewig, ich folge nur komischen Seiten oder gucke, was passiert, dann ist ein Artikel in der Welt und dann denke ich mir, oh.

00:22:32: Mal gucken, welcher wird das Gute, der schlechte mehr Daumen hoch haben.

00:22:36: Und dann gehe ich rauf und sehe, es ist mittlerweile häufig das Gute.

00:22:40: Also da ist ein Foto aus Hamburg, aus den Fünfzigern.

00:22:45: Da sitzen die Menschen irgendwie auf der Mönchebergstraße.

00:22:48: Da fahren die Autos noch an ihnen vorbei ohne Katalysator.

00:22:52: Und das sieht man ja alles nicht auf dem Bild.

00:22:54: Und die Frauen sitzen dort und trinken ganz gemütlich ein Kaffee.

00:22:59: Also als wäre gar nichts los, dass die wahrscheinlich noch die Erlaubnis hier ist.

00:23:02: Ehemann ist dafür gebrochen, über die Tür zu gehen.

00:23:04: Das sieht man auf dem Foto nicht.

00:23:06: So, dass ganz viele aus der Gesellschaft keinen Kaffee trinken konnten damals.

00:23:10: Und das Kaffee überhaupt ein Problem war, sieht man das über mich, das waren ganz tolle Zeiten.

00:23:14: Und dann ist da oben, ah, das wünschen wir uns wieder zurück.

00:23:17: Und dann versuche ich zu raten, steht dort dann drunter, ja, Deutschen ohne Migranten, das war noch geil.

00:23:22: So, keine Rechte für Frauen und sehr viel Umweltverschmutzung.

00:23:26: Oder steht drunter, nee.

00:23:29: finde ich nicht.

00:23:30: Und mittlerweile sehe ich immer mehr, dass das, finde ich nicht, dass eine ältere Dame drunter geschrieben hatte.

00:23:36: Nee, das war gar nicht so geil damals.

00:23:39: Also kann ich sagen, weil ich war dabei, so hier.

00:23:42: Wir hatten Scheißzeiten, wir hatten Angst vor dem Atomkrieg, während wir dort unseren Kaffee getrunken haben.

00:23:46: Die Angst sieht man, glaube ich, gerade nicht.

00:23:48: Und das hat dann die meisten Likes.

00:23:50: Es hat sich schon was verändert.

00:23:52: Eine ganze Menge.

00:23:53: Feiern wir das zu wenig?

00:23:56: Nee, man geht ja ... Du hast ja gerade hier angefangen mit, es sind komplizierte Zeiten, hast du gesagt?

00:24:03: Ist ja so.

00:24:04: Es sind ja auch Zeiten in dem, wo so, also wo ich ja auch merke, so, also als ich siebzehn, sechzehn, siebzehn war, da wurde ich gefragt, bist du politisch?

00:24:13: Bist du ein politischer Mensch?

00:24:14: Ich habe gesagt, ne.

00:24:15: Und ich hab schon ganz toll das Gefühl, dass ich mir das für mich nicht mehr leisten kann, mich selbst als unpolitischen Menschen zu bezeichnen und unpolitisch zu sein.

00:24:23: Weil, ha ha, also turns out, ich hab zwei Kinder und frage mich, warte mal, in welcher Gesellschaft und welcher Welt leben die?

00:24:30: Also der Optimismus, den ich damals hatte, der ist ja nicht mehr da.

00:24:33: Das spürt man ja irgendwie vielleicht, also ich spür das.

00:24:38: Und dann denke ich auch immer wieder, ja, aber gut, aber das ist ja auch eine Erzählung.

00:24:42: Also es ist ja auch, ich bin ja auch dem, also wenn ich meinen Instagram-Algorithmus folge, dann ist der, weil ich zu lange auf irgendwelchen Seiten hänge, ja voll davon, dass die Welt ja immer schlechter wird.

00:24:52: Es ist ja auch eine Erzählung, der ich ja, die vielleicht ihre Richtigkeit habe, aber der ich ja auch auf den Leim gehe, zu sagen, na ja, ich kann mich aber ja auch aktiv dagegen entscheiden, nicht immer nur das Schlechte zu benennen, sondern das Gute zu feiern.

00:25:05: Also ich kann ja, ich kann ja richtig... Also ich kann jetzt irgendwie sagen, ich muss kämpfen, kämpfen, kämpfen und das muss ich auch, aber ich kann ja auch sagen so, ich muss einladen und verbinden und so wie du sagst, wir müssen, also wenn der Kampf, vielleicht besteht der Kampf auch da drin, wir müssen uns einfach alle kennenlernen.

00:25:20: So, wir müssen uns einfach alle zusammen tun.

00:25:21: Wie schön ist das?

00:25:22: Das ist ja viel positiver als... als so der Erzählung zu folgen und sagen, alles wird so.

00:25:28: Und dann gehe ich eben auch dieser Erzählung, auch teilweise der rechten Erzählung auf dem Leim, dass alles immer schlechter wird, alles immer komplizierter wird, die da oben, die da oben gab es schon immer und die da oben haben schon immer Unfug gemacht.

00:25:38: Das ist auch in Ordnung, weil auch bei denen da oben sind einfach weite Typen dabei, meistens Typen.

00:25:45: Das war ja schon immer so, gut, die Welt ist komplizierter geworden, man muss ein bisschen mehr nachdenken.

00:25:51: Ja, vielleicht aber auch nicht.

00:25:52: Aber man kann das ja auch, man kann ja auch sich umarmen.

00:25:55: Also man kann die richtigen umarmen, anstatt die schlechten zu bekämpfen oder beides machen, sodass einem gut geht.

00:26:02: Nee.

00:26:04: Sie sind heute in so einem Schockzustand, ne?

00:26:05: Ich merke das.

00:26:07: Sie wissen gar nicht, was, ich verstehe das.

00:26:09: Das ist in Ordnung.

00:26:09: Das ist aber auch, das ist Sinn der Sache.

00:26:11: Wenig

00:26:11: zu schnell?

00:26:12: Nein, sie sind alle...

00:26:13: So heil die Reiche, next.

00:26:14: Nein, es ging irgendwie... Mein Kollege an der Bar wollte ich sagen, mein Kollege an den Turntables, weil es immer so eine Abendstimmung hat.

00:26:23: Er hat so wundervollen Bass-Techno für sie vor zum Einlass hier reingemacht.

00:26:27: Das ist, glaube ich, eine gedacht, oh, das wahrscheinlich wird gleich ein bisschen hier noch was verteilt und dann gehen die Stühle raus, dann wird ein bisschen getanzt.

00:26:34: Wir haben ein Franzbrötchen da, die verteilen wir jetzt.

00:26:38: Lars, wo bist du?

00:26:39: Hier, du hast sie gekauft, deswegen verteilst du sie jetzt auch.

00:26:44: Lars, wo hast du sie?

00:26:45: Also, erst mal ein Applaus für mein Kompagnon.

00:26:47: Lars Meier.

00:26:48: Lars Meier.

00:26:51: Sehr gut.

00:26:54: Wo kommen Sie heute her?

00:26:56: Also, ich hab ja bei der ersten Ausgabe richtig viel Kritik bekommen.

00:27:00: Und deswegen bin ich weit gefahren zu Bakkecht in Grinlof.

00:27:03: Und das sind die besten Franzbrötchen, die man für Geld kaufen kann.

00:27:08: Wir werden nicht von denen gesponsort, ne?

00:27:10: Nein, nein, nein, nein, nein,

00:27:11: nein.

00:27:12: Lars hat die einfach... Du hast die einfach selber gekauft, ne?

00:27:14: Ja, na klar.

00:27:15: Die sind auch nicht so günstig.

00:27:17: Ja, von meinem Taschengeld.

00:27:19: Also, Ahoj Radio ist Lars Meier und Lars Meier und ich machen diese Fernsehungen hier zusammen.

00:27:24: Und Lars Meier verteilt jetzt Franz Brötchen an die Bevölkerung.

00:27:28: Was ich aber wichtig finde, ist der erste Satz.

00:27:30: Ich habe letztes Mal so viel Kritik auf den Deckel bekommen.

00:27:33: Er hat nämlich schon mal Franz Brötchen, wie sie daraus erhöhen können.

00:27:37: Schon mal umsonst Franz Brötchen bekommen und da wurde gemäckert.

00:27:41: Das war nicht die Franz Brötchen umsonst, die sich der Gast hier vorgestellt hat, ohne zu wissen, dass es Franz Brötchen hier überhaupt gibt umsonst.

00:27:49: Sind wir so?

00:27:51: Ist das so eine Geschichte?

00:27:53: Also wird einfach ohne anzunehmen, dass es Franz Brötchen umsonst gibt, ohne diese Erwartung kommt man in ein Theater.

00:27:59: Dann ist es morgens und man hat nichts gegessen.

00:28:02: Und dann gibt's umsonst Franzbrüchen.

00:28:04: Geil!

00:28:06: Und dann sind's aber nicht die, die

00:28:07: man haben will.

00:28:08: Und das

00:28:08: behält

00:28:09: man nicht für sich.

00:28:09: Das sagt man der Mensch.

00:28:11: Ganz kurz, das schmeckt total trocken.

00:28:14: Ich finde, ein echtes Franzbrüchen muss richtig lebschig sein.

00:28:17: Was heißt denn für ein Franzbrüchen?

00:28:18: Moment.

00:28:20: Sind wir so?

00:28:21: Ich bin nicht so.

00:28:21: Ich auch nicht.

00:28:23: Wir beide sind auch Ausländer.

00:28:27: Liegt das an unserem, dass wir uns, also Iraner meckern dann zu Hause.

00:28:34: Wir kochen dann schlecht für den Gast, wenn er das nächste Mal selber kommt, wenn das Essen bei ihm nicht geschmeckt hat.

00:28:38: Damit das dann unsere Rache an den Leuten.

00:28:41: Ich schluck alles runter.

00:28:43: Bist du dankbar einfach für das, was du bekommst?

00:28:49: Nein.

00:28:49: Interessant.

00:28:51: Anscheinend

00:28:52: nicht.

00:28:52: So viel hast du so vorgesagt.

00:28:53: Ja.

00:28:54: Und was ist der Bibel zitiert?

00:28:55: Nein.

00:28:56: So

00:28:56: nachdenken, lass mich mal kurz nachdenken.

00:28:58: Doch, ich bin dankbar.

00:29:01: Für was bist du

00:29:02: denn nicht, zum Beispiel?

00:29:03: Ich kann auch meckern.

00:29:04: Na klar.

00:29:05: Ist gut.

00:29:06: Ich finde das ja ganz wichtig.

00:29:11: Wenn eine Sache wichtig ist, für die man viel tut, jetzt für so ein Franz-Brötchen-for-Free tut man natürlich nicht so viel.

00:29:16: Da wäre ich auch erstmal dankbar.

00:29:19: Aber dann will ich jetzt auch nicht einfach, keine Ahnung, in Dankbarkeit versinken dafür, dass ich jetzt zum Beispiel dieses Engagement oder jenes Engagement bekommen habe, sondern ich will ja dann, muss ja dann auch vielleicht kritisieren oder dran arbeiten oder sagen Moment, ja gut schön und gut, aber nicht um das diskutieren zu wollen, sondern weil man davon was will.

00:29:39: Wer guckt Großstadt Revier?

00:29:42: Ja, aha.

00:29:44: Also die Einstellquoten sagen was anderes, nämlich dass alle Menschen im Universum diese Serie korrekt, tatsächlich.

00:29:49: Also das liegt ja, das ist gar nicht vierstellig, würde ich schon sagen, in der Prozentzahl, muss man sagen.

00:29:55: Also das ist ja eine der absolut erfolgreichsten Dinge, die je produziert worden sind.

00:29:59: Absolut.

00:30:02: Ja, das ist ja auch mal Quote, das ist ja immer so eine, das kann man ja so und so.

00:30:05: Quote ist die Wahrheit, sagt sagen, sagt der Programmdirektor zumindest.

00:30:09: Wenn die Quote nicht stimmt, dann hat das nichts gebracht, was sie da gemacht haben.

00:30:15: Hast du damit gerechnet, dass wenn man eine so erfolgreiche Serie macht, dass sich das dem so verändert?

00:30:23: Also bist du so ein Mensch gewesen, der dachte, ich wollte immer in so einer Serie mitspielen, die so gesehen wird, die so viel Resonanz bekommt, wo es so viele Kommentare in den sozialen Netzwerken dazu gibt, wo auch so viel passiert mit einer mit einer politischen, polarisierenden Rolle.

00:30:43: Du hattest ja auch der, weiß ich nicht, den Schnauzer ab und die Haare irgendwie nach zurückgegelt und du wirst irgendwie, weiß ich nicht, Robert Meinigge gewesen.

00:30:50: Lederjacke.

00:30:51: Der Kurser oder der Ermittler oder der aus Lederjacke und Mundkark.

00:30:55: Ja, aus Kiel kommt er also.

00:30:57: Haben wir

00:30:58: schon irgendwelche Informationen?

00:31:00: Ja, sowas, so wie früher.

00:31:03: Kann ich.

00:31:05: Ja, aber nicht.

00:31:05: Ich wollte es aber

00:31:07: nicht.

00:31:07: Also, du bist glücklich mit einer Rolle.

00:31:09: Ich bin für eine andere Rolle gecastet worden.

00:31:10: Ich bin gecastet worden für ... Chris, hieß der.

00:31:14: Die Rolle.

00:31:15: Chris.

00:31:16: Und Chris

00:31:16: war genau das.

00:31:17: Ich stand so in der Rollenbeschreibung so ... Da stand auch, glaub ich, irgendwo männlich.

00:31:24: Genau.

00:31:24: Und dann bin ich da gecastet worden und hab Maria, Maria Ketikido, meine Kollegen, die das schon immer macht und jedes Mal neu macht.

00:31:32: Und ich hatten dieses Casting zusammen und die, wir konnten uns total gut riechen von Anfang an.

00:31:36: Und dann haben die mich da für mir das angeboten und gleichzeitig gesagt, wir würden die Rolle aber, also Enrique Fiss, wir würden es gerne Nils Sanchez machen und so ein bisschen mehr an dich ranholen.

00:31:48: Und ich habe gesagt, ja, können wir mal machen.

00:31:51: Hast du herausgefunden, warum man, also man hätte auch bei Enrique bleiben können.

00:31:55: Sehr schöner Vornamen übrigens.

00:31:57: Also warum man sich dachte immer, was andersrum.

00:32:00: Haben die das erklärt?

00:32:01: Nee, aber ich glaube wirklich, dass das so ein bisschen so... Wir haben uns auch richtig gutes überlegt.

00:32:07: Der hat uns Spanischen Vorderm, deutschen Nachnamen... Da

00:32:09: haben wir das der Zuschauer auch versteht.

00:32:13: Das ist der Herr Sanchez.

00:32:15: Enrique, der alles sein könnte.

00:32:17: Ja, Enrique ist beliebig.

00:32:19: Aber Nils Sanchez

00:32:20: ist... Das ist er.

00:32:21: Der

00:32:21: kannte.

00:32:22: Wie viel Spanier ist in dir?

00:32:24: Ein Viertel.

00:32:26: Und gefühlt?

00:32:29: Mehr.

00:32:29: mehr gefühlt auch je nach Situation manchmal über manchmal ja manchmal über fünfzig Prozent das dann aber auch ein bisschen.

00:32:38: da muss man dann auch passen weil dann geht es in so eine behauptung rein die gar nicht richtig.

00:32:43: also ich habe ja alle hier da ist zum beispiel mein onkel und meine tante die überraschenderweise hier sind

00:32:50: herzlich willkommen

00:32:53: und das ist quasi die deutsche seite und irgendwo ist mein papa den habe ich schon gesehen da.

00:32:58: das ist die andere seite.

00:33:00: Wo aus Spanien kommen die Wurzeln?

00:33:03: Meine Opa kommt aus Andalusien.

00:33:06: Echt aus Spanien?

00:33:07: Echt

00:33:07: aus Spanien, wo ich aber auch noch nie war.

00:33:11: Also

00:33:12: du warst noch nie in Andalusien?

00:33:13: Ich war noch nie in Andalusien.

00:33:14: Was?

00:33:14: Wie geht das denn?

00:33:16: Ja,

00:33:16: das ist absurd.

00:33:16: Wobei ich war noch nie in Italien.

00:33:18: Das ist aber auch, habe ich nicht verpasst.

00:33:20: Ja, was will ich da?

00:33:21: Ganz im Ernst.

00:33:22: Italien.

00:33:22: Bäh!

00:33:23: So.

00:33:23: Ich will nichts abgewinnen.

00:33:26: Außer

00:33:26: Giovanni

00:33:27: Lorenzo natürlich, Giovanni Walzo, zuhörst.

00:33:29: Ich liebe dich.

00:33:30: Aber der merkt halt genauso.

00:33:31: Ich glaube, da komme ich aus Italien.

00:33:33: So, und das hat er sich ausgedacht.

00:33:34: Du warst noch nie in einer der schönsten Orte der Welt?

00:33:38: Genau.

00:33:39: Ja, weil ich glaube, also, es bot sich nicht an.

00:33:43: Nee, die ganze Familie ist abgehauen früher.

00:33:47: sehr früh abgehauen, alle weg da, da gab es ja nix, das war ja nur schön, aber da gab es ja nix.

00:33:52: Und dann haben die sich, meine Opa hatte, Papa, acht Geschwister?

00:33:57: Acht Geschwister?

00:33:57: Hatte Opa?

00:33:59: Top.

00:33:59: Acht Geschwister hatte er?

00:34:01: Und die sind wild verteilt in der, in die ganze, in die ganze Welt.

00:34:05: So.

00:34:06: Meine Opa wollte eigentlich nach Kuppen hagen und hatte aber keine Kohle mehr und in Hamburg ist er dann hingeblieben.

00:34:11: So sind wir, dadurch gibt's uns, ne?

00:34:14: Also weil er so durch Zufall einfach... in Hamburg hin geblieben ist.

00:34:18: Und die genauern sind einige nach Belgien, dann sind andere nach Südamerika.

00:34:22: Andere sind in Alicante geblieben.

00:34:24: Und da war ich dann viel.

00:34:25: Nicht Alicante, aber meine Großeltern haben dann in der Nähe von Valencia gewohnt, in Bedinkasim.

00:34:29: Und da war ich

00:34:30: viel.

00:34:31: Krass, du kommst aus Andalusien, also nicht du, sondern vor der Oper.

00:34:34: kommt aus Andalusien und dann fährt er nach Richtung Kopenhagen.

00:34:39: Das ist ganz unwertend.

00:34:42: Ich war gerade in Kompagnen, eine wunderschöne Stadt, aber auch super eigenartige Menschen, wie das ... Also, ja, denen sind total schräg.

00:34:50: Die sind ganz groß und reden komisch und sind irgendwie ... Ich verwirre das in anderen Währungen.

00:34:56: Ich war allen ...

00:34:58: Ich hab zweihundertsiebzig

00:34:59: Euro für die Fähre gezahlt.

00:35:01: Ich hab was in Schock bekommen.

00:35:03: Ich dachte, ich fahre aus einer Fähre.

00:35:04: Das letzte Mal, als ich Fähre gefahren bin, war da in der Region von dir.

00:35:07: Das kostete wie gar nix.

00:35:10: Dann hab ich da meine Karte, dann hieß es, wie viele Leute fahren.

00:35:13: Ich hab gesagt, zweihundertsiebzehre für eine zwei-minütige Fährvater.

00:35:17: Weil unser Staat keine Brücke gebaut bekommt und keinen Tunnel.

00:35:21: Das ist alles schwierig.

00:35:23: Ja, ja.

00:35:25: Aber krass, und dann bist du ... Du bist aber hier groß geworden in Hamburg, du bist Hamburger.

00:35:32: Bambig und Saasel.

00:35:33: Auch da wieder.

00:35:36: Auch die zwei Welten.

00:35:37: Sehr verschieden.

00:35:38: Wo bist du zur Schule gegangen?

00:35:39: In Volkstorff.

00:35:43: Interessant.

00:35:44: Ja, Stadtteil Rastismus ist ganz groß.

00:35:49: Ja, wir

00:35:49: haben wieder langen Shows gemacht, wo ich nur gesagt

00:35:50: habe, langen Horn,

00:35:51: alles so, ja weiß ich, ich kann da eitelstehen, oh so, Blankenis, uuh so, jetzt ist es geil.

00:35:59: Das machen wir mal, wir machen mal eine Show zusammen im Talier und wir werden einfach nur zwei Stunden, nur ... Einen Stadtteil nennen, nach und anders.

00:36:08: Wir

00:36:09: sind jedes Show ein Stadtteil auseinander nehmen und in den

00:36:12: Himmel.

00:36:13: Nein, zwei Stunden ohne Pause.

00:36:15: Wir zählen einfach nur Stadtteile auf.

00:36:17: Und der Publikum, die alle werden tollen Abend haben.

00:36:20: Wir entscheiden.

00:36:21: Ja, Hausbruch.

00:36:24: Wirklich.

00:36:25: Alarmöhe.

00:36:27: Neuer Alarmöhe wäre ich dann bereit.

00:36:29: Was?

00:36:29: Gibt's auch.

00:36:30: Ja, das könnt ihr mal machen.

00:36:32: Hast du eine gute Kindheit gehabt?

00:36:33: Ich hatte eine wundervolle Kindheit, aber nicht in Volkstorff.

00:36:37: Nein, Volksaufwand.

00:36:38: Volksaufwand, da bin ich nie.

00:36:40: Da war ich dann auch schnell nicht mehr.

00:36:42: Also, ich bin jetzt zur Schule gegangen, ich hatte eine schöne Schule, ich bin da gut klargekommen.

00:36:45: Aber immer, wenn es geht, war ich dann in der Stadt.

00:36:48: Downtown?

00:36:49: Downtown.

00:36:51: Ja.

00:36:51: Wie alt?

00:36:53: Früh, mit drei Zinnen ging das los.

00:36:54: Übers Theater, übers Jugendtheater, meines Deutschtheater, hab ich mich mit drei Zinnen reingemogelt.

00:37:00: Das war erst ab sechzehn, durfte man damit machen.

00:37:02: Ich hab gesagt, ja, ich bin sechzehn.

00:37:06: Und dann kurz vor Premiere hab ich dem Regisseur gesagt, ey, ich bin grad vierzehn geworden.

00:37:10: Genau.

00:37:11: Und dann ab dem, da war ich dann mit den Großen, das fand ich toll.

00:37:14: Und das war auch toll.

00:37:15: Und so bin ich überhaupt erst ans Theater spielen und so rangekommen da.

00:37:21: Aber schalten Klaren dahinter gewesen zu sein.

00:37:23: Du wolltest das machen oder hast du Experimente auch in andere Richtungen gemacht?

00:37:25: Irgendwie mal.

00:37:27: Nee.

00:37:28: Aber auch kein Plan.

00:37:29: Ich hatte da einfach Bock drauf.

00:37:30: Ich war auch, ich hab dann auch angefangen Schauspiel zu studieren, ohne zu wissen, ob ich jetzt... mein Leben lang Schauspieler sein möchte, weiß ich auch immer noch nicht.

00:37:38: Aber... Und das fanden deine Eltern auch okay?

00:37:43: Ja.

00:37:44: Wollen sie sich mit meinem Vater mal treffen?

00:37:47: Und müssen sagen, dass das, was ich mache, völlig okay ist.

00:37:49: Also, wir haben immer noch Probleme bis heute ab und zu.

00:37:52: Also, das ist... Es wird auf sich beschwert, weil meine Sendung zu spät kommt.

00:37:55: Das konnte sie nicht sehen.

00:37:57: Ja, das ist gut.

00:37:58: Jedes Großarty sind ganz... Happy

00:38:00: mit

00:38:00: dir.

00:38:00: ...stolz und supportend gewesen, immer.

00:38:03: Erzähl mal anstatt von Großstadt.

00:38:06: Heißt das Crank oder ist es krank?

00:38:09: Krank.

00:38:09: Krank, ne?

00:38:10: Aber ich hab auch einige, die Crank gesagt haben.

00:38:12: Ja,

00:38:12: aber Crank klingt da so ein Actionfilm mit Leonisen oder so.

00:38:16: Ja.

00:38:17: Crank.

00:38:19: Du hast jetzt nicht super viel drin mitgespielt, aber du hast mitgespielt und es betrifft echt ein wichtiges Thema.

00:38:27: Das Thema, was in jeder Talkshow immer noch der größte Aufreger ist und was uns, glaube ich, wenn man von Betroffen ist und ich weiß nicht, wie sehr sie davon betroffen sind.

00:38:37: Aber ich habe gerade versucht für einen meiner Mitarbeiter, wir haben sehr gesehen, wir haben hier Mitarbeiter mit Migrationsgeschichte, die meisten davon sind ehemalige afghanische Flüchtlinge, die haben hier zu Hause gefunden und wir arbeiten zusammen und ich helfe denen halt da, wo ich kann.

00:38:51: Und ab und zu muss ich mal einen Termin für einen Arzt machen und ich musste für einen, musste ich einen Termin für einen CT machen.

00:38:59: Und die guckte mich an.

00:39:01: Und hat gesagt so, ja, kann ich ihn anbieten.

00:39:04: Frühestens nächstes Jahr im Juni.

00:39:08: Da hatte ich mir so Gott sei Dank, dass ich noch nie einen CT machen musste.

00:39:11: Ich wäre völlig ausgerastet.

00:39:13: Aber das war ja nur für ihn, dass er so, ja, Juni wunderbar

00:39:15: passt.

00:39:16: Ist ja vor der Sommerpause.

00:39:17: Ja, sorry, da war ich relativ emotionslos, weil sie nicht meinen CT, von was auch immer dann CT da gemacht worden werden musste.

00:39:22: Da war ich so, das ist halt nichts mehr im Juni.

00:39:24: Der meinte im Juni, so, immer nicht ja im Juni.

00:39:27: Und dann war es das aber auch so.

00:39:28: Für ihn war das dann okay.

00:39:29: Er bekommt einen CT-Termin.

00:39:30: In dieser Serie wird sehr viel thematisiert, was in diesem Land im Gesundheitswesen schiefläuft.

00:39:36: Und das ist dadurch auch sehr erfolgreich.

00:39:38: Kannst du was zu erzählen?

00:39:40: Ja, genau.

00:39:40: Es geht da um, glaube ich, in allerhin... Also, krank Berlin läuft im Moment auf bei Apple TV und ab nächstem Jahr bei ZDF Neo.

00:39:49: Und es geht, glaube ich, im... Hauptsätzlich um die absolute Überforderung in jeder Hinsicht und die Überforderung auch eines komplett runtergesparten Systems eines Krankenhausbetriebs in Berlin.

00:40:05: Genau, und die Dreharbeiten, also diese ganze Projekt war... Auch da schon die fällige Überforderung, weil das war originalmal eine Sky Produktion.

00:40:14: Sky Deutschland hat sich vor zwei Jahren auf einmal gesagt, so von jetzt auf gleich, wir machen nichts mehr.

00:40:18: und die Produktionsfirma, das war irgendwie zwei Wochen vor Probenbeginn, es war alles gebaut, die haben so ein Studio gebaut in so ein altes ehemaliges DDR Wellness Gebäude im Friedrichshain, stand vor dem nichts, weil die Verträge auf einmal aufgekündigt sind und die... Die Produktionsfirma wäre pleite gewesen.

00:40:36: Und alles auf Stopp, alles sofort abgebrochen.

00:40:40: Und dann hat zum Glück das ZDF eingestiegen, weil es gar ... Genau, da gab's ... Ja.

00:40:49: Das ist alles gut gegangen.

00:40:50: Genau, das ZDF Neo hat das Ding dann übernommen.

00:40:54: Und das war, glaube ich, in allerlei Hinsicht ein riesengroßes Geschenk, weil ... Das ZDF Neo da gleichzeitig gesagt hat, okay, ihr seid so weit, wir steigen jetzt erst ein.

00:41:04: Macht.

00:41:05: Go.

00:41:06: So, wir finden die Bücher toll, euer Projekt ist toll, es war ein sehr großes Projekt.

00:41:10: Macht, wir glauben dran und bitte.

00:41:13: Und haben sich redaktionell zurückgehalten.

00:41:15: Und das war, glaube ich, ein sehr großes Geschenk und die Arbeit war genial.

00:41:19: Das war, ich hab da, wie gesagt, gar nicht viel, ich steckte da gar nicht viel drin.

00:41:23: Ich hatte einen Probentag und drei Drehtage.

00:41:26: Aber einen Drehtag.

00:41:27: haben wir draußen gedreht und es war so, es war fett aufgebaut, viel Licht, so ein großes Set und trotzdem so, man sieht mich dann aus so einer Toilette stäubern, halb nackt und dann hinter dem Sunny herlaufen, weil ich habe da so ein bisschen den Karl gespielt, der denkt, dass er brennt.

00:41:44: und dann waren da aber so eine Gruppe aus sieben, acht Polizisten oder in dem Fall auch wirklich eher so Bullen, also die waren Die waren on fire und die sind mal ins Set gestürmt, weil die nur gesehen haben, dass irgendein verrückter hinter einem Sunny herläuft und haben mich mal eben an die Wand gedrückt.

00:42:02: So.

00:42:04: Ja, wir haben

00:42:04: auch...

00:42:05: Ist mal ernst.

00:42:06: Die haben völlig ignoriert, dass da überall Licht aufgebaut war, dass da eine Menge Leute standen.

00:42:12: Es war... Es war sofort zweieinhalb Jahren auf dem Freitag in Neukölln angespannte Stimmung.

00:42:20: Und die waren einfach rein da.

00:42:21: Ja.

00:42:22: Ist aber gut gegangen.

00:42:23: Und dann?

00:42:24: Na, ich hab die nur gesehen und war so, nein, nein, nein, wir drehen, wir drehen.

00:42:26: Ich war schon so, ich bin ja selber Polizist.

00:42:28: Ich weiß ja, was sie machen.

00:42:39: Wie wurde das dann aufgeklärt, alles?

00:42:42: Na ja, Fabian Merke, großartig Regisseur, war so, es wurde dann abgebrochen von außen und ich hab dann so, oh, man, wer hat dann abgebrochen?

00:42:53: Also, er wollte einfach last raufhalten, ist doch fett.

00:42:56: Ja.

00:42:57: Irgend- irgendein Idiot hat geschrieben, Cut,

00:42:59: Stop!

00:43:01: Und nicht so, Danke Bro, ja.

00:43:03: Auf dich kann man mich nicht verlassen.

00:43:05: Nee, aber, krank ist toll, weil kranken eine ganz neue Art der Krankenhausserie ist, die sich weniger, ähm, weniger... daran orientiert, wie es in der Schwarzwaldklinik war, sondern mehr daran orientiert, wie heute Gesundheitswesen teilweise aussehen kann.

00:43:24: So, und es bestimmt kein Dauerzustand in allen deutschen Krankenhäusern und Kliniken, aber es ist ganz bestimmt in jeder Szene ein Fünkchen Wahrheit drin, was in irgendeinem Krankenhaus mal passiert sein kann.

00:43:37: Ja, aber Schwarzwaldklinik, das war, so ist es.

00:43:40: Ja.

00:43:41: Früher.

00:43:42: Ja, das ist so, gehört sich das.

00:43:44: Das ist eine richtig echte, so waren die Krankenhäuser bei uns früher.

00:43:47: Richtig toll war das.

00:43:48: Wo sind die hin?

00:43:49: Seit die Migranten, seit Leute wie du hier sind, haben wir das nicht mehr.

00:43:53: Ja, Entschuldigung.

00:43:54: Ja.

00:43:55: Ich habe jetzt die Geschichte gehört, dass hier Dr.

00:43:56: Brinkmann, wie ist der Schauspieler?

00:43:58: Klaus hier irgendwo so.

00:43:59: Ja, der hat angefangen, irgendwann Rezepte zu unterschreiben.

00:44:05: Ja, der war integer.

00:44:07: Das war ein richtig integerer

00:44:08: Arzt.

00:44:09: Und der war noch richtig drin in der Rolle.

00:44:11: Ja,

00:44:11: der war noch drin.

00:44:12: Gibt's ja heute nicht mehr.

00:44:13: Nein, alles

00:44:13: ist immer ironisch.

00:44:14: Liebschaft und ja, das ist so.

00:44:16: Also, schade.

00:44:18: Eine meiner Kolleginnen guckt das gerade wieder.

00:44:20: Ich hab mich, ich hab das versucht, ich hab mal versucht, so alte Serien wiederzukucken.

00:44:23: Es ist unfassbar langsam alles.

00:44:26: Es dauert ewig bis irgendwas.

00:44:28: Man weiß exakt, so will ich nicht sagen, okay, ich weiß jetzt, okay, nächste Szene.

00:44:33: Was ist passiert?

00:44:35: Warum konnten wir das so gut uns angucken?

00:44:37: Warum konnte man so einen Western, wo... ...fünfundzwanzig Minuten jemand auf einer Bahn wartet?

00:44:46: Warum konnten wir das so ganz normal gucken?

00:44:49: Das Fenster zum Hof, hast du das noch mal geguckt in letzter Zeit?

00:44:52: Meine Güte ist das langweilig!

00:44:55: Du denkst dir, okay, Jimmy, ich hab verstanden, auf was du dahin guckst.

00:44:58: Okay, da wird wahrscheinlich irgendwas passieren.

00:45:01: Und dann, okay, next.

00:45:03: Aber eh, auch so Blick in die Ferne.

00:45:05: Es gibt ganz viel auch bei ... Ich hab auch viel Schwarzwaldklinik geguckt in letzter Zeit.

00:45:09: Also aus so Interesse.

00:45:10: Ich hab mich da ein bisschen ...

00:45:11: Also, Method-Acting, du wolltest immer die in Klaus irgendwo so eintauchen.

00:45:14: Ich würd bringt man

00:45:15: sein.

00:45:16: Nee, aber so dieser Blick in die Ferne ist toll.

00:45:18: Den gibt's nicht mehr

00:45:19: so.

00:45:19: Vermisst man das als Schauspieler, dass es diese Epoche nicht mehr gibt?

00:45:25: wo du einfach einen großen Hut hast und dann tropft irgendwo so Wasser... Du hast nix, du musst einfach nur... Oder du kaust Tabak oder... Ich hab, du wartest.

00:45:34: Du machst gar nichts.

00:45:36: Oder denkt man sich, nee.

00:45:37: Er hat sich ja verändert.

00:45:38: Die schauspielerische Leistung ist im Vergleich zu... ...Ninzehntfünfzig ist es eine andere jetzt.

00:45:43: Spauchlicher geworden.

00:45:44: Ja, ein bisschen.

00:45:45: Nee, also ich vermisse das ganz und gar nicht.

00:45:47: Ich will keinen Blick in die Ferne.

00:45:49: Ich will so krank.

00:45:50: Action-Attacke.

00:45:51: Ja.

00:45:52: Call My Agent ist die zweite, das ist wirklich eine sagenhafte Produktion, weil alle deutschen Größen mitspielen in dieser Serie.

00:46:03: Call My Agents können Sie sich vorstellen, das ist auch sehr witzig.

00:46:05: Der Agenturschef stirbt oder geht ja stirbt und dann sind alle aufgeschmissen und wissen wir, was sie machen sollen.

00:46:14: Es geht um

00:46:14: eine Schauspielagentur, so die fiktive größte Schauspielagentur im deutschen

00:46:21: Film.

00:46:21: Schauspiel-Business.

00:46:25: Es fühlt sich so an, als wäre das wirklich so.

00:46:27: Ich stelle dir mal vor, wenn bei den zwei, drei großen Agenturen in Deutschland die Schauspiel und andere Prominente machen.

00:46:36: Der Agenturschef, sagen wir mal, stirbt jetzt nicht.

00:46:37: Die Chefin ist jetzt einfach weg, zieht jetzt um, weil sie in Andalusien, weil sie dann doch gemerkt hat, das ist geiler dort.

00:46:42: Und das Gesundheitssystem ist besser, muss ich sagen.

00:46:45: Das ist da, funktioniert alles noch nicht so gut wie Portugal, aber es ist alles... Also die Republiken, auf die wir so lächeln geguckt haben, die machen das mittlerweile ziemlich geil.

00:46:53: Und Spanisch ist kein Republik, sondern die Monarchien, auf die wir geguckt haben.

00:46:56: So viel Zeit muss da nicht, als die Könige hier beleidigt werden.

00:46:58: Aber denen mag auch, glaube ich.

00:47:00: Gesundheitssystem, glaube ich, auch ganz gut.

00:47:01: Ja, aber in Dänemark

00:47:01: wohnen niemanden.

00:47:02: Okay, alles gut.

00:47:03: Egal, ich wollte gar nicht... Also,

00:47:05: Länder, die super viele Rohstoffe irgendwo aus der Nordsee rauszunehmen, wo niemand wohnt, zählen für mich nicht.

00:47:10: Das ist kein Land, wo ich sage, boah, die haben eine richtig erfolgreiche Politik gemacht, also mit drei Millionen Einwohnern, und jetzt in Dänemark mit acht oder so.

00:47:18: Und dann mit einem Milliarden an Erdöl, da kann ich nicht sagen, also Margarete, das ist richtig toll, regiert das Land, sondern ist einfach nur Glück.

00:47:26: So.

00:47:27: Das ist so, also das zählt nicht.

00:47:29: Ich möchte hier keinen Skainavien-Bashing machen, aber die

00:47:32: Navige machen das super

00:47:33: gut.

00:47:33: Ja, so, ne?

00:47:35: Fünfhunderttausend Kilometer mit Öl und niemand da.

00:47:39: Wenn man das nicht gut macht, weiß ich auch nicht.

00:47:41: Das könnte ich

00:47:42: auch.

00:47:43: Ich wollte was ganz anderes sagen.

00:47:45: Ich wollte sagen... Wenn jemand von denen jetzt hier in Deutschland nicht mehr da wäre, dann würde das wahrscheinlich so sein wie in der Serie.

00:47:54: Da würden sehr viele Moderatorinnen und Moderatoren, Schauspieler, Schauspieler, ein bisschen verwirrt in der Gegend rumlaufen, weil sie nicht wüssten, was sie machen sollen.

00:48:02: Wo gibt's ein Kaffee?

00:48:03: Ja, ist so.

00:48:04: Das ist so irre.

00:48:05: Das ist so ein Unterschied von Filmset zu Theater.

00:48:09: Probebühne oder Bühne, dass man wirklich das erste Mal, ich bin ja vorher nie gedreht und dann kommst du zu so einem Großstadtrevier und auf einmal sind so, Kaffee gibt's da, soll ich dir einen holen?

00:48:16: und ich so, naja, ich kann mir einen, der steht ja da.

00:48:20: Also ich krieg das ja hinter, das ist ja ein Kaffee, so.

00:48:22: Und man wird schon so, also es wird schon, ist schon die Annahme, ein Schauspieler, eine Schauspielerin kommt ans Set und ist erst mal nicht überlebensfähig.

00:48:29: Ja.

00:48:30: Und es ist aber auch wirklich so, ne?

00:48:31: Ja, die gibt's da.

00:48:33: Ja, es gibt ja.

00:48:34: Ja, ja.

00:48:34: Da sind sich hier Menschen, die dann so, hallo, ja, was machen sie denn hier?

00:48:37: Ja, passiert.

00:48:38: Ja.

00:48:39: Ich hatte mal einen sehr verwirrten Udo Lindenberg hier auf der Repa-Bahn, der irgendwie nur durch eine falsche Tür durchgegangen war.

00:48:46: Dann stand er da draußen.

00:48:47: Und dann mach ich Udo so, der meinte, Michelle, man, was machst du hier?

00:48:52: Ja, weiß ich nicht, wo ist denn die Bühne?

00:48:54: Da ist er hinter uns.

00:48:55: Ich bin jetzt hier draußen, mach ich ja, warum bist du draußen?

00:48:57: Was machst du hier draußen?

00:48:59: Dann waren die Fans schon da.

00:49:00: Und dann ist er mitten auf der Repa-Bahn.

00:49:02: Ich weiß nicht, wie kommen wir zurück, aber sie durch die gleiche Tür nicht, wie wir gegangen sind.

00:49:05: So.

00:49:06: Wirklich?

00:49:07: Du bist halt Udo Lindenberg so.

00:49:08: Das wird ja wohl der Mensch erkennen, dass du das bist.

00:49:11: Ja, sondern wird durch.

00:49:12: Ach, ja, das hängt mir wieder auf der Biene.

00:49:15: Das ist witzig.

00:49:16: Man wird irgendwann so, weil man so betüttelt wird den ganzen Tag, dass man irgendwann merkt, getränkt, Hände schließen, so ist halt.

00:49:23: Genau.

00:49:25: Und ich glaube ja auch, ohne jetzt irgendwie gegen die eigene Zunf zu schießen oder so, ich glaube ja, dass das dann auch schnell was dazu macht, so, aha.

00:49:35: Man bringt mir hier meinen Kaffee.

00:49:38: Mein Aufenthalt, in dem ich mich heute umziehe, der ist ja nur zwei Meter groß.

00:49:43: Ah, fünf werden aber geiler.

00:49:46: Ich glaube, ich sage da mal was.

00:49:47: Also es gibt wirklich die irrsten Geschichten von Kolleginnen und Kollegen und das ist so ein bisschen aufgefangen in dieser Serie.

00:49:53: So, jetzt der der ernste Dreh, den wir auch ansprechen müssen und das hat Mako Wirklingen, hat er das gestern oder vorgestern gepostet und gab einen tollen Artikel von Til Rainers im Tagesspiegel dazu.

00:50:09: Wir wollen jetzt auch natürlich die deutschen Comedians befragt werden, wie sie denn so stehen zu der ganzen Geschichte, die da in den USA passiert ist.

00:50:16: Ist das ABC?

00:50:19: der Kanal, wo Jimi Kimmel seine Late Night Show hatte, gehört Disney Plus.

00:50:24: Und Disney Plus ist etwas, wer Disney Plus abonniert hier im Publikum?

00:50:28: Niemand, heute natürlich niemand.

00:50:29: Alle gestern schon gekündigt aus Protest hier.

00:50:32: Das reicht übrigens nicht, also nur Kündigen reicht überhaupt nicht, das hat da Disney überhaupt nichts von.

00:50:36: Aber das gehört Disney Plus.

00:50:37: und jetzt ist die Frage, Magu war der nur reingeworfen, wir müssen uns damit auseinandersetzen.

00:50:41: Also ich muss mit dessen bewusst sein, dass es halt nicht irgendein Sender, irgendwo in irgendeinem anderen Land, irgendeine Sendung abgesetzt hat, sondern Disney, eine Sache, die ich selber liebe, bin mit Disney groß geworden und ich finde das alles fantastisch, den, den ich meine, drei Euro, neun und vierzig.

00:50:59: Überhaupt draußen sehen sie die Werbung, dass ich denen das gebe.

00:51:02: Die

00:51:03: sind nicht eingeknickt, sondern sie folgen einfach der Faschistoiden-Doktrin von Donald Trump.

00:51:11: Das machen sie einfach.

00:51:12: Ja, das ist, glaube ich, ein bisschen wie, habt ihr irgendjemand dieses Video gesehen, wo hier die ganzen Biggest CEO-Chefs hier guck und Zuckerberg und so um Trump herum sind?

00:51:23: und kennt jemand das Video?

00:51:25: Wenn nicht, einfach mal googeln, ist irre, weil die sitzen da und sind so, yeah, Mr.

00:51:29: President, great job, great, toll, toll, toll.

00:51:33: Was ist denn irre?

00:51:34: Also, dass da so, dass da die reichsten, mächtigsten Wirtschaftsmenschen einer der größten Volkswirtschaft dann irgendwie so... da so richtig, richtig, die gehen ja auf die Knie.

00:51:45: Und das ist, glaub ich, ein ganz ähnlicher Vorgang.

00:51:47: da jetzt auch, dass Disney sagt, okay, falscher Satz,

00:51:51: ciao.

00:51:52: Lieber, lieber, lieber Safe Play.

00:51:53: Und da muss man halt, finde ich, da geh ich mit Marco wirklich mit, da müssen wir halt irgendwie zeigen, nämlich weil wir sind ja nicht diese Top-Leute da oben, sondern sind ja nur einfach wahnsinnig viele zu sagen, nee, nee, das ist nicht Safe Play, das ist teuer für euch, wenn ihr so, also wenn man dem so, wenn man... dem so blind opportunistisch so folgt.

00:52:12: Dann sagt man einfach so, ja, aber dann kann ich dir ja nicht jeden Monat fünf, neun, neun, neunzig in den Rachen drücken.

00:52:17: Das geht ja nicht.

00:52:18: So, das finde ich einen ganz logischen Vorgang, der... Also der, zum Beispiel für mich, gleichzeitig so, das kann total nach hinten losgehen, weil wenn so eine neue Serie startet, Komma Agent Berlin, dann ist die Währung dafür, ob es eine zweite Staffel gibt, ob das weitergeht, ob dieser Redakteur, den ich da spiele, in der zweiten Staffel vielleicht irgendwann nochmal auftritt, die Währung da drin ist, wie viel Neuabos.

00:52:42: werden aufgrund dieser Serie bei dem Streamer geschlossen.

00:52:46: Also wie viele neue Abonnentinnen kommen dazu, um diese Serie zu sehen.

00:52:50: Und wenn natürlich jetzt gleichzeitig so eine Gegenbewegung stattfindet, dann kann man sich an einer Hand errechten, ja dann wird Disney die Zahlen dann gucken und sagen, ja dann machen wir das nicht.

00:52:59: Auch wenn das vielleicht faktisch gar nichts miteinander zu tun hat.

00:53:03: Immer die Frage, was kann ich machen, das sage ich jedes Mal.

00:53:06: Sie können diesen Menschen schreiben und es wirkt.

00:53:09: Wir arbeiten beide im Fernsehen und wir wissen, dass, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber mir wird das immer herangetragen, wenn sich jemand beschwert hat über irgendwas.

00:53:17: Das Positiv ist meistens komischerweise nicht, was ich mir wünschen würde.

00:53:20: Also was gut wäre, weil dann wüsste ich, ob das gut war oder nicht gut war.

00:53:23: Was nicht immer wichtig ist, aber dann doch machen möchte, was ich will.

00:53:27: Aber es ist hilfreich, weil man weiß, es wirkt.

00:53:30: Aber Sie können schreiben, also wenn Sie mit etwas Unzufrieden sind.

00:53:34: Das ist auch Teilhabe an der Demokratie.

00:53:36: Sie müssen nicht berühmter Schauspieler sein.

00:53:38: Sie müssen nicht auf dem Cover einer Zeitschrift sein.

00:53:41: Sie müssen auch nicht Politiker sein, sondern sie können einfach nur Bürger sein in diesem Land oder Bürgerin.

00:53:44: Und dann können sie einfach eine E-Mail schicken.

00:53:46: Das können sie von ihrem Handy aus machen.

00:53:48: Mittlerweile ist es sogar noch einfacher.

00:53:49: Sie lesen alles.

00:53:50: Sie müssen alles lesen.

00:53:51: Sie können über Instagram schreiben.

00:53:52: Sie können über jeden Kanal schreiben.

00:53:54: Und sie müssen sie nicht mehr Mühe geben damit.

00:53:56: Sie können einfach ohne zu gucken da reintippen.

00:53:59: Das hat mir gar nicht gut gefallen, was da passiert ist.

00:54:01: Und dann ist da erstmal Da ist was los.

00:54:04: Da hat sich eine Zuschauerin oder ein Zuschauer an uns gewandt.

00:54:07: Also das ist auch Dienst an der Gesellschaft.

00:54:08: Vergessen Sie das nicht.

00:54:09: Wenn Sie mit der Entscheidung von Disney nicht einverstanden sind, dann können Sie einfach Disney schreiben hier.

00:54:14: Ich habe euch abonniert und ich finde das richtig schlecht, was ihr da gemacht habt.

00:54:17: Wenn da genug zusammenkommen, müssen Sie sich damit beschäftigen.

00:54:20: Also tun Sie sich und uns und auch Jimmy Kimmel und allen anderen den Gefallen, weil hast du Sorge, dass wir irgendwann davon betroffen sind.

00:54:28: Ich habe nämlich darüber nachgedacht.

00:54:32: festgestellt, wie ich anfange, auf der Bühne nachzudenken, was ich so sage.

00:54:37: Das habe ich früher überhaupt nicht gemacht.

00:54:41: Ich habe versucht mich vernünftig zu artikulieren und habe Leute nicht beleidigt und habe irgendwie nicht gepöbelt.

00:54:45: Aber ich habe meine Meinung gesagt, ohne Angst zu haben, dass aufgrund meiner Meinung irgendwas passiert.

00:54:52: Repressalien, dass ich abgesetzt werde, dass ich irgendwie eine Anzeige bekomme.

00:54:58: Ich fange schon an darüber nachzudenken, was ich in der Öffentlichkeit mache.

00:55:01: Das ist ein ganz eigenartiges Gefühl, ganz eigenartiges Gefühl.

00:55:05: Also ich finde es ja erstmal nicht schlecht, sich darüber Gedanken zu machen, was man gerade sagt.

00:55:09: Das ist ja, das ist ja, auch wenn es schwierig ist, weil man es beim Reden hier tun muss an so einen live Moment, naja, aber es ist ja nicht schlecht.

00:55:16: Aber ja, ich zu der Frage, ja, ich habe ganz klar Angst, dass das Konsequenzen hat.

00:55:21: und ich meine auch zu behaupten, dass es dass es Konsequenzen jetzt auch schon zu spüren sind, weil ähnlich wie du sagst, es ist ein Dienst an der Gesellschaft und tun wir es doch alle, schreiben wir Abgeordneten, was uns stört, woran wir sind, schreiben wir Unternehmen, sagen, ich kündige mein Abo auf Grund dessen, hört auf einzuknicken, gibt es natürlich auch viele andere Menschen gerade.

00:55:47: Ja, Rechtsradikale und Neonazis, die genau dieses Instrument nutzen und egal, ob das Politikerinnen sind oder auch Unternehmen oder auch in öffentlich-rechtlichen Sender mit Nachrichten zu überhäufen.

00:56:00: Und ich jetzt auch schon in verschiedenen, also es geht gar nicht nur um den öffentlich-rechtlichen, sondern auch in anderen Situationen, merke, dass es schon eine Vorsicht gibt.

00:56:11: oder also man will so vorbereitet sein darauf und geht eigentlich jetzt schon teilweise.

00:56:18: Man ist jetzt schon vorsichtig davon, wenn wir das machen, dann gibt es wahrscheinlich ein Shitstorm von rechts.

00:56:26: finde ich einen ungeheuren Vorgang, wo man sagt so, ah, lass das lieber, lass das sein, weil sonst regen die sich auf und die nehmen dann irgendwie, und dann gibt's wieder was gegen den öffentlich-rettigen.

00:56:36: Lass uns doch mal lieber wieder hier ganz und schön.

00:56:40: Und das ist gefährlich.

00:56:42: Und es passiert, es passiert.

00:56:43: Ich führe solcher Art Gesprächen mit unterschiedlichen Menschen.

00:56:50: Kann man sich gar nicht so richtig vorstellen.

00:56:51: Also, und es ist so.

00:56:53: Es gab auch dazu, gab es auch ein Artikel im Tagesspiel, wo genau das thematisiert worden ist, was für eine Sorge, um das vorsichtig zu formulieren, in den Redaktionen herrscht, weil es so leicht ist mit den Shitstorms und so leicht ist, dass Kritik irgendwo kommt.

00:57:11: Und dann müssen wir nicht rechten, uns überlegen, warum machen wir das nicht auch so?

00:57:19: Also warum sind wir nicht in der Lage, Nicht durch den Shitstorm, sondern durch was Positives, weil das wirkt genauso, was ich schon sagte, es wird alles gelesen.

00:57:28: bringen wir nicht mal Zuspruch und sagen, der und der Gast in der und der Sendung hat mir total toll gefallen.

00:57:32: Finde ich wichtig, dass der mehr gehört findet.

00:57:34: Ich garantiere ihn, dann werden sie diesen Gast häufiger im Fernsehen sehen.

00:57:37: Ganz einfach.

00:57:38: Das machen wir aber nicht.

00:57:39: Genau, also das, was ja Trump und die Magerbewegung in Amerika im großen Stil tut, im Namen der Meinungsfreiheit und der Meinungspluralität irgendwie Dinge abzusetzen jetzt gerade.

00:57:50: Wir wollen ja eine ganz große Meinungsfreiheit, deshalb geht das weg, das tun ja die Rechten hier genauso und es wirkt.

00:57:56: Und das ist doll.

00:57:57: Und dagegen muss ich also intern in meiner Bubble aufstehen und sagen, stopp.

00:58:05: Und diese Diskussion müssen wir führen.

00:58:07: Also ich muss die mit einem Menschen, mit einem Menschen, der beim NDR arbeitet oder Menschen, der in der Produktionsfirma arbeitet, führen.

00:58:13: Und die sind dann aber wiederum anderen Leuten untergeordnet.

00:58:16: Also jetzt sind ja alles immer hierarchische Prinzipien, wo man sich versucht nach oben hin abzusichern.

00:58:22: Und ich bin da irgendwie ein großer Freund von... das zu sagen, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, naja, finde und meine und ja.

00:58:57: Ja, also wenn Theater sei es auch so ein Thema, wo ich in Hamburg noch nicht, muss man sagen, wir haben hier in unserer Regierung noch nicht so viel AfD, müssen wir ganz deutlich benennen, es ist die AfD, es ist nicht die Linke, es ist nicht die SPD, es ist nicht die Grünen, es ist die CDU, das ist die AfD.

00:59:14: die mit ganz vielen ein Problem hat, sonst hätten wir das ja vorher alles schon gespürt.

00:59:19: Aber wenn Sie auf die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen gucken, so vergessen Sie Landtagswahlen und Bundestagswahlen und Europawahlen auch wichtig, aber für das, was wir hier so machen, spielt das so ein bisschen eine Rolle.

00:59:29: Aber Kommunalwahl bedeutet NRW, dass dort wir haben nur diese sechzehn-anhalb Prozent, die Sie... Gesamt geholt haben gesehen, es gibt dort, ich saß ja mit Henrik Wüst vorgestern bei drei nach neun und wir haben uns darüber nachdenken, er ist der Ministerpräsident dieses Bundeslandes.

00:59:43: Und wenn die dann erzählen, dass es aber Landkreise gibt, wo die AfD vierzig, fünfzig Prozent geholt hat, also irgendwie sind die sechszehn Prozent hier entstanden.

00:59:52: Und in diesen Landkreisen gibt es auch Theater, da gibt es auch Kindergärten, da gibt es auch öffentliche Einrichtungen.

00:59:57: Und die brauchen Gelder, also Theaterleben für den öffentlichen Geldern.

01:00:00: Nicht alle Theater funktionieren irgendwie alleine, so auch wir bekommen Fördergelder.

01:00:05: Sonst müsste ich die Karten würden, ich weiß nicht, was haben wir gezahlt, oder?

01:00:08: Was kostet das?

01:00:08: Die müssten also mindestens thirty bis vierzig Euro kosten.

01:00:11: Wir können auf gar keinen Fall diesen Laden zusammenhalten, wenn wir mit sechzehn Euro Tickets hier weitermachen.

01:00:14: Also muss ich wirklich morgen, müsste ich schließen.

01:00:16: Unmöglich.

01:00:18: Also wir bekommen alle Fördergelder und wenn in der Kommune dann jemand dort sitzt und sagt, ja, aber... Dieses Zentrarkomitee da am Steinnamen, also die machen da immer so eine Anti-AFD.

01:00:28: Jimmy Kimmel hat auch nicht viel mehr gesagt.

01:00:29: Steven Colbert, also niemand hat von ihm mehr gesagt.

01:00:32: Da hat niemand gesagt, löne ich den, bringt sie um irgendwie.

01:00:36: Wissen nicht.

01:00:36: Das sind so Mini-Sätze.

01:00:37: Dann sitzt da einer von denen drin und dann zack, ist das Geld weg.

01:00:42: Und dann ist Tschüss hier mit Zentrarkomitee.

01:00:45: Sie können sich das nicht vorstellen.

01:00:48: Aber wenn sie durch Los Angeles laufen und dieses riesige Studio von Jimmy Kimmel dort sehen, dieses riesige Ding, was dort steht, dass das einfach jetzt zu ist, dass dort einfach niemand mehr drin ist, als würden wir dieses Theater einfach jetzt zu machen und das wär's dann damit.

01:01:03: So, fertig.

01:01:09: Ich habe gute rhetorische Tricks, weil ich vor vielen Menschen immer spiele.

01:01:13: Aber tatsächlich gelingt es mir nicht ein Alarm über dreißig Sekunden mit einem... Noch mehr Bemühende Adjektive in die Länge zu ziehen, den Satz hinzubekommen tatsächlich.

01:01:22: Aber es ist gut, das ist irgendwie, der Fleck ist es, der Wegruf, der uns jetzt sagt, es passiert was.

01:01:29: Vor zehn Jahren noch Witze darüber gemacht und so weiter irgendwie, aber das ist jetzt vorbei.

01:01:33: Also, lassen Sie es ruhig weiter klingen.

01:01:34: Das hat irgendwas, beruhigen das im Hintergrund, wenn man sich darauf einlässt.

01:01:38: So wie White Noise für Kindervorspielen ist das, sagen Sie, Einschlafen.

01:01:43: Aber darf ich dazu noch?

01:01:45: Genau, weil wir ja über Theater gesprochen haben und das unterstreicht quasi diese Angst vor AfD-Shitstorm, also Osnabrück.

01:01:56: Welchen Bundesland gehört Osternbrück?

01:01:57: Ist das NRW?

01:01:58: Niedersachsen.

01:01:59: Nee,

01:01:59: Niedersachsen ist das, ne?

01:02:00: In Osternbrück stammt CDU.

01:02:03: statt schon, hat ein befreundeter Regisseur von mir Lorenz Neulting, den ich schon ganz lange kennen, ein Stück gemacht, das ist ein ganz talentierter, frischer, sprudeliger Typ, ein Stück geplant, schon lange geplant, muss man sagen, weil so Vorlauf im Theater dauert immer sehr lange.

01:02:18: Und die haben die Spielzeiteröffnung für dieses Jahr geplant, zusammen mit seiner Kollegin Sophie Beuthen, die ist Dramaturgin, ein Stück über den kirchlichen Missbrauchskandal in Osnabrück.

01:02:29: Das war Teil der Stückentwicklung.

01:02:31: Das war der Opener, wo man sagt, über dieses Stück denken wir nach, ganz zu Anfang.

01:02:36: Dann ist dieses Stück geschrieben worden, die haben das Stück geschrieben, die haben zusammen mit einem... Menschen gearbeitet, der in Osnabrück Opfer von sexueller Gewalt aus Kirchenträgerschaft geworden ist.

01:02:48: Soweit war die Arbeit, die haben angefangen zu proben.

01:02:51: Das war die Spielzeiteröffnung vom Theater in der großen Stadt.

01:02:55: Das bedeutet in so einem großen Stadt- oder Staatstheater wirklich eine Nummer.

01:02:58: Das ist eine Auszeichnung für ein Regisseur, so was zu inszenieren.

01:03:02: Gerade in junger Position.

01:03:03: Es ist eine große Nummer, gerade auch mit so einem Stück, wo man weiß, okay, Das wird natürlich irgendwie für Furore sorgen, aber gleichzeitig ist das ganz doll angebunden an die Stadtgesellschaft.

01:03:13: Es geht ganz lokal darum, was passiert in Osnabrück.

01:03:17: Die waren am Proben, alles schön und gut.

01:03:19: Und irgendwann fing der Intendant an, da mal so mal so reinzuhören, wie jetzt.

01:03:24: Kann ich mal das Stück lesen jetzt mal.

01:03:27: Was witzig ist, weil wir sprechen darüber, dieser Stück hat bestimmt, weiß ich nicht genau, aber wie ich es mir vorstelle, bestimmt eineinhalb Jahre Vorlauf gehabt.

01:03:35: von der Planung bis zum Probenbeginn.

01:03:37: Es dauert einfach sehr lange, es muss eine Bühne geplant werden, die muss gebaut werden, wie auch immer.

01:03:41: Das heißt, das ist so, und in dem Probenbeginn lassen wir mal das Stück lesen und dann, wie ihr wollt, ein Gottesdienst auf der Bühne machen.

01:03:48: Und die so, ja, ein Teil dieses Stücks ist, wir stellen ein Gottesdienst da, in der und der Form.

01:03:53: Weiß ich gar nicht genau, aber der ging es nicht, aber jetzt ist kein Gottesdienst geworden, wo jetzt, keine Ahnung, was auch andere Theaterstücke sind, irgendwie der... Passt du an Nackt auftritt oder was weiß ich?

01:04:03: Also die haben einfach eine Stelle genommen, wo sie in diesem Stück ein ganz normalen Gottesdienst und dann gesagt, nee, also nee, nee, nee, kein Gottesdienst.

01:04:11: Und das ist ein Vorgang, also wenn Intendant zu dir kommt und inhaltlich so da reingeht und sagt so kein Gottesdienst.

01:04:17: und die waren so wie kein Gottesdienst.

01:04:19: Na ja, wir würden es halt, also stand im Stück, das stand noch nicht mal auf dem Probenplan.

01:04:23: Die haben es noch nicht einmal geprobt.

01:04:24: Und die waren so ja, also doch würden wir schon gerne einfach mal proben.

01:04:28: Nee, kein Gottesdienst.

01:04:29: und außerdem muss ich ja sagen, das Stück so wie es ist, das geht so nicht, weil da habe ich eine Verantwortung beim Publikum gegenüber.

01:04:38: Und dann war so und dann wurde die Stimmung gereizt.

01:04:40: Dann haben die gesagt, naja, also wir sind eingeladen vom Theater zu machen.

01:04:45: Turns out, lange Rede und so weiter.

01:04:49: Lorenz Nolding und Sophie Beuthen, das Stück ist abgesetzt.

01:04:51: Die haben Hausverbot im Theater aus einer Brücke.

01:04:54: Einfach und allein daraus, weil sie gesagt haben, wir wollen dieses Stück machen, wie wir es machen wollen.

01:05:01: Bürgermeister von Osnabrück zusammen mit dem Intendanten haben sich dafür eingesetzt, dass dieses Stück so nicht zur Aufführung kommt, weil, und das ist immer, das ist ja das, was er meint mit, ich habe eine Verantwortung meinem Publikum gegenüber, einfach weil, was ist, wenn sich einzelne Kirchenvertreterinnen, einzelne Politikerinnen oder der rechte Mob einfach zu aufgeheizt fühlt, wir machen das Ding nicht.

01:05:28: Und es findet einfach nicht statt.

01:05:29: Ich glaube, die machen jetzt Sommernachtstraum.

01:05:31: Shakespeare?

01:05:32: Verwechslung?

01:05:33: Schön.

01:05:34: Kann man machen, natürlich.

01:05:35: Aber ist halt was ganz anderes.

01:05:38: Das wollen wir nicht.

01:05:40: Das wollen wir nicht.

01:05:41: Und wir setzen uns dafür ein, dass das nicht passiert.

01:05:44: Wir setzen uns hier im Theater sowieso dafür ein.

01:05:45: In Hamburg ist das noch nicht so.

01:05:47: Aber ich sage Ihnen immer, das ist halt noch nicht so.

01:05:49: Wir wissen nicht, wann das passiert.

01:05:51: Ich hätte nicht gedacht, dass... Also ich habe das für... Nachdem Steven Colbert abgesetzt worden ist, den Mozart schon wirklich gar nicht.

01:05:58: Auch... bezahlt, dass man das sagt, dass ein demokratisch gewillter Präsident ist, demokratisch und dass er ihn immer nicht mag und dann ist er nicht mehr im Fernsehen.

01:06:05: Hätte ich auch nicht gesagt, so sage, aber... Der andere, Kimmelt, hätte ich nicht für möglich geilen, dass man in der Lage ist, das abzusetzen.

01:06:12: Und jetzt sind die anderen drei dran.

01:06:14: Also die jagt da jetzt schon und guckt, was dann passiert.

01:06:17: Und heute hat das Justizministerium auch verkündet, dass man unliebsame politische Gegner aufwünscht, dass Präsidenten sich ein bisschen genauer anguckt.

01:06:24: Also ist alles gar nicht mehr so weit weg von den Republiken, über die wir uns immer witzig gemacht haben und gesagt haben, ihr seid so dumm.

01:06:30: Guck mal, ihr müsst so werden wie der Westen.

01:06:32: Jetzt wird der Westen so wie die auch schön.

01:06:34: Also, Sie wissen, was Ihre Aufgabe ist, sich einsetzen, Ihren Nachbarn, Nachbarin, irgendjemanden, den Sie heute hier sehen.

01:06:36: Hallo, ich bin Mariam, hallo, ich bin Stefan, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht, nicht.

01:06:49: Reagieren wir, ansonsten wäre ich hier ganz toll, hier ist noch eine Nummer, vielleicht wohnt es auch außerhalb der Bahn nochmal.

01:06:53: Das geht auch, glauben Sie nicht, Sie müssen hier nur politische Arbeit machen.

01:06:56: Sie können auch daten und irgendwie, also alle anderen Sachen, was man so in Matineso macht.

01:07:01: Matineso ist auch dafür da, dass man sich ein bisschen kennenlernt, so auf ganz verschiedene Art und Weise, Kaffee trinken und so weiter.

01:07:10: Werbeblock ist dank ein Aheuradio sowieso.

01:07:13: Podcast ist bei Aheuradio, also die uns jetzt gerade hören.

01:07:16: Schön, dass ihr zuhört und hört mehr Aheuradio.

01:07:19: Sehr wichtig für unsere Hamburger Radiolandschaft, dass wir nicht immer Schrott hören müssen, sondern dass wir auch mal Sachen haben, die toll sind.

01:07:27: Danke Lars dafür.

01:07:28: Lars bekommt Applaus.

01:07:37: Die nächste Matiné ist im Oktober.

01:07:39: Sie wissen, wir kündigen die Gäste nicht an, weil ich nicht möchte, dass sie das Gast deswegen oder meinetwegen kommen, sondern dass sie einfach kommen, weil sie sagen, um zwölfe möchte ich gerne was machen.

01:07:45: Heute, das gönn ich mir.

01:07:46: Wir müssen Kultur, geh ich raus, nehm jemand mit.

01:07:48: Das ist irgendwie nett.

01:07:49: Es gilt immer die Regel hier, falls Leute da sind, die sich den Eintritt nicht leisten können, können immer umsonst in dieses Theater reinkommen.

01:07:56: Das hat mir bisher, hat ganz wunderbar geklappt, weil es ist... oft noch in Platz frei und das wird gar nicht so selten in Anspruch genommen und es ist echt ganz rühresierlich.

01:08:10: Also wir haben so einige Leute, die kommen und dann sind immer so, müssen doch niemand beschrieben sein, können sich auch Leuten sagen, Kultur soll für alle Leute da sein, die dann kommen und sagen, oh, ich irgendwie wollte das so gerne angucken, aber ich habe irgendwie nichts und dann geht es rein, hat wunderbar funktioniert.

01:08:25: Unsere Getränke sind auch spendenbasis nach wie vor, klappt auch wunderbar.

01:08:28: Ja, ansonsten, ja, habe ich sonst nichts mehr.

01:08:32: Hast du willst du für was Werbung machen?

01:08:35: Ja.

01:08:35: Ja,

01:08:36: bitte.

01:08:39: Wir machen was Verrücktes.

01:08:40: Wir machen Großstadt Revier.

01:08:41: Die Serie, die ist jetzt die längste und offene Serie im deutschen Fernsehen, die bringen wir auf die Bühne.

01:08:45: Wo?

01:08:46: Ja.

01:08:47: Nee, wir, das ist in der Kneipe entstanden zwischen uns Schauspielerinnen.

01:08:50: Dann hat sich Saskia Fischer, die die Chefin Frau Küppers bei uns spielt, hingesetzt und hat innerhalb von einem Monaten großartiges Theaterstück hingeschrieben, was wirklich alle Erwartungen, die man dann daran hat, wenn Großstadt Revier auf die Bühne geht, nicht erfüllt.

01:09:03: Es ist das Gegenteil von dem, was man sich vorstellt.

01:09:06: Nice,

01:09:07: ich freue mich jetzt schon drauf.

01:09:08: Es

01:09:08: spielen wir, dass dieses Film-Fernseh- Ensemble.

01:09:12: wir stehen auf der Bühne.

01:09:13: Wir sind gerade mitten in Proben.

01:09:15: Ich fahre jetzt auf den Sonntag noch auf Probe, weil wir uns komplett neu finden müssten.

01:09:19: Das hat erst mal die ganzen Gefüge einmal völlig durcheinandergebracht.

01:09:22: Da müssen wir uns erst mal neu kennenlernen.

01:09:23: Und ab neunten Oktober ist Premiere.

01:09:27: Und ab dann spielen wir en suite, thirty-fünf Vorstellungen im St.

01:09:31: Pauli Theater.

01:09:31: Nice!

01:09:33: Neunthalb Oktober.

01:09:35: Neunthalb Oktober.

01:09:36: Im St.

01:09:37: Pauli Theater.

01:09:38: Jeden Tag außer Montags.

01:09:40: Nice.

01:09:40: Also Sie wissen, was Sie zu tun haben.

01:09:42: Ab ins St.

01:09:43: Pauli Theater.

01:09:43: Das wird spannend.

01:09:44: Das ist gut.

01:09:45: Da komme ich mit dem Wundenbind nebenan.

01:09:46: Dann können wir vorbei.

01:09:46: Das würde ich mal sehen, wie das gemacht wird.

01:09:47: Das wird witzig werden.

01:09:49: Das ist nicht gar nicht so einfach.

01:09:52: Fernsehen auf die Bühne.

01:09:54: Kurze Fragen, kurze Antworten zum Schluss.

01:09:57: Du kannst auch eine Frage skipen.

01:09:58: Hamburg oder Berlin?

01:09:59: Hamburg.

01:10:00: Frühaufsteht oder Nachtäule?

01:10:02: Nachteule.

01:10:02: Kaffee oder Tee?

01:10:03: Kaffee.

01:10:05: Was ist dein Comfort-Food?

01:10:07: Mein was?

01:10:07: Comfort-Food, das heißt, ich dachte, du bist jetzt so hip und jenseit.

01:10:11: Also was frisst man am liebsten?

01:10:13: Ja,

01:10:13: ja.

01:10:15: So, als früher gesagt.

01:10:16: Eine gute Leidenzahl in den Fünfzigern, wo ich noch rauchen konnte auf der Bühne.

01:10:20: Mann, vermissen wir das.

01:10:21: Was frisst ich am meisten?

01:10:23: Dieses, dieses, was in Sushi drin ist, dieses rot-weiße... Fischmuskel-Eiweiß gepresst.

01:10:30: Das ist mein guilty pleasure.

01:10:31: Wenn ich das im Haus hab, ich ess die so weg.

01:10:33: Ich pack die aus dem Plastik aus und schieb mir einen nach dem anderen rein.

01:10:36: Ist ehrlich.

01:10:37: Ist weird.

01:10:38: Ist weird.

01:10:39: Ist weird.

01:10:39: Guck nicht so, ist komisch.

01:10:42: Nächste Frage.

01:10:43: Aber ist geil.

01:10:44: Keine Nachfrage.

01:10:45: Okay, die nächste Frage.

01:10:46: Wer hat dich zuletzt zum Lachen gebracht?

01:10:48: Das muss ich sagen, du hast mich zum Lachen gebracht.

01:10:51: Lieber Bühne oder Kamera?

01:10:52: Bühne.

01:10:53: Dein schönster Moment als Vater?

01:11:01: Nein, das sind kurze Fragen, kurze Antworten.

01:11:03: Nicht einfach loslabern.

01:11:04: Davon haben wir genug in der Republik.

01:11:10: Ja.

01:11:12: Bedeutend das einfach, ja?

01:11:14: Bedeutend das.

01:11:15: Ein bisschen Glaskuh, muss auch da sein.

01:11:17: Was war dein erster Job?

01:11:19: Currywurst verkaufen.

01:11:22: Nachfrage?

01:11:24: Welches Buch liegt gerade auf deinem Nachtisch?

01:11:28: Der zweite Teil, wie heißt der von... Dominic Bloot unter Palmen aus Stahl, der hat ein zweites Buch geschrieben.

01:11:33: Wow, meine Güte, Straße im Kopf.

01:11:35: Straße im Kopf.

01:11:36: Das liegt da gerade.

01:11:37: Sorry.

01:11:39: Was?

01:11:39: Ja, ich hol's mir.

01:11:41: Ja, das ist super.

01:11:42: Richtig gut.

01:11:43: Was hörst du, wenn du entspannen willst?

01:11:45: Entspannen?

01:11:46: Ja, was hörst du?

01:11:49: Rap, Deutschrap.

01:11:51: Das ist meine Mucke.

01:11:52: Schon immer.

01:11:53: Ja.

01:11:54: Stimmt, ich kann dich auch gut entspannen.

01:11:55: Das kommt davon, weil man geprägt worden ist.

01:11:57: Welche Rolle hat dich am meisten geprägt?

01:12:01: Nils Sanchez.

01:12:03: Wie viel Hamburg steckt in Nils Sanchez wirklich?

01:12:07: In Nils Sanchez?

01:12:08: Ähm, drei Viertel.

01:12:13: Ist das so kurz oder soll ich es ein bisschen ausführen?

01:12:15: Nein, drei Viertel.

01:12:17: Gibt es eine Rolle, die du nie spielen würdest?

01:12:20: Nein.

01:12:23: Kategorisch kann ich es nicht sagen.

01:12:24: Es gibt kleine Rolle, die ich erst mal so nicht spielen würde.

01:12:27: Es gibt aber durchaus Punkte, wo ich eine Rolle absagen würde, klar.

01:12:32: Was war die größte Panne auf der Bühne?

01:12:36: Die größte Panne auf der Bühne ist Szenische Lesung.

01:12:42: Wir gehen da hin zu zweit.

01:12:44: Wir denken, die sind geile Typen.

01:12:46: Wir kennen uns gut.

01:12:47: Wir können zusammen improvisieren und können es dann nicht.

01:12:49: Das ist gut.

01:12:51: Und es ist so...

01:12:52: Können Sie dann ab dem zehnten Oktober im St.

01:12:53: Pauli Theatres sich... Nein!

01:12:59: Komm, als Spanier freie Pizza oder Pasta?

01:13:03: Hauptsache Madrid.

01:13:04: Sehr

01:13:05: gut.

01:13:06: Ein Talent, das niemand kennt.

01:13:11: Äh, äh, äh.

01:13:14: Oh, das war gut.

01:13:16: Das hat mir gut gefallen.

01:13:17: Ja,

01:13:18: als Kennen schon, Leute.

01:13:19: Aber jetzt aber ihr noch nicht.

01:13:20: Nee, das war gut.

01:13:21: Ähm, dein guilty pleasure Song.

01:13:27: Äh, Leukana.

01:13:29: Hör ich grad viel.

01:13:30: Song, äh, Ottolenghi.

01:13:33: Leukana, Brit-Rapper.

01:13:36: Das sind ein bisschen Musik-Tipps.

01:13:38: Strandulab oder Städtetrip?

01:13:41: Städtetrip.

01:13:42: Ja?

01:13:43: Ja, und

01:13:43: wohin?

01:13:43: am Strand?

01:13:44: Strand schaffe ich nicht so gut.

01:13:45: Strand?

01:13:45: Bin ich so, oh, schöner Strand.

01:13:47: Lass mal hinlegen.

01:13:47: So, was machen wir jetzt?

01:13:49: Wirklich?

01:13:50: Dann sind wir am Strand und so, oh, herrlich.

01:13:52: Ja, ich gehe mir mal die Umgebung angucken.

01:13:54: Wirklich, das schaffe ich nicht.

01:13:57: Hast du einen Spitznamen?

01:13:58: Annie.

01:13:59: Was war dein schlimmstes Kostüm?

01:14:04: Schlimm, weil ich es schlimm fand?

01:14:05: Oder weil es schlimm aussieht?

01:14:06: Nee,

01:14:06: weil du es schlimm fandst.

01:14:07: Weil

01:14:07: ich es schlimm fand?

01:14:09: Ähm...

01:14:11: Dass du aber nicht tragen wolltest.

01:14:21: Was war dein

01:14:35: Traumberuf als Kind?

01:14:36: Äh, Papa?

01:14:40: Nee, Schauspieler dann irgendwann.

01:14:42: Aber spät.

01:14:44: Schon immer.

01:14:45: Ist ja gut.

01:14:47: Sehr gut.

01:14:47: Klassischer Künstler, der wusste nie, was er werden will und dann ist er Künstler.

01:14:50: Wenn du morgen frei hättest, was würdest du tun?

01:14:57: Du musst gar nichts machen, du bist ganz alleine für dich.

01:14:59: Es gibt niemanden, du kannst machen, was du möchtest.

01:15:01: Ich

01:15:01: bin ganz alleine für mich.

01:15:02: Ja, du bist ganz alleine.

01:15:03: Was würdest du tun?

01:15:04: Du hast alles Geld, der Welt, du hast alle Zeit.

01:15:07: Was würdest du machen?

01:15:07: Genau,

01:15:08: ich würde mich von morgens bis abends mit Leuten treffen.

01:15:12: Genau, ich würde verschiedene Leute wiedersehen, die ich jetzt noch nicht bin, seit zwei Wochen wieder in Hamburg.

01:15:16: die ich noch nicht wiedergesehen habe, die würde ich wieder treffen, Leute von früher.

01:15:19: Wir würden den Tag zusammen verbringen, da würde ich abends ins Kino oder Theater gehen.

01:15:23: Mal gucken, die Theater fange jetzt wieder an.

01:15:26: Es gibt ja jetzt die Sommerpause vorbei.

01:15:29: Und dann würden wir einen drauf machen abends.

01:15:34: Und die

01:15:34: Doppelschicht.

01:15:35: Mit dir hat man... Oder in die Locke.

01:15:37: Ich glaube, man hat mit dir richtig Spaß.

01:15:39: Es ist, du strahlst die gesamte Sympathie unserer Stadt von oben bis unten hier.

01:15:43: Ich liebe dich und ich bin froh, dass du warst.

01:15:46: Enrique Fiss, meine Damen und Herren.

01:15:48: Das war unsere dritte Martinee hier.

01:15:52: Wir sagen Ahoi an unser Ahoi-Publikum draußen und wir sehen uns wieder am einundzwanzigsten Oktober.

01:15:57: Vielen Dank schön,

01:15:58: dass Sie da waren.

01:15:59: Danke, tschüss.

01:15:59: Danke, danke.

01:16:05: Das war Michelle & Friends, eine Produktion der Google-Leute-Fabrik in Kooperation mit dem Zentralkomitee für Ahoi Radio.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.