Michel & Miss Allie

Shownotes

In der vierten Folge unserer Sonntagsmatinée begrüßt Michel Abdollahi die
wunderbare Miss Ellie, die nicht nur fantastische Songs mitbringt, sondern auch ehrliche
Einblicke in das Leben als Künstlerin in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen.
Es geht um Mut, Widerstand und die Kraft der Musik in turbulenten Zeiten. Eine Matinée, die zeigt, warum es so wichtig ist, zusammenzukommen und sich nicht mundtot machen zu lassen.

Transkript anzeigen

00:00:04: Herzlich Willkommen zu Michelle & Friends auch im Zentralkomitee.

00:00:04: Heute mit Miss... Hallo!

00:00:15: Willkommen

00:00:17: und A Heu Radio, grüßig unsere Zuhörerinnen und Zuhörer da draußen, weil wir das Ganze als Podcast aufzeichnen und dann senden.

00:00:24: Also schön, dass ihr bei uns seid und schön, dass es A Heu Radio gibt.

00:00:27: Da gibt es auch einen Applaus für, weil A Heu Radio ist auch da.

00:00:32: Und... Der liebe Lars Meyer hat uns wieder Franz Brötchen mitgebracht, aber da kommen wir her.

00:00:39: Ah ja, ich weiß, eine kommt mir nur hier umsonst.

00:00:43: Oh, ist gut, wenn das schon reicht, um Leute hier in den Saal reinzubekommen, so möglich.

00:00:47: Ich freue mich, dass diese Martinie immer besser besucht ist.

00:00:51: Das ist ja ein Experiment gewesen vor vier Folgen.

00:00:55: Wer war denn schon mal da?

00:00:57: Oh,

00:00:58: sehr gut, ja.

00:00:59: Lars, die Franz Brötchen wirken.

00:01:01: Er hat diesmal ein Erd noch bessere.

00:01:03: Die, die vom letzten Mal dabei sind, wissen, er hat noch bessere.

00:01:05: Von einer kleinen Konditorein, Eimsbrötchen hat er heute.

00:01:08: Und Lars kauft diese Franz Brötchen selber.

00:01:11: Wir werden von niemandem gesponsert.

00:01:13: Wir sind noch auf den Sponsoren-Suche.

00:01:15: Er macht das einfach, weil er ein toller Mensch ist.

00:01:18: Also, ganz im Ernst, wer macht denn so was?

00:01:26: Ja, das ist ... So, und bitte nicht so kritisch wieder, ne?

00:01:28: Weil das tut mir in der Seele weh.

00:01:30: Es ist die, die noch nie da waren.

00:01:32: Dieses Franz-Brötchen-Ding ist ein Thema hier bei uns bei den Stammgästen.

00:01:35: Es gibt Leute, die meckern dann darüber.

00:01:37: Ja, das hat mir nicht gut gefallen.

00:01:39: Und kannst nicht mal bei folgender Konditorei kaufen.

00:01:41: Da sind sie immer besser.

00:01:42: Und also, dem möchten wir hier ... War ein Riegel vorschieben, weil das gefällt mir alles nicht.

00:01:49: Also, sind die denn ... Diesmal?

00:01:50: ist es denn genehm, diesmal.

00:01:52: Ja, oh, dieses Deutsche in was reinbeißt und erst mal lange nachdenken.

00:01:56: Ich hasse das.

00:01:58: Ich hab das früher nicht gesagt, aber es gibt so viele Sachen, die ich an Deutschland scheiße finde und ich kommuniziere das.

00:02:03: Früher habe ich immer Angst gehabt, das zu sagen, dass ich rausfliege.

00:02:05: Jetzt weiß ich, ich fliege sowieso raus, also ist mir das ziemlich wurscht.

00:02:09: Aber deutsche Essen so.

00:02:10: Bekommen etwas umsonst?

00:02:18: Ja, ja, kann man machen, so.

00:02:21: Gibt was im Iran aus der Ferne.

00:02:23: Vielen Dank, dass wir nicht nötig gewesen sind.

00:02:25: Danke, das ist fantastisch.

00:02:26: Hast du gegessen?

00:02:27: Nein, aber ich sehe das.

00:02:30: Hören Sie auf, so zu sein, bitte.

00:02:34: Seien Sie kritisch gegenüber anderen Dingen.

00:02:37: Viel mehr Sachen irgendwie.

00:02:38: Bei Wahlergebnissen, da können Sie mal reinbeißen und dann so ein bisschen, weiß ich nicht, irgendwie nicht so gut gelaufen.

00:02:43: Rufen Sie dann Herrn Merz an.

00:02:44: So, ich hol mal, während Lars hier Sachen verteilt, hol ich meinen Gast hier zu mir.

00:02:50: auf die Bühne.

00:02:51: Also wir versuchen das immer vielfältig und cool zu machen und Leuten, die wir gut finden und denen wir, die wir hier bei uns auf die Bühne machen, die kriegen auch nichts dafür.

00:02:58: Die kommen auch freiwillig.

00:02:59: Also alle sind hier freiwillig da.

00:03:02: Niemand will was, alle sagen ja, alle kommen, weil unser Ziel ist ja, dass wir hier gemeinsam in einer Gesellschaft, und jetzt wird es das der ernste Teil, in der es zunehmend schwieriger wird, also wirklich schwieriger wird.

00:03:15: Und ich auch gar nicht so weiß, ob solche Programme irgendwann weiterhin möglich sein werden.

00:03:21: Und das sage ich ganz ehrlich, weil ich war gerade in Dortmund und in Dortmund gibt es die einzige schwarze Intendante in Deutschlands.

00:03:30: Und sie wird aus diesem Theater gerade rausgemoppt.

00:03:34: Und ich habe gesagt, dass ich das überall sage, weil es ist irgendwie, viele wissen das nicht.

00:03:39: Dort hat die Regierung gewechselt, die haben jetzt CDU und dann gefällt denen nicht, was die dort machen.

00:03:48: Die haben ein im Schauspielhaus Dortmund ein ziemlich vielfältiges Programm und wie das halt so sucht man nach einem Stein des Anstoßes und gerade war da ein Programm.

00:03:58: Das war irgendwie von Migranten oder Mitmigranten.

00:04:02: Ich habe es nicht so ganz verstanden.

00:04:03: Es war auf jeden Fall halt nicht Romeo und Julia, wie man es kennt.

00:04:07: was ganz viel noch gespielt wird.

00:04:09: Also falls Leute da sind, die sagen, also ich vermisse das.

00:04:11: Die ganzen normalen Stücke, die werden überall noch auf der ganzen Welt und in Deutschland überall können sie Romeo und Julia ganz normal sind.

00:04:17: Da ist Romeo ein Mann und da ist Julia eine Frau.

00:04:19: Und die verlieben sich und die küssen sich und die bringen sich am Ende oben.

00:04:22: Also ganz so, wie das Shakespeare geschrieben hat.

00:04:24: Das gibt's jeden Tag, können Sie sich das angucken.

00:04:27: Und die haben aber was anderes gespielt, irgendein anderes Stück.

00:04:29: Und da hat ein Journalist darüber geschrieben, der den nicht so gut gesonnen war.

00:04:35: Komisches Stück.

00:04:38: Angeblich so erfolgreich und angeblich so voll.

00:04:41: Ja, war auch voll.

00:04:44: Aber das war ein Stück von Migranten.

00:04:46: Und Migranten kriegen so viele Kinder.

00:04:48: Und deswegen haben die so viel Familie mitgebracht.

00:04:51: Deswegen war das so voll.

00:04:52: Und der angebliche Jubel, wo Leute aufspringen und sagen, wow, das ist so toll.

00:04:57: Das ist auch weil Migranten so impulsiv sind.

00:04:59: Die stehen halt schneller auf als andere und sind generell laut.

00:05:03: So, jetzt überlegt man sich, kann das alles überhaupt sein?

00:05:06: Ja, das sagt der Bundeskanzler jeden Tag im Fernsehen.

00:05:08: Ja, das kann sein.

00:05:09: Also das sagen Bundeskanzler und Bundesminister sagen das jeden Tag im Fernsehen und dann schreiben das Menschen.

00:05:15: Und das ist dann bis in die... Politische Ecke Dortmunds hineingekommen.

00:05:19: Und jetzt überlegt man, ob man dieses Theater erst mal schließt, weil es muss ja renoviert und saniert werden.

00:05:25: Und dann kommt das, was ich Ihnen häufig hier sage, Brandschutz.

00:05:30: Wir wollen ja nicht, dass Menschen gefährdet sind so.

00:05:32: Das ist immer der Grund so.

00:05:33: Alle sagen, nee, das möchten wir nicht.

00:05:34: Nee, wir sollen hier Menschen verbrennen.

00:05:36: Das möchten wir nicht.

00:05:38: Nicht wie bei der Love Parade.

00:05:39: Nein, das möchten wir nicht.

00:05:40: Sie müssen das Theater leider schließen.

00:05:42: Und jetzt sind die Planung aktuelle Dortmunds so, dass dieses Theater wahrscheinlich wegen Sanierungsarbeiten geschlossen wird und dann auch so lange wie die Internate noch vertrag hat.

00:05:53: Und dann sind wir schon mitten im Kulturkampf und das sage ich Ihnen als Kulturschaffender.

00:05:57: Wir haben in Hamburg noch Glück.

00:05:59: Wir haben einen tollen Kultursenator, Karsten Broster hält wirklich seine schützende Hand über uns alle und fördert uns und gibt uns Geld, damit wir das solche Sachen hier machen können.

00:06:07: Was ist der Eintritt?

00:06:08: Sechszehn Euro heute gewesen?

00:06:09: Der Eintritt müsste eigentlich, damit sich dieses Haus trägt, müssen wir mindestens fünfzig Euro für heute haben, was für heute Mittag verlangen?

00:06:16: hier, weil das rechnet sich von und hinten nicht.

00:06:18: Sie sehen sich an den Musicals und an den anderen Stücken, die gespielt werden.

00:06:21: Die sind kommerziell, die müssen sich irgendwie tragen und dann kostet eine Karte gerne mal zweieinhalb Euro.

00:06:26: Das kostet hier sechzehn Euro.

00:06:28: Das ist aber Hamburg.

00:06:29: Und in ganz vielen anderen Teilen ist es schon nicht mehr so.

00:06:31: Und insbesondere in Ostdeutschland, wo ich jetzt mit meinem Buch versuche überhaupt aufzutreten, gibt es gar keine Kulturinstitution mehr.

00:06:39: Weil die einfach nicht mehr da sind, haben wir da weggespart oder zugemacht.

00:06:42: Also glauben Sie bitte nicht.

00:06:43: Und deswegen machen wir diese Veranstaltung, die die da schon da waren.

00:06:47: Hören sich die Wiederholung an, die neu sind, hören das dann von mir zum ersten Mal.

00:06:50: Deswegen machen wir das heute, damit sie sich alle ein bisschen kennenlernen.

00:06:53: Damit wir auch einen schönen Vormittag haben und auch Franz Brittchen und Kaffee trinken und Britzeln essen und irgendwie auch ein Lasekt mitnehmen, was immer.

00:06:59: Damit wir einen tollen Tag haben, aber mit Energie hier rausgehen, weil einfach nur noch dagegen zu sein, so im Kopf, das reicht nicht mehr aus heute.

00:07:08: Also wenn Sie glauben, dass Sie zu Hause ganz doll dagegen sind und das mit Dortmund ganz schlimm finden, Dann reicht das nicht mehr, weil das Haus wird einfach zumachen.

00:07:17: Und solche Häuser werden dann vielleicht auch irgendwann zumachen.

00:07:20: Und glauben Sie nicht, dass ich der Betroffene bin am Ende.

00:07:24: Weil das Thema Brandschutz ist wichtig.

00:07:27: Und die Rechten sind perfide in dem, was Sie machen.

00:07:30: Und dann müssen wir uns alle registrieren hier.

00:07:32: Und zwar nicht, damit die wissen, wer hier drin ist, sondern man sagt, na ja, der Brandschutz ist ja so wichtig.

00:07:38: Wir müssen ja mit E-Mails erst mal die Namen der Leute haben, damit wir gucken, wie viele Leute drin waren.

00:07:42: Nicht, dass da zu viele drin waren im Theater, weil da dürfen wir nur zweihundfünfzig rein, so.

00:07:47: Und dann weiß man, dass sie hier waren.

00:07:51: Und dann wird es weitergegeben.

00:07:53: Irgendwo hin.

00:07:54: An der Behörde.

00:07:55: Möchten sie einen Kfz zulassen?

00:07:56: Oder, weiß ich nicht, Meldebescheinigung bekommen oder sowas.

00:07:59: Und dann taucht man da auf.

00:08:00: So funktionieren Diktaturen.

00:08:03: Ich komme aus einer.

00:08:04: Ich weiß, wie das funktioniert.

00:08:06: Und wir sind nicht weit weg davon.

00:08:08: Ich saß gestern mit Michel Friedmann auf der Frankfurter Buchmesse, auf der Bühne.

00:08:13: Und so eindringlich, wie er noch mal gewarnt hat, habe ich gesehen, dass das, was in meinem Kopf los ist, nicht so wie Quatsch ist.

00:08:20: Da müssen wir drüber nachdenken.

00:08:22: Das ist, das ist, das ist, das ist, gucken Sie nach links und rechts, gucken Sie nach vorne und hinten, suchen Sie sich eine Person heute hier aus, wo Sie sagen, anscheinend sind wir irgendwie miteinander und dann geben wir raus und dann kriegen wir das auch hin.

00:08:32: Also ich bin hundert Prozent davon überzeugt, weil das werden ja immer mehr hier, bis wir irgendwann auch den Rang oben haben.

00:08:38: Also wir sind ja alle da und es gibt es ja.

00:08:40: Aber bitte seien sie solidarisch miteinander und verabschieden sich davon, dass sie einfach nur dagegen sind.

00:08:47: Und dass ganz doll dagegen sind.

00:08:49: Sie müssen nicht viel machen.

00:08:50: Das schon mal hier sein, das ist schon mal ein Schritt.

00:08:52: Sie müssen nicht Präsident sein oder auf dem Cover eines großen Magazins in einer Talkshow sitzen oder auf der Bühne.

00:08:58: Dass sie da sind, das ist ihr demokratischer Beitrag.

00:09:01: So, das reicht doch einmal im Monat.

00:09:03: Wirklich.

00:09:05: Also sie können ja noch irgendwie, wenn sie rausgehen, können sie ja noch irgendwie, wenn ihr irgendwas doofes vorkommt in der Gesellschaft, können sie einen Leserbrief schreiben oder ihrem Abgeordneten oder eine E-Mail oder weiß ich nicht, ein Instagram-Post oder Leute, die schon was Cooles machen, sagen, danke, dass du das machst.

00:09:19: Das reicht.

00:09:21: Aber überlegen Sie mal, wie oft Sie das überhaupt machen.

00:09:23: Also, wie oft geben Sie zehn Euro für etwas aus, wo Sie sagen, das möchte ich gerne unterstützen, das ist wichtig.

00:09:30: Und das müssen wir jetzt ein bisschen mehr machen.

00:09:31: Und dann können wir wieder aufhören damit.

00:09:32: Dann können wir wieder zurückgehen in die neunzige Woche.

00:09:34: Das ist ganz wunderbar.

00:09:35: Warum nichts los?

00:09:36: Aber erst mal müssen wir das machen, weil aktuelle Umfragen aus Sachsen-Anhalt von gestern, vierzig Prozent liegt die AfD dort mittlerweile.

00:09:46: Mit Klimawandel vorbauen, neununddreißig Prozent.

00:09:47: Zusammen mit dem BSW haben sie in beiden Bundesländern die Mehrheit.

00:09:51: Und dann wird es Schritt für Schritt schwierig.

00:09:54: Glauben Sie mir, das ist nur.

00:09:56: Ich bin dann weg.

00:09:58: Was machen Sie um mich, keine Sorgen.

00:09:59: Ich bin direkt von dieser Bühne weg, bin Flugzeug in meinem Land.

00:10:03: Aber Sie sind ja noch da.

00:10:04: Und glauben Sie nicht, dass man Ihnen auch an krank will.

00:10:07: Also, Sie ist Songwriterin, Sie ist Feministin, Sie ist Rampensau, Sie ist Kuschelbeer.

00:10:12: Und genau deswegen ist sie heute hier bei uns, nämlich alles in einer Person.

00:10:15: Sie schreibt Lieder, die gleichzeitig wehtun, Sie schreibt Lieder, die gleichzeitig trösten.

00:10:19: Sie bringt Menschen zum Lachen und bleibt trotzdem ernst und sehr viel zum Nachdenken.

00:10:23: Und genau deswegen ist sie auch da.

00:10:25: Und wer sie einmal live erlebt hat, der weiß, dass ihre Konzerte eigentlich keine richtigen Konzerte, sondern es ist Therapie mit Gitarre und das Ganze in Barfuß.

00:10:32: Sie gewann wundervolle Preise.

00:10:34: Ich hab mir die schönsten drei ausgesucht.

00:10:35: Die Tuttlingerkriege, die Goldene Limette und natürlich die St.

00:10:38: Ingbert Pfanne.

00:10:39: Ich freu mich sehr, dass sie bei uns ist.

00:10:41: Hier ist Miss Ellie.

00:10:42: Herzlich willkommen.

00:10:50: Nimm Platz.

00:10:54: Hallo.

00:10:55: Ich habe es gesagt.

00:10:55: Ich habe es, da ist sie so.

00:10:57: Das ist es bequemer und einfacher, ohne Schuhwerk immer.

00:11:00: Das Leben ist schöner

00:11:01: ohne Schuh.

00:11:01: Ich dachte, ich singe noch ein Song und ich kann keinen Song singen, wenn ich Schuhe an habe.

00:11:05: Deswegen die Schlappen.

00:11:07: Wann ist dir das aufgefallen, dass du nicht oben und dass du nur nicht barfuß bis nicht singen kannst?

00:11:12: Ich kann das schon, aber ich habe so viel rum und

00:11:17: ich

00:11:17: brauche die Erdung Gleichgewicht.

00:11:19: Das hat etwas mit Gleichgewicht zu tun.

00:11:21: Ich kann es jetzt zeigen, wenn ich jetzt zum Beispiel So da herstehe und dann sage oder so da herstehe und sage, dann ist es ein Unterschied.

00:11:33: Wow.

00:11:35: Ich wollte immer Musik haben.

00:11:36: Das Ziel der Matine war immer auch Musik hier zu haben.

00:11:39: Aber ich habe keine gehabt.

00:11:41: Alle, die ich hergeholt habe, konnten nicht singen und können auch kein Instrument spielen.

00:11:43: Deswegen haben wir das endlich.

00:11:44: Ich finde, so Sonntagsmittags, das fehlte in Hamburg.

00:11:48: Du bist Mitlemburgerin.

00:11:50: Ich bin in Berlin geboren, tatsächlich, Panko.

00:11:54: Meine Familie kommt aus Ostberlin.

00:11:56: Und ich bin dann zur Wendel geboren.

00:11:59: Da war das schon vorbei mit Ost und West.

00:12:03: Vielleicht?

00:12:05: Nein, ich hab jetzt nämlich letzte Woche in Berlin gespielt.

00:12:08: Mein größtes Konzert, vor ´tausendfünfhundert Leuten im Admiralspalast.

00:12:11: Und da gab es am Ende des Konzerts eine krasse Diskussion über West und Ost.

00:12:16: Und ich dachte so, Hä?

00:12:18: Also, den ganzen Abend haben wir uns richtig gut verstanden.

00:12:21: Und dann sage ich meinen nächsten Termin in Berlin an, in der Urania.

00:12:24: Und dann schreit einer, das ja West-Berlin!

00:12:27: Und ich so, Hä?

00:12:29: Was?

00:12:30: Und?

00:12:30: Und er so, ja, da gehe ich nicht hin!

00:12:32: Und ich so, ach so!

00:12:34: Ach so!

00:12:34: Also, ich dachte, das hätten wir hinter uns gelassen und eher so... Ähm, nee, habe nicht.

00:12:40: Und ich so, ja.

00:12:42: Na ja, und dann hat mein Gehirn was gemacht, was eben ja auch dann peinlich war.

00:12:45: Weil manchmal haue ich so Sachen raus, die mir selber... Ich kann das gar nicht.

00:12:54: Ich

00:12:55: habe dann gesagt, war ich auch oft drüber nachgedacht und das jetzt schon sehr viele Menschen erzählt und mich auch geschämt ein bisschen, aber irgendwie fand ich es auch ein bisschen geil.

00:13:03: Da habe ich dann gesagt, weil er meinte ja, Ja, nee, da geh ich nicht hin, nicht so.

00:13:09: Ja, genau.

00:13:09: Und wir haben das jetzt doch nicht hinter uns lassen können aufgrund von Leuten wie dir.

00:13:14: Deine Generation muss erst aus der Gesellschaft rauswachsen, damit wir hier in Frieden zusammenleben können.

00:13:21: Wow!

00:13:24: Das hab ich natürlich ... Ich mein, das ist ja natürlich jetzt nicht per se so, ne?

00:13:28: Aber das schoss mir dann sonst Gehirn und dann kam es durch meinen Mund raus und dann war es da.

00:13:32: Und dann?

00:13:34: Dann hat er ... Dann war das, dann gab es so ein peinlichen Applaus wie eben auch.

00:13:41: Und ich hab mich total geschält und dann hab ich versucht noch mit so einer Kusshandbewegung ihn zu besämpftigen wieder, aber da hat er auch nicht mehr hingeguckt.

00:13:51: und dann wusste ich nicht, wie ich es retten soll.

00:13:53: und dann schrie der Nächste schon.

00:13:56: Außerdem heißt das West-Berliner und nicht Wessi und ich so, ach so.

00:14:03: Ja, und dann habe ich halt einfach so versucht.

00:14:06: Ich habe es tatsächlich noch gerettet gekriegt.

00:14:07: Ich meinte dann so, Leute, weiß nicht, ob diese Diskussion jetzt hier so förderlich ist.

00:14:13: Außerdem sind wir ja jetzt alle gemeinsam hier.

00:14:15: Egal, wo wir herkommen.

00:14:17: Fertig.

00:14:18: Und dann gab es Applaus.

00:14:19: Wann war das Konzert jetzt gerade?

00:14:21: Von

00:14:21: der Woche erst, ja.

00:14:22: Ach,

00:14:22: du Scheiße.

00:14:23: Deswegen

00:14:23: ist das noch so präsent.

00:14:24: Ich weiß gar nicht, wie sind wir denn da jetzt hingekommen?

00:14:26: Nein, wir brauchen gar nicht hinzukommen.

00:14:28: Wir sind ja mittendrin.

00:14:31: Genau, ich bin in Berlin geboren.

00:14:36: Und da bin ich nach Mecklenburg gezogen, als ich sechs war.

00:14:39: Was macht das mit dir alles?

00:14:41: Also jetzt diese Szene aus dem Admiralspalast.

00:14:45: Noch eine Zwischenfrage.

00:14:46: Wie alt war der?

00:14:47: Aber ich habe ein bisschen Sorge, wenn der irgendwie erst sechzehn war und bis der aus der Gesellschaft rausgewachsen ist, dann kann ich jetzt direkt in den Flugzeug schon nehmen.

00:14:54: Dann komme ich einfach in, weiß ich nicht, zwei Tausend Achtzig, komme ich dann wieder zurück, wenn der nicht mehr da ist.

00:15:00: Ich kann es dir gar nicht genau sagen.

00:15:01: Ich bin auch sehr kurzsichtig.

00:15:02: Also ich könnte jetzt auch nicht sagen, wie alt ihr da vorne seid.

00:15:04: Das weiß ich einfach nicht.

00:15:06: Ich denke

00:15:07: nicht.

00:15:11: Aber

00:15:11: geil, dass du das dann sagst.

00:15:13: Das ist ja dann eine mutige Aussage.

00:15:17: Es

00:15:17: ist eine Stimmfarbe gewesen.

00:15:19: Eine alte Stimmfarbe.

00:15:20: Und dann dachte ich so, ja, das ist bestimmt so um die siebzig.

00:15:24: Ach du Scheiße.

00:15:25: Kann man danach zu dir noch?

00:15:27: Nee.

00:15:28: Hat irgendjemand danach zu dir?

00:15:29: Nein.

00:15:30: Hast du Post bekommen danach?

00:15:32: Nein.

00:15:33: Gut.

00:15:34: Hat keiner thematisiert.

00:15:36: Vielleicht haben die es auch so empfunden.

00:15:38: Ja.

00:15:39: Vielleicht war es der Einzige, der das so empfunden hat.

00:15:41: Ja, und der

00:15:41: andere.

00:15:42: Und der andere.

00:15:42: Ja.

00:15:43: Die beiden.

00:15:44: Die beiden.

00:15:46: Die waren, die wollten das unbedingt

00:15:47: teilen.

00:15:48: Wie ist es heute in Mecklenburgerin zu sein und zu sehen, Mecklenburg ist ein sehr schönes Bundesland mit im Grunde sehr schönen Menschen, die jetzt aber zu vierzig Prozent komische Sachen machen.

00:15:58: Und vergessen Sie nicht die CDU.

00:16:01: Wir vergessen.

00:16:02: Und die SPD teilen auch da drüben.

00:16:04: Und die Grünen auch.

00:16:05: Also das ist ja nicht so, dass da nur von Seiten von AfD kommt.

00:16:08: Und Linke und BSW haben wir auch noch.

00:16:10: Das ist ja nicht so, dass da irgendwie, das ist schon schwierig, wenn sie mit den Parteien sprechen.

00:16:14: Die haben wir alle relativ interessante, ähnliche Ansichten.

00:16:17: Was macht das mit dir und mit der Familie?

00:16:19: Und gibt es da irgendwie Krieg miteinander?

00:16:24: Nee, also wir sind ja, ich komme aus einer ziemlich kulturfamilie.

00:16:30: Wir sind so leichte Hippies, würde ich sagen.

00:16:33: Und ... Meine Eltern haben sich schon immer total für kulturelle Veranstaltungen engagiert, auch in Berlin schon, für das Festival des politischen Liedes zum Beispiel und so.

00:16:43: Und die waren schon immer irgendwie sehr, sehr weltoffen.

00:16:47: und ja, also von daher, wir sind dann nach Mecklenburg gezogen und wir als weltoffene Hippie-Familie, die gerne Musik macht und Bücher schreibt, haben da halt überhaupt nicht reingepasst.

00:17:03: Also wir sind von der Millionenstadt auf einen Seelendorf gezogen.

00:17:08: Da gab's nichts, da gab's halt eine freiwillige Feuerwehr, da war ich dann.

00:17:11: Und im Nachbarort gab's ein Klavierlehrer, da war ich dann auch.

00:17:16: Das war's.

00:17:18: Aber das Ding, was mir da aufgefallen ist, klar, ich hab nicht reingepasst und hab relativ viel, wurde viel gepiesagt, ist egal.

00:17:26: war lange her, aber was mir aufgefallen ist, ist, dass die Leute halt mit allen Dingen, die anders sind, dort nicht so gut umgehen konnten.

00:17:34: Also da wohnen halt gerade auf den Dorf Generationen über Generationen die Leute und haben noch nie in Chinesen gesehen zum Beispiel, also in der Zeit, wie ich da aufgewachsen bin.

00:17:46: Und das hat man total gemerkt.

00:17:49: Und das ist halt total ... Ja, weird.

00:17:52: Also das war aber auch schon vor zwanzig Jahren da weird, so.

00:17:55: Aber ich habe jetzt tatsächlich die, ich habe wahrgenommen, dass sich meine Heimat, die ich damals total doof fand, jetzt tatsächlich ganz toll verändert.

00:18:08: Es kommen immer mehr Künstler, Kultur, Leute in die Ecke und es wird immer weltofner, was total weird ist auch, weil das gar nicht zusammenpasst.

00:18:18: Aber das ist das jetzt im Kleinen, was ich von meiner Ecke da erzählen kann.

00:18:25: Ich sage jetzt auch nicht, wo das ist, weil das ist mein kleiner Safe Space.

00:18:28: Ja, aber ich glaube, Mecklenburg, die dörflichen Regionen, also wir hatten, genau meine Mama, die hatte sich auch damals engagiert in, wie hieß das nochmal, einen Verein in Berlin, die sich für das für jüdische Gedenkstätten stark gemacht haben.

00:18:49: Und da hatten die dann auch schon Überfälle von Rechtsextremen, die dann Schweinekopf vor dem Gebäude abgelegt

00:18:59: haben

00:19:00: und Blut überall hingeschmiert haben und so was.

00:19:02: Das gab es damals auch.

00:19:04: Die rechten Szene war auf jeden Fall präsent in meiner Jugend.

00:19:07: Es gab immer wieder Übergriffe von irgendwelchen rechten Gruppen, die dann halt alle möglichen Leute verprügelt haben.

00:19:15: Das gab es regelmäßig.

00:19:17: Auch auf Partys, wenn die Rechten kamen, wussten wir jetzt vorbei, jetzt gehen wir nach Hause, weil sonst passiert jetzt hier gleich was.

00:19:25: Ja, es gab auch immer Kämpfe zwischen den Russen und den Rechten.

00:19:28: Die haben sich nicht gut verstanden bei uns.

00:19:31: Das war schon auf jeden Fall sehr präsent.

00:19:35: Das waren jetzt viele Informationen.

00:19:39: Das sind so viele Farben und Bilder in meinem Kopf, gerade von meiner Jugend in Mecklenburg, dass ich ... Sie haben versucht, alles so anzuschneiden.

00:19:46: Das ist nicht lange her.

00:19:48: Das weiß man nicht unbedingt.

00:19:50: Wenn man in Hamburg groß geworden ist, kennt man das nicht.

00:19:53: Bei uns kam keine Rechten vorbei.

00:19:54: Ich bin alles groß geworden.

00:19:56: Da gab es auch Rechte am Kupuna See.

00:19:58: Da war die Szene bekannt, aber es kam keine Rechten vorbei.

00:20:00: Wir haben uns verbrügelt auf einer Party.

00:20:04: Es ist nicht so lange her, was du erzählst.

00:20:07: Ja, ich wurde auch nicht verprügelt.

00:20:09: Ich bin sehr schnell.

00:20:13: Nein, aber es gab ... Ja, es ist immer wieder vorgekommen, tatsächlich.

00:20:15: Es gab so eine Gruppe, die war in der Region einfach dafür bekannt, dass sie halt rechts waren.

00:20:20: Die hatten dann auch Bomberjacken, Anspringerstiefel.

00:20:25: Ja, und haben halt auch versucht, junge Leute zu überzeugen, bei denen mitzumachen und so.

00:20:29: Und ja, so war das.

00:20:31: Was waren die immer noch?

00:20:33: Wahrscheinlich, ja.

00:20:34: In meiner Schulzeit da gab's einen, der war, das war ganz interessant.

00:20:38: Der war vor den Sommerferien, war der so ein Hip-Hopper mit Bergie und Cool-Cappy und so, ein bisschen Gras geraucht.

00:20:45: So hat der sich gegeben, so ein Typ.

00:20:47: Und nach den Sommerferien sechs Wochen später kam er mit glatt rasierten Schädel und Bomberjacke und Springer-Schiefe zur Schule und hat Infomaterial verteilt für die Rechten.

00:20:57: Und dann fragt man sich so, wie kam, also was für ein Wandel, oder?

00:21:00: Also völlig abgefahren.

00:21:01: Habt ihr gesprochen?

00:21:02: Nee, ich hab nicht mit dem gesprochen.

00:21:04: Das hat mir Angst gemacht.

00:21:07: Wie ist es heute?

00:21:10: Was denn?

00:21:11: In Mecklenburg.

00:21:12: Also wenn du jetzt, wenn du ... Lass mal so tun, was gar nicht so unrealistisch ist, dass in einem Jahr, wenn Wahlen sind, schweß ich nicht mehr Ministerpräsidentin ist, sondern die AfD mehr als vierzig Prozent bekommt und dann entweder mit absoluter Mehrheit regiert.

00:21:33: Was krass wäre, ne?

00:21:35: Also, wir sagen das so easy, ne?

00:21:37: Das sind rechtsradikale, die einfach mit absoluter Mehrheit regieren.

00:21:42: Oder mit dem Bündnis Sarawank nicht, die jetzt auch nicht besonders famos sind.

00:21:48: Zusammen, dann.

00:21:51: Hast du da Sorge davor?

00:21:53: Oder denkst du dir, nein, ist mir egal?

00:21:55: Bei ganz der

00:21:56: Körper ströpft sich gerade gegen diese Frage.

00:21:58: Ja, aber das haben wir ja ganz lange gemacht.

00:22:01: Und alle Körper, die hier anwesend sind, haben ja bei fünf Prozent gesagt, sind ja nur fünf.

00:22:06: Und dann ach, das sind ja nur zehn.

00:22:08: Und ach, das sind ja nur fünfzehn.

00:22:09: Ach, nee, Gott sei Dank sind sie nicht.

00:22:10: Oh, ist noch okay.

00:22:12: Noch nicht die absolute Mehrheit.

00:22:13: Irgendwann ist vorbei.

00:22:14: So, kein Mathematisches ist immer dann vorbei.

00:22:17: Das Ding ist halt, ich glaube, ich habe schon ganz, ganz früh einen Blick dafür entwickelt, mich an die Leute zu halten, die ich cool finde und die halt eher links orientiert sind und gerne Kultur machen und gerne Leute zusammenbringen und Gemeinschaft bilden und ja, also tolle Projekte irgendwie umsetzen.

00:22:38: Und das Ding ist halt.

00:22:39: dann, ich müsste jetzt echt krampfhaft den Blick öffnen für all das Schlechte, was es in Mecklenburg auch gibt.

00:22:46: ... was mir echt schwer fällt, weil ... ... ja, das sind halt Themen, ... ... ich glaube, das wird euch auch so gehen, ... ... man denkt halt einfach nicht gerne so drüber nach ... ... und man, also gerade, ... ... gerade ich, die halt auf der Bühne steht ... ... und eigentlich eher linke Songs singt ... ... und sehr feministische Lieder und so, ... ... klar mache ich mir dann Sorgen, ... ... dass es dann weniger ... ... Auftrittsmöglichkeiten gibt ... ... für so eine Art von Kunst ... ... und ... ... dass man verdrängt wird ... ... oder mundtotgemacht wird.

00:23:13: Ich meine, ich habe selber auch ... ... Erfahrung gemacht damit schon.

00:23:17: Aber jetzt halt eine völlig losgelöste von Mecklenburg jetzt mal.

00:23:21: Ich habe einen Song veröffentlicht und den habe ich in der Pandemie geschrieben und da ging es eigentlich über die CDU geschrieben, weil ich die halt einfach halt gar gefand in der Pandemie, weil die uns Solo-Selbstständige völlig, also ja völlig, wir waren ja gar nicht wichtig.

00:23:38: Und die Textzeile ist so eine, ich habe in meinem Traum die CDU gebissen.

00:23:44: So geht der Song los.

00:23:47: Irgendwann dachte ich, das wäre doch cool, wenn man da jetzt statt CDU, AfD singt.

00:23:51: Dann habe ich das gemacht.

00:23:53: Und es war im Fernsehen.

00:23:55: Ich habe in meinem Traum die AfD gebissen, so fest, dass mir das Blut am Kinn herunterlief.

00:24:00: Und dann habe ich das veröffentlicht.

00:24:02: Und dann brach ein übelst krasser Shitstorm los.

00:24:06: Und das war mein erster Recht der Shitstorm.

00:24:09: Weil bisher bin ich immer ganz gut durchgeschlittert so.

00:24:12: Mit weiß nicht.

00:24:15: Bin ja auch ganz süß, oder?

00:24:18: Vielleicht liegt's daran.

00:24:21: Nee, ich hab schon immer mich links positioniert und schon immer gegen Rechtsextremismus, aber erst dann ist es den Leuten tatsächlich aufgefallen.

00:24:29: Und dann ging das richtig los.

00:24:31: Und ich bin morgens davon aufgewacht wie mein Handy.

00:24:36: Und ich war so, was passiert?

00:24:37: Und ich öffne und dann echt tausend Kommentare von ganz schlimm bis ganz furchtbar.

00:24:46: Das schlimmste, was da drunter stand, manchen Frauen wünscht man eine Massenfahrgewaltigung.

00:24:52: Und als ich das gelesen habe, habe ich erst mal mein Manager Malte angerufen und gesagt, Malte, du musst übernehmen, ich kann das nicht.

00:24:59: Mir wird ganz schlecht, ich fühle mich nicht mehr sicher, ich weiß jetzt auch gar nicht, was passiert.

00:25:03: Die schreiben, dass sie mir was Böses wollen, kommen die jetzt hierher, stehen die vor meiner Haustür.

00:25:07: ... fahren die zu meiner Familie, verprügeln jetzt meinen Bruder.

00:25:11: Also was passiert jetzt?

00:25:12: Also ich war das erste Mal, ... ... dass das so war und ... ... naja, und dann hat Malte schön die Kommentare gescannt ... ... und ich habe gesagt, sag mir Bescheid, ... ... wenn was dabei ist, was man anzeigen muss.

00:25:23: Ja, und dann ... ... wusste ich auch nicht, wie ich damit umgehen soll.

00:25:27: Soll ich das jetzt stehen lassen so?

00:25:29: Soll ich das löschen?

00:25:29: Soll ich darauf eingehen?

00:25:31: Was machst du damit?

00:25:33: Und dann habe ich halt gedacht, ... ... naja, lasst es stehen und mach's halt noch mal ein neues Video.

00:25:38: Und ... Teilt einfach so ein bisschen deine Gedanken darüber, wie sich das jetzt anfühlt, mal so einen richtig rechten Waschgang zu bekommen.

00:25:47: Und habe meinen Unmut auch kundgetan über Algorithmen, die halt genau so eine Shitstorms halt befeuern.

00:25:57: Und man hat so das Gefühl dann auf einmal, dass man in der Unterzahl ist.

00:26:00: Also, dass die Rechten halt so unglaublich viele sind.

00:26:03: Dass sie dich einfach nur warm wegwaschen, wischen von der Bildfläche und dann bist du mundtot gemacht.

00:26:09: und danach, ich war wirklich, ich hatte Angst.

00:26:13: Und ich war, ich rief meinen Bruder an, weiß ich noch und meinte dann so, wäre es nicht vielleicht besser, wenn ich einfach gar nichts politisches mehr sage, weil das würde mein Leben jetzt gerade im Moment wirklich vereinfachen.

00:26:25: Und da meinte er so, so geht das los.

00:26:28: So fing das an.

00:26:29: Erst werden die Künstler mundtot gemacht.

00:26:32: Und dann bricht das System zusammen.

00:26:36: Und dann hab ich gedacht, ach so, dann fällt mir das dann doch sehr leicht zu sagen, dass ich meinen Mund nicht halten werde.

00:26:42: Danke dafür.

00:26:51: Ja, so sieht das aus.

00:26:52: Eigentlich wissen wir das, ne?

00:26:55: Das ist ja schon seit ein paar Jahren so.

00:26:57: Aber ich kann Ihnen sagen, dass die Einschläge immer mehr werden.

00:27:03: Davor war das ... Ganz klar, wo und wie das passiert.

00:27:07: Und jetzt ist das ziemlich oft.

00:27:10: Und einige geben auch auf.

00:27:12: Ich hab Beispiele von Leuten, die sagen, ich kann das nicht mehr.

00:27:16: Das ist das Machtinstrument der Rechten.

00:27:19: Anderen Menschen, als sie einzuschüchtern und ihnen Angst zu machen, damit sie einfach aufhören.

00:27:25: Und damit sie dann das machen können, was sie machen wollen.

00:27:29: Friedmann sagte gestern, wir sind in der Schlusskurve angekommen.

00:27:32: Also glauben Sie, dass wir da irgendwie noch sehr, sehr viel Zeit haben, aber diese Schlusskurve, die können wir noch nutzen.

00:27:38: Und wenn Sie so was sehen, ich will sagen, wenn man mir Tipps geben, was man machen kann, man kann dagegen ansprechen.

00:27:46: Also, wenn man solche Shitstormen sieht und die sind gar nicht so selten, aber auch nicht so oft, dass man nicht dagegen ankommt, dann kann man darunter kommentieren.

00:27:54: Dann hören die Rechten irgendwann auf.

00:27:56: So, irgendwann hören die oft dann damit, weil sie denken, da kommen sie nicht weiter.

00:27:59: Aber die haben genauso Angst.

00:28:01: vor der anderen Seite.

00:28:03: Es gab eine Demo hier in Hamburg.

00:28:06: Vor einiger Zeit eine große Demo.

00:28:10: Und die durfte nicht auf dem Rad aus dem Markt stattfinden, war sie auf dem Jungfenstieg.

00:28:14: Und ich weiß, dass die AfD Leute, die hatten Sitzung an dem Tag.

00:28:18: Und als sie dann die Sprechköre draußen gehört haben, haben sie sie unter den Tischen versteckt.

00:28:24: Weil sie Angst hatten, dass das Rad ausgestürmt wird.

00:28:27: Und ich hab sie angeschrieben und hab gesagt, wir sind nicht wie ihr.

00:28:31: Wir stürmen keine Häuser.

00:28:34: Aber das entlarvt sie.

00:28:37: Das zeigt, was sie dachten, weil andersrum hätten sie es nämlich gemacht.

00:28:40: Warum soll man es sonst machen?

00:28:41: Warum versteckt man sie rund am Tisch, wenn man von sich nicht selbst auf andere schließt?

00:28:46: Ich hab euch und ihnen Musik versprochen.

00:28:49: Zwei Songs haben wir, eine in der Mitte, eins zum Schluss.

00:28:51: Und ich freue mich sehr, dass wir endlich dieser Matinee das erste Mal auch musikalisch ganz weit nach vorne gehen.

00:28:58: Miss Ellie und das ist dein Applaus.

00:29:12: Das war schön.

00:29:13: Ja, ne?

00:29:14: Das war sehr

00:29:15: schön.

00:29:17: Ja, traurig, aber auch wahr, ne?

00:29:21: Ja, es ist so ein bisschen so ein Gefühl von Resignation auch, was ich auch wahrgenommen habe bei meiner Generation.

00:29:28: Oder einfach auch an mir ganz persönlich.

00:29:30: Ich guck mir das an in der Gesellschaft, in der Politik, in den Nachrichten und denke mir die ganze Zeit, was?

00:29:38: Was geht ab?

00:29:39: Was soll man machen?

00:29:40: Und diese Ohnmach, dieses Gefühl, musste ich irgendwie halt transportieren.

00:29:46: Und so ist der Song dann entstanden.

00:29:49: Was denkst du, warum sich dieses Gefühl verändert hat?

00:29:52: Es war ja früher nicht besonders anders in der Ostkonflikt, gab es früher auch.

00:29:56: US-Präsidenten waren davor auch bedenklich.

00:29:58: Wir müssen vergessen, die werden ja nur bedenklicher.

00:30:00: Aber George Bush hat auch ganz eigenartige Dinge gesagt, ganz eigenartige Dinge gemacht, davor.

00:30:06: Reagan hat auch ganz eigenartige Dinge gesagt, eigenartige Dinge gemacht.

00:30:09: Make America Great Again ist nicht von Trump, das ist von Reagan.

00:30:12: Da sind ganz viele Dinge vorher ja auch passiert.

00:30:15: Wir haben ja auch Zeitungen gehabt, haben es auch gelesen, Nachrichtenmann auch da, ist ein Menschen gestorben.

00:30:19: Die Hungersnot in Äthiopien, die Fluten, die es überhört.

00:30:23: Es ist ja alles immer da gewesen.

00:30:26: Es ist nur anders da plötzlich.

00:30:27: Und Leute gehen damit anders um.

00:30:29: Hast du eine Erklärung dafür?

00:30:30: Ist es mehr?

00:30:31: Ist es sichtbarer?

00:30:34: Ist die Generation einfach so, was ist es?

00:30:37: Ja, also ich hab gerade eben den Gedanken gehabt, naja, also jetzt ganz auf der ganz persönlichen Ebene, ich bin ja auch älter geworden und auch viel seriöser.

00:30:47: Und um mich hat das schon, also mir hat das früher, Politik hat mich früher nie interessiert.

00:30:54: Ich fand das total langweilig.

00:30:55: Ich hab das auch, ich hab auch nie Nachrichten geguckt.

00:30:57: Meine Familie hat schon immer darüber viel diskutiert.

00:30:59: Und ich war so, nee, lass lieber Klavier spielen.

00:31:02: Und dann ... Und dann, als ich älter wurde, habe ich das dann immer mehr begriffen und immer mehr Dinge gesehen und am eigenen Leiter fahren auch.

00:31:12: Gerade als Frau in der Musikbranche ist es auch nicht so leicht und wir fallen halt mit zunehmendem Alter immer mehr Dinge auf und ich begreife mich immer mehr als Teil dieser Gesellschaft, als aktiver Teil auch und ich weiß nicht, also das ist eine ganz persönliche Ebene, die damit rein spielt.

00:31:32: Und ich glaube aber auch, dass es völlig unabhängig von meiner ganz persönlichen Erfahrung damit immer krasser wird.

00:31:39: Also, ich mein, Trump ist schon nochmal eine andere Nummer als alles, was davor an der Macht in Amerika war.

00:31:47: Ich mein, ja, Obama fand ich ganz cool, aber hat ja auch teilweise fragwürdige Sachen gemacht, aber dem fand ich wenigstens irgendwie mal erfrischend neu und irgendwie, ja, seriös.

00:32:00: Und davor Also klar kann man halt, die waren wahrscheinlich auch alle nicht so richtig helle im Kopf, aber Trump?

00:32:10: Ja, danke, dass du es gesagt hast.

00:32:13: Ist richtig dumm.

00:32:15: Und jemand so dummes, dass der ein Land regieren darf.

00:32:20: Ich verstehe es nicht.

00:32:20: Es macht mich so wütend.

00:32:22: Ich komme einfach darauf überhaupt nicht klar.

00:32:25: Und vor allen Dingen, was der alles schon so von sich gegeben hat.

00:32:27: Und trotzdem ist er wiedergewählt worden.

00:32:29: Und nichts anderes passiert ja auch mit der AfD.

00:32:32: Ich meine, früher hatten wir die NPD noch.

00:32:35: Gibt es überhaupt noch?

00:32:37: Ach ja, so in anderen

00:32:39: Formen.

00:32:40: Ja.

00:32:41: Da habe ich mich schon gefragt, da saß ich noch im Geschichtsunterricht und habe den Geschichtslehrer gefragt, wieso gibt es denn überhaupt so eine Partei nach dem, was wir hier alles über den Zweiten Weltkrieg gerade gelernt

00:32:49: haben?

00:32:49: Was auch der?

00:32:50: Das weiß ich nicht mehr, was er gesagt hat, ehrlich.

00:32:52: Ehrlicherweise weiß ich das nicht mehr.

00:32:55: Aber gut, was will man auch sagen, ne?

00:32:56: Wir können es ja auch nicht erklären.

00:32:58: Wir sehen uns jetzt, wir sehen jetzt die AfD, die wird immer stärker und man fragt sich so, warum?

00:33:02: Also wir sind doch alle, glaube ich, Hier jetzt zumindest jetzt nicht unbedingt dafür, dass das halt passiert, dass eine rechtsextreme Partei in Teilen gesichert ist, rechtsextreme Partei an die Macht kommt.

00:33:15: Und trotzdem passiert es ja.

00:33:18: Also man kann das schon erklären, warum das passiert ist.

00:33:20: Das ist nicht vom Himmel gefallen.

00:33:22: Ich habe glaube ich letztes Mal habe ich Ihnen erzählt gehabt, dass Als es in Sachsen die Landtagswahlen gab, haben wir aus Hamburg hier auch mit ein paar Abgeordneten aus der Bürgerschaft, haben wir angeboten, dass wir nach Sachsen fahren.

00:33:36: Nach Dresden, Hamburger Partnerstelle in die Elbe.

00:33:38: Passt irgendwie gut, um da auf dem Sommerfest der demokratischen Parteien mal ein bisschen Werbung für die Demokratie zu machen und auch ein paar Prominente mitzunehmen.

00:33:49: So zeigen wir, wir sind irgendwie da.

00:33:51: Von der SPD kam nichts, die haben sich nicht gemeldet.

00:33:54: Obwohl die SPD-Kollegen dort angeschrieben haben.

00:33:57: Das ist vielleicht der einfachste Weg.

00:33:59: Immer und immer wieder haben wir es versucht.

00:34:00: Drei, vier Mal, im Sühe, ob nichts passiert am Ende.

00:34:03: Das Sommerfest hat stattgefunden und dann hat die SPD am Ende in Sachsen sechs Prozent geholt.

00:34:08: Und dann hat sich Katja Kaping wirklich dahingestellt in dieser Elefantenrunde und hat gesagt, Also in unserer Politik kann es nicht liegen.

00:34:17: Wir machen ganz hervorragende Politik für die Sächsinnen und Sächs-Sachsen in Sachsen.

00:34:22: Und man dachte, das ist so krass.

00:34:23: Du hast einfach hundert Prozent deiner Stimmen verloren.

00:34:25: Du hast gerade noch reinkommen.

00:34:27: Eigentlich hast du gar keine Berechtigung, hier zu stehen, mit sechs Prozent.

00:34:30: Also du bist einfach nur hier, weil du Teil der SPD bist.

00:34:33: Aber du sagst den Leuten ernsthaft, dass du gute Politik für Sachsen machst, dann würden die Leute hier wählen.

00:34:38: Und dass man dann irgendwie in die Arme anderer Leute läuft, finde ich nicht so verwunderlich.

00:34:44: Also, ich finde, da gibt es schon viele Gründe dafür, dass das passiert und wir das irgendwie nicht richtig attackieren.

00:34:50: Das Problem.

00:34:52: Ich glaube auch, der, man sagt ja immer auch immer schön, der Wolf im Schafspilz.

00:34:57: Ich glaube, das Schafspilz ist jetzt irgendwie ein bisschen geiler Design, sodass der Wolf tatsächlich gar nicht mehr so auffällt.

00:35:05: Also, klar, wir sehen den, aber viele Menschen, die jetzt halt ... Was weiß ich?

00:35:12: Sich damit nicht viel beschäftigen sehen das halt nicht.

00:35:14: Die fühlen sich da wirklich abgeholt.

00:35:16: Das finde ich irgendwie... Ja, wie finde ich das?

00:35:20: Triffst du diese Menschen?

00:35:21: Das

00:35:25: habe ich kurz überlegen.

00:35:28: Ich habe nur ein ganz persönliches Beispiel gerade.

00:35:32: Aber das ist... Weiß nicht, ob das so richtig Deckungsgleich dafür ist.

00:35:41: Weiß auch nicht, ob ich das teilen will.

00:35:43: Aber warte mal kurz.

00:35:44: Ich überleg noch.

00:35:46: Also ich hatte halt kürzlich so eine Erfahrung gemacht mit jemandem, der gar nicht aus Deutschland kommt und der kam aus Dänemark und Dänemark ist ja schon mal nochmal ein anderer Schnack, was halt das politische Geschehen angeht.

00:36:00: Die sind ja alle schon, die haben diesen ganzen Prozess, den wir gerade durchleben in der Politik, schon durch.

00:36:05: Also da sind alle Parteien schon längst nach rechts gewandert und sind ein sehr nationalistisches Land und also ganz interessant, was da so passiert.

00:36:14: Und ich habe jetzt nun sehr viel Zeit mit einem aus diesem Land verbracht.

00:36:20: Und wir haben sehr viel geredet über auch politisches.

00:36:24: Und für ihn war das halt alles total normal.

00:36:29: Also für ihn war das super normal, dass es jetzt halt, dass alle Parteien halt recht sind.

00:36:33: Das ist halt nun mal so.

00:36:35: Die Grenzen sind ja teilweise auch schon, die werden jetzt auch wieder kontrolliert in Dänemark und so.

00:36:41: Für ihn war das total normal.

00:36:43: Und wenn immer ich dann da kam und sagte so, hey, lass mal noch mal darüber sprechen, wie ist das mit den Migranten?

00:36:49: Wie stehst du denn dazu?

00:36:51: Dann sagt er, für dich schlimm, weil wir sind fünf Millionen in Dänemark und wenn jetzt hier zwanzig tausend Migranten kommen und die sich dann alle vermehren und die bleiben ja alle unter sich und die vermehren sich dann total viel und dann übernehmen die hier die Herrschaft, das waren so Gedanken, die er mit mir geteilt hat.

00:37:08: Und ich fand das total krass.

00:37:10: Ich wusste gar nicht, was da zu sagen soll, weil das war ja seine Gefühlswelt.

00:37:16: Das muss man schon ernst nehmen.

00:37:19: Das ist ja nicht, weil die Menschen dumm sind, glaube ich, dass sie sowas sagen.

00:37:24: Es ist eine Angst, die sie in sich tragen.

00:37:28: Und das irgendwie nachzuvollziehen, Und irgendwie ins Gespräch zu kommen darüber, ohne dass der andere sich von Kopf gestoßen fühlt, ist gar nicht leicht.

00:37:37: Ich habe das über ein Jahr lang jetzt probiert, anderthalb Jahre.

00:37:41: Nicht ganz.

00:37:43: Mit ihm über solche Themen feinfühlig zu diskutieren, so dass man ihn auch vielleicht eine andere Perspektive aufzeigen kann.

00:37:51: Und?

00:37:53: Hat nicht funktioniert.

00:37:55: Weißt du warum?

00:37:57: Nee.

00:38:01: Nee, ich frage mich das bis heute noch.

00:38:03: Warum das nicht funktioniert hat?

00:38:06: Das kennen sie hier, einige von ihnen auch hier.

00:38:08: Ich habe gesagt, das ist keine lustige Veranstaltung.

00:38:10: Wir werden, dass irgendwann kommen wir wieder zu den lustigen Themen, vielleicht so in fünf Jahren oder so.

00:38:16: Aber erst mal haben wir noch andere Themen.

00:38:18: Ich kenne das, was du sagst.

00:38:19: Es ist so eine Gefühl zu finden.

00:38:20: Es haben hier Migranten in keinem Land der Welt, außer in ihren eigenen Ländern, die Macht übernommen.

00:38:24: Das wissen wir.

00:38:26: Das sind ja Fakten.

00:38:27: Das letzte Mal, dass hier in Europa Migranten die Macht übernommen haben, war zum islamischen Kalifat in Andalusien.

00:38:33: So, das erinnern wir ja nicht mehr, wollen wir nicht dabei.

00:38:36: Aber das nützt ja nichts, das den Leuten zu sagen.

00:38:39: Dass es ja überhaupt keine Belege dafür gibt und dass es auch überhaupt gar nicht in diese Richtung geht.

00:38:44: Deutschland leben ja sehr viele Migranten.

00:38:46: Aber es hat ja so gut wie gar kein Migrant ist in der Politik, bis nach ganz oben geschafft.

00:38:50: Und wenn, dann versucht man sehr, sehr doll abzulegen, dass man Migrant ist, so.

00:38:55: Siehe Cem Özdemir beispielsweise, der beruflich Schwabe ist und nicht irgendwie Türke.

00:39:02: Also ist ja überhaupt nicht so.

00:39:04: Sagst du, hast du das dem gesagt?

00:39:08: Ich habe viele Dinge gesagt.

00:39:11: Ich habe versucht auf der persönlichen Ebene mit ihm zu sprechen darüber und ich habe ihn gefragt, naja, aber hast du dann Freunde mit Migrationshintergrund?

00:39:22: Und er so, ja, ich arbeite mit vielen Leuten auf der Arbeit.

00:39:26: Und dann meinte ich so, naja, und sind die alle nett?

00:39:28: Ja, sind alle nett.

00:39:31: Ja, aber dann passt das ja.

00:39:34: Haben die schon jemals irgendwie gesagt, dass sie die Weltherrschaft übernehmen wollen oder zumindest die Herrschaft über denen mag?

00:39:39: Oder wollten die dich von deinem Thron stoßen oder gab es irgendwas, was vorgefallen ist?

00:39:44: Nein, das ist alles cool.

00:39:46: Und dann fragt man sich, wenn du doch in der Realität eine total schöne Erfahrung machst, mit Leuten auf der Arbeit, die echt kompetent sind und irgendwie ihre Arbeit gut machen, pünktlich erscheinen, was weiß ich?

00:39:59: holen mit dir da zusammen den Ladenrocken.

00:40:02: Wie kannst du denn auf der anderen Seite dann da stehen und sagen, dass du das alles scheiße findest, dass diese Leute herkommen?

00:40:08: Bestehe ich nicht.

00:40:09: Und das hat nicht funktioniert, das hat er nicht zusammengebracht.

00:40:12: und auch auf einer anderen Ebene, wenn man halt sachlich darüber diskutiert und nachfragt, ist das wirklich so, dass die sich dann alle vermehren?

00:40:23: Und unter sich bleiben?

00:40:24: Nein, überhaupt nicht.

00:40:25: Die haben kein Sex.

00:40:28: Nein, also bleiben die sich dann wirklich unter sich?

00:40:31: Oder gibt es auch Integrationsprojekte?

00:40:35: Sprechen die auf der Arbeit bei dir auch dänisch?

00:40:37: Ja, ja, okay.

00:40:38: Ach so, ja gut, dann haben die sich ja doch auch integriert, oder?

00:40:42: Oder du bist ja und ihr seid ja auch befreundet.

00:40:44: Also mischt sich das ja.

00:40:47: Die bleiben ja offensichtlich gar nicht unter sich, ne?

00:40:50: Es hat aber alles nicht, es funktioniert nicht.

00:40:52: Kenne ich.

00:40:55: Genau das Beispiel.

00:40:58: Ich sage Ihnen, wie ich es gelöst habe.

00:41:01: Geben Sie das in die künstliche Intelligenz rein.

00:41:05: Genau das Beispiel.

00:41:06: Sie müssen sich das erlassen.

00:41:07: Ich weiß, du hast keine Stimme.

00:41:08: vielleicht durchzeichen und sagen, wann das als Podcast gesendet wird im Radio.

00:41:14: Mehr kann er nicht sagen, wieviel Uhr und so weiter wissen Sie.

00:41:17: Das heißt, Sie fangen morgens an, um sechs Uhr Aheu Radio anzumachen, bis zum bitteren Ende, bis das kommt.

00:41:24: Und dann machen Sie es wie früher mit der Kassette, wo man das aufgenommen hat.

00:41:28: Nehmen Sie, das mache ich im Ernst, das ist, also ich, ich kenne dieses Beispiel und das ist ein Beispiel, vor dem man sehr ohnmächtig steht.

00:41:36: Ich habe mir ein neues Buch rausgebracht und signiere traurigerweise sehr, sehr viel für Verwandte.

00:41:42: Ich muss mal reinschreiben für meinen lieben Papa.

00:41:44: Du warst doch früher nicht so.

00:41:45: oder für meinen Bruder.

00:41:47: Ich hoffe, du kommst wieder zurück.

00:41:49: Das ist ganz hart.

00:41:50: Ich gucke die Leute so an und denke mir so und die sagen ja leider.

00:41:55: Du bist irgendwie doof jetzt bei uns in der Familie.

00:41:57: Das möchte ich ja nicht.

00:42:00: Und gibt es diese Geschichten?

00:42:01: Also exakt das, was Miss Ellie uns jetzt hier erzählt.

00:42:04: Ich komm da gar nicht ran.

00:42:06: Und wir haben, wenn wir jetzt nicht Psychologe sind, haben wir dafür keine Lösung.

00:42:09: Oder wenn Sie jetzt nicht wie Vollbull-Politiker drin sind oder was auch immer.

00:42:11: Aber die KI hat dafür eine Lösung.

00:42:14: Und so mache ich es dann immer.

00:42:15: Ich gebe das in die KI einfach ein.

00:42:17: Und Sie machen das jetzt bei diesem Beispiel auch so, um das zu lösen.

00:42:20: Wenn Sie die Lösung dafür wissen wollen, wie hätte man es machen können, nehmen Sie Ihr Handy, gehen Sie auf WhatsApp.com, machen Sie das an.

00:42:29: Und dann lassen Sie das zuhören.

00:42:30: Das klappt ganz wunderbar.

00:42:31: Sie müssen gar nichts sagen.

00:42:32: Ich versuche, das Leben so leicht wie möglich zu machen.

00:42:35: Wir können nur leider nicht sagen, wann es gesendet wird.

00:42:37: Das ist das Einzige, was Sie selber erbringen müssen.

00:42:39: Sie müssen lange dabei bleiben.

00:42:41: Und dann nehmen Sie das auf und dann sagen Sie, wie löse ich dieses Problem?

00:42:45: Und dann gibt es dafür eine tiefen psychologische Antwort, wie man das zumindest versuchen kann.

00:42:51: Und das funktioniert häufig.

00:42:53: Und wer das anwendet, das sind die Rechten.

00:42:55: Die Rechten wissen ganz genau, wie sie Leute manipulieren können.

00:42:58: Die sind nicht so schlau.

00:42:59: Die wissen aber, diese ganzen Vehikel zu nutzen.

00:43:02: Und die wissen ganz genau, wie die Anrede ist.

00:43:04: Also, falls sie Kinder haben oder Kinder kennen oder Menschen kennen, die Kinder haben, überwachen sie mal, ein bisschen überprüfen sie mal, schauen sie sich mal gemeinsam an, was die sich so anschauen bei TikTok und bei Instagram, wie viel Propaganda da reingespült wird von rechten Seite und gucken sich das an.

00:43:22: Das ist sehr gut gemacht.

00:43:24: Und das ist häufig nicht einfach jemand da mal am Schreibplatz sich was überlegt, sondern es ist sehr, sehr durchdacht.

00:43:30: Und das erreicht die Leute in sehr kurzer Zeit.

00:43:33: Weil sie genau wissen, welche Sachen sie anwenden müssen, um Menschen zu erreichen.

00:43:38: Die Demokraten machen das irgendwie nicht.

00:43:39: Die Demokraten setzen weiterhin auf ihren Verstand.

00:43:44: Ja, dann holt man nur sechs Prozent in Sachsen.

00:43:47: Obwohl man denkt, dass man Superpolitik für Sachsen gemacht hat.

00:43:50: Also verlassen Sie sich bitte nicht nur noch darauf, sondern... Ein bisschen mehr.

00:43:55: Aber meine Frage jetzt auch dich.

00:43:58: Ja, ja.

00:43:59: Ich übernehme jetzt mal die Moderation.

00:44:03: Ah, shit, jetzt ist der Gedanke weg, geflutscht.

00:44:08: Ging's um Chativity?

00:44:09: Nee, wie will man denn den Wahnsinn der heutigen Zeit mit Verstand bekämpfen?

00:44:14: Ich hab das Gefühl, dass der Wahnsinn und das Chaos so groß geworden sind, dass man mit Verstand auch gar nicht weit kommt.

00:44:24: Sind Sie nicht?

00:44:25: Nein.

00:44:27: Das muss man immer sagen.

00:44:29: Wir haben ja so Narrative, so Geschichten, die wir uns so zusammengelegt haben.

00:44:33: Es wird immer schlimmer, es wird immer treuerer.

00:44:35: Es stimmt ja überhaupt gar nicht.

00:44:37: Und das kann man den Leuten auch erzählen.

00:44:39: Also es wird jeden Tag besser.

00:44:41: Menschen sterben weniger, die Communitysrate geht zurück, Kapitalverbrechen sind viel weniger.

00:44:44: Also wenn sie vor zwanzig Jahren vergleichen ist, Deutschland sicherer, schöner, besser, stabiler in allem.

00:44:51: Und haben wir noch die Rechten, die sind neu, die versuchen das kaputt zu machen.

00:44:54: Aber es ist ja nicht so.

00:44:55: Es nützt nur nichts, dass die Leute zu sagen, sie reagieren da nicht drauf.

00:45:00: Das ist das Problem, das weiß man.

00:45:01: Man weiß, warum das psychologisch funktioniert bei bestimmten Gruppen zu sagen, die sind schuld und wenn die Gruppe weg ist, sagt man, die sind aber auch schuld.

00:45:08: und dann sind die schuld.

00:45:09: und dann sind die schuld.

00:45:11: Und dann bist du irgendwann schuld, wenn du mehr machst, dann schaffst du das.

00:45:14: Also das geht.

00:45:15: Man kann, indem man positiv den Menschen zuredet und denen sagt, das stimmt einfach nicht, was du da erzählst.

00:45:19: Das hilft häufig.

00:45:21: Zu sagen, das stimmt nicht, was du da erzählst, sondern denken drüber nach.

00:45:24: Das weiß man, aber wir machen das nicht.

00:45:26: Wir verklausulieren das, wir verkomplizieren das, wir haben komische Debatten, die wir führen.

00:45:30: Und das sehr lang.

00:45:31: Aber das, was du am Anfang sagtest, auch das Ämpathische aufeinander zugehen, sich miteinander unterhalten, niemand anlächeln, was versuchen.

00:45:37: Das bringt schon viel.

00:45:38: Als sofort direkt zu sagen, das ist ein rechter Spinner, mit dem möchte ich nicht reden, sind häufig gar nicht rechte Spinner.

00:45:43: Die gibt's auch, die Neonazis, die rumlaufen andere Menschen verprügeln, die gibt's auch.

00:45:48: Aber die meisten sind gar nicht so rechte Spinner, die sind einfach nur ... hilflos

00:45:52: das denke ich nämlich auch.

00:45:53: also dieses ich bin auch immer dafür gespräch zu suchen weil also auch jetzt der dene mit dem ich so viel zeit verbracht hat der war auch ein ganz ganz zauber auf der mensch und hatte aber an so ein zwei drei stellen richtig seltsame ansichten.

00:46:11: und man und ich habe so viel versucht das nachzuvollziehen wo es herkommt.

00:46:15: ich habe es nicht geschafft leider aber Trotzdem bin ich der Meinung, dass das total wichtig ist, im Gespräch zu bleiben und nicht einfach die Schotten dich zu machen und zu sagen, du bist doof, weil du diese Meinung hast.

00:46:25: Ich rede jetzt nicht mehr mit dir.

00:46:27: Also für mich war das eine sehr interessante Erfahrung.

00:46:32: Und auch bei meinen Konzerten, es gab auch schon mal jemand, der irgendwie unter meinem Video was kommentiert hatte und meinte so, ja ... Ich würde auch gerne mal zu einem Konzert kommen, aber der hatte halt eine AfD Flagge als Profilbild.

00:46:49: Und dann sind meine Leute da halt direkt auf den Rauf, also meine Leute, also meine Fans, meine Gang, die sind auf den Rauf und haben den total kurz und klein geschlagen.

00:46:59: Meinte so, du kommst

00:47:00: nicht rein,

00:47:02: auf gar keinen Fall.

00:47:03: Nicht gut.

00:47:03: Ich wollte

00:47:04: nicht bei uns.

00:47:05: Und dann bin ich da rein und meinte, hey, also war halb lang, es sind alle willkommen, jeder darf kommen.

00:47:14: Und der hat mir auch nochmal eine E-Mail geschrieben und hat mich dann nochmal persönlich gefragt, darf ich denn nun wirklich kommen?

00:47:19: Und ich so, du bist hier total herzlich willkommen.

00:47:22: Du musst nur wissen, dass, also ich bin auf jeden Fall nicht für die AfD, ich bin halt, ich will eher links.

00:47:32: Und so sind halt auch meine Inhalte im Konzert, aber du darfst total gerne kommen und dich mit allen unterhalten, solange du da keine Wahlveranstaltung daraus machst, das ist herzlich willkommen.

00:47:41: Dann lernst du vielleicht auch mal andere Leute kennen und kann sich austauschen.

00:47:45: Kammer.

00:47:45: Ja und das ist halt, ich finde das total wichtig, weil sonst ist ja, sonst kommt man ja nicht, also sonst hat man ja gar keine Chance den anderen vielleicht von was anderem zu überzeugen.

00:47:57: Ich find's toll, dass du das machst.

00:47:58: Ja.

00:47:59: Thank you.

00:48:00: Ja, aber ich finde es echt, also das ist nicht einfach.

00:48:04: Ich kenne das.

00:48:05: Nee, es geht ja auch dann darum, es geht, ich glaube auch, es ist schwierig die Fähigkeit, eine andere Meinung auszuhalten.

00:48:16: Das muss man üben.

00:48:17: Das muss man einfach üben.

00:48:20: Das hat sich verändert.

00:48:21: Das ist tatsächlich eine Veränderung, die man messen kann.

00:48:24: Also unsere Zündschnur ist sehr kurz geworden, also auch berechtigt.

00:48:28: Das ist sehr viel.

00:48:30: Dieses Einbrasseln von allem mit Handy bimmelt die ganze Zeit und wir wissen alles über jeden, alle Sekunde, das ist sehr viel.

00:48:37: Hätten wir das früher über einige andere Leute auch gewusst und nicht mal noch die US-Präsidentin, dann hätten wir auch... Also, die sind eigentlich gar nicht so doof, wie wir das gerne hätten.

00:48:45: Die wissen schon ganz genau, was die da machen.

00:48:46: Das ist alles sehr kalkuliert, was passiert.

00:48:49: Aber die Zündschnur, die mussten wieder ein bisschen... Also vor allem bei denen, die demokratisch sind, muss das ein bisschen länger werden.

00:48:55: Das geht halt nur mit Geduld.

00:48:57: Sie wissen ja, wie man Kinder erzieht.

00:48:58: Das geht mit sehr viel Geduld.

00:49:00: Das dauert.

00:49:01: dauert sehr lange mit sehr viel Geduld und wenn man sich ganz doll anstrengt, werden die Wett aus.

00:49:06: den meisten wird ja was.

00:49:07: Ab und zu wissen wir, kennen wir in der Familie, aus einigen wird nichts, da kann man nichts machen, aber das ist der, liebe Gott, hat entschieden, dass es auch da Vielfalt geben muss, dass man ab und zu auch mal scheitern muss im Leben, um wieder zu wissen, wo man ist.

00:49:19: Kurze Fragen, kurze Antworten.

00:49:22: Song, die du nie wieder hören willst.

00:49:25: Ja,

00:49:25: ich weiß, so ist das Leben.

00:49:27: Es ist zwei tausendfünfundzwanzig.

00:49:29: Wenn nicht so reagieren, dann schon verloren hier.

00:49:31: Das ist, die kennen das alle hier.

00:49:32: Das ist da sofort, die Handy sind raus, der wird heilwett gefilmt hier.

00:49:36: Franz Briefer noch verdaut.

00:49:37: So.

00:49:38: Alle Songs von Rammstein.

00:49:39: Alle Songs von Rammstein.

00:49:44: Heftiges Applaudieren hier plötzlich von einem.

00:49:47: So richtige Rammsteinhasser waren da.

00:49:49: Sowohl Leute aus tiefem Herzen.

00:49:50: Ja, gut, dass sie das gesagt hat, weil das war das Erste, was ich gedacht habe.

00:49:54: Ich

00:49:54: kenne gerade die Songs von Rammstein.

00:49:56: Ich hätte eher so let it be oder so was, finde ich nicht mehr.

00:50:00: So.

00:50:00: No make today, no make today.

00:50:02: Ja, ich kann es nicht mehr hören.

00:50:03: Man muss radio.

00:50:04: Deswegen liebe ich Ahoiradio.

00:50:06: Ahoiradio spielt solche Sachen nämlich nicht.

00:50:09: Aber wie könntet ihr mal wieder spielen?

00:50:11: Ab und zu, einmal im Jahr oder so.

00:50:13: So was kann ich nicht hören.

00:50:15: So Songs, die sehr geil waren, aber durch das Radio einfach zerstört worden sind.

00:50:20: Weil sie die ganze Zeit gespielt werden.

00:50:22: Aber das

00:50:22: Spiel heißt noch schneller antworten.

00:50:26: Was bringt dich sofort zum Lachen?

00:50:30: Gar nix.

00:50:35: Alter, was?

00:50:38: Es heißt nicht schnelles Antworten, sondern kurz Antworten.

00:50:43: Ich anscheinend, habe ich das Gefühl.

00:50:45: Kurze

00:50:46: Fragen, kurze Antworten.

00:50:48: Welches Wort beschreibt dich am besten?

00:50:53: Pink.

00:50:55: Pink.

00:50:58: Weiter geht's.

00:50:59: Mit wem würdest du gerne ein Duett singen?

00:51:03: Mit Bruce Springsteen.

00:51:06: Das sind noch die beiden Rammstein geklatscht da eben gerade wahrscheinlich.

00:51:10: Was war dein letzter Fehlkauf?

00:51:14: Schuhe?

00:51:14: Wieso?

00:51:16: Ich hab voll schöne

00:51:17: Schuhe.

00:51:17: Ich find die auch geil.

00:51:18: Die haben sogar Kabel.

00:51:19: Die kann

00:51:19: man hinten noch heißen, kann man die.

00:51:23: Mein letzter Fehlkauf.

00:51:25: Wahrscheinlich irgendeine Klamotte, die ich nicht anziehe.

00:51:28: Aber anscheinend kaufst du nichts falsch.

00:51:30: Sonst wirst du es ja.

00:51:31: Es gibt Leute, die für den ganzen Bücher damit.

00:51:34: Echt?

00:51:35: Ja, ja, ja.

00:51:39: Was hättest du gerne früher über das Leben gewusst?

00:51:44: Sie können ja für sich selber auch antworten, solange sie nachdenkt in ihrem Kopf.

00:51:47: Oh, eine Stimme.

00:51:48: Was hätte ich eigentlich gerne früher gewusst hier?

00:51:50: Den Typen nicht heiraten hier.

00:51:52: Das ist richtig scheiße.

00:51:53: Das ist mal vorher gewusst hier.

00:51:55: So, Arsch.

00:51:58: Danke, dass du mich mitgenommen hast.

00:52:02: Das ist eine sehr poetische, schöne, tolle, große, nice Frage.

00:52:10: Und ich weiß überhaupt nicht, wie ich darauf antworten soll.

00:52:12: Ich glaube, ach so, ich habe eine Lebensweisheit entwickelt.

00:52:16: Die hätte ich vielleicht früher gerne irgendwie schon gewusst und verinnerlicht vor allen Dingen auch, weil Wissen heißt ja nicht, dass man es verstanden hat.

00:52:24: Ja, ich bin ganz eher verstanden.

00:52:26: Und ich sage immer, das ist ein total gutes Lebensmotto.

00:52:31: Einfach früher Schluss machen.

00:52:39: Mit was?

00:52:42: Mit allem oder?

00:52:44: Mit Sachen, die einem nicht gut tun.

00:52:46: Und vor allen Dingen auch mit Männern.

00:52:50: Wir wussten alle, was sie meint.

00:52:54: Vielleicht kannst du entweder Oder-Fragen einfacher.

00:52:58: Filtercafe oder Kräuter-Tee.

00:53:00: Filtercafe.

00:53:01: Bühne oder Studio?

00:53:03: Büüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüü.

00:53:23: Ich liebe Bühne.

00:53:24: Ich liebe Live-Sing.

00:53:25: Was

00:53:26: wäre denn ... Ich liebe

00:53:26: Gitarre.

00:53:27: Ich liebe Mikrofon.

00:53:28: Ich liebe das.

00:53:29: Das hier.

00:53:30: Das hier.

00:53:30: Ja, das ist gut.

00:53:31: Sind noch Leute gekommen?

00:53:32: Obwohl

00:53:32: es sehr ungewohnt ist, weil ich bin nie so richtig oft in Talks.

00:53:35: Also ich finde das ... ... dafür bin ich ganz schön gechillt eigentlich, oder?

00:53:38: Ja, ich finde das ist super.

00:53:40: Wir haben sehr viel Spaß mit dir hier heute.

00:53:41: Es ist ein schöner Vormittag.

00:53:45: Was wäre dein Plan B, wenn es Musik nicht gebe?

00:53:51: Oder ganz einfach formuliert.

00:53:52: Du kannst nicht singen und spielen, keiner möchte dich mehr hören.

00:53:55: Was würdest du tun?

00:53:59: Du verdienst damit kein Geld mehr und es gibt keinen Jobcenter, um es noch konkreter zu machen.

00:54:03: Also, ich hatte ja, bevor ich Bühne und so was Eis gemacht habe, habe ich...

00:54:10: Das ist meine Uhr.

00:54:12: Ach so!

00:54:13: Nicht wundern.

00:54:14: Die piept immer zuvor und schon, als ich zwölf

00:54:15: bin.

00:54:15: Na gut.

00:54:18: Jetzt habe ich... Ich weiß nicht.

00:54:20: Bevor ich auf die Bühne geklettert bin, habe ich im Stadtmarketing Lüneburg gearbeitet.

00:54:25: Das war richtig cool.

00:54:26: Stadtmarketing.

00:54:28: Stadtmarketing.

00:54:29: Auch wie in Lüneburg oder?

00:54:30: Ja, wahrscheinlich schon.

00:54:31: Ich mag die Stadt sehr gern.

00:54:34: Was steht immer in deinem Kühlschrank?

00:54:36: Eine saure Milch.

00:54:40: Wenn so viel auf Tour und dann wird immer alles schlecht.

00:54:44: Bist du Milchsträngerin?

00:54:45: Ja, also mal so, mal so.

00:54:47: Anscheinend

00:54:47: ja nicht, ja.

00:54:48: Ich

00:54:50: hab auch immer Milch im Kühlschrank.

00:54:52: Aber sie wird nie sauer, ich drehe sie immer.

00:54:54: Milch wird gar nicht so schnell schlecht, wie man glaubt.

00:54:56: Bist du so ein Mensch, der Sachen wegwirft?

00:54:58: Lassen Sie ruhig klingen, das ist vielleicht ganz normal.

00:55:00: Oder ist

00:55:00: das deine Uhr?

00:55:01: Nee,

00:55:01: das ist jemand, der auf zwanzig Sekunden gestellt hat.

00:55:03: Das geht gleich vorbei, das kenne ich.

00:55:05: Und die Person denkt, ich komm, ich werde das jetzt nicht rausholen, das auszumachen, weil die zwanzig Sekunden sind gleich vorbei.

00:55:11: Da fällt mir ein, ich glaub, mein Kühlschrank ist kaputt.

00:55:14: Deswegen geht dir mal schlecht.

00:55:15: Das muss mich unbedingt darum kümmern.

00:55:17: Ich hab letzte Woche es mir aufgefallen, ich glaub, der ist kaputt und gute.

00:55:20: Guck mal, ich mich nachher drum.

00:55:23: Dein größter Aberglaube vor Auftritten, wenn du sowas hast.

00:55:28: Einige beten.

00:55:29: Von Rudi Carell weiß man, dass er vor Auftritten immer kacken gegangen ist.

00:55:34: Hat er erzählt.

00:55:35: Nicht gut.

00:55:35: Ja, muss er vor jedem auf, wie das geht auf Kommando.

00:55:37: Weiß ich nicht, aber es hat immer vor jedem Auftritt gemacht.

00:55:39: Hat auch noch erzählt, ob er das wissen will.

00:55:41: Ich

00:55:41: hab keinen Aberglaube, aber tatsächlich haben wir Rituale auf Tour eingeführt, die uns helfen.

00:55:48: Also vor allen Dingen mir.

00:55:50: Zum Beispiel zum Aufbau gibt's immer.

00:55:52: So eine Playlist, die startet mit Time after Time von Cindy Lauper.

00:55:56: Und dann läuft die so durch.

00:55:56: Und dann kommt noch Bruce Springsteen und so.

00:55:58: Und zu der Mukke bauen wir auf.

00:56:00: Das ist so Motivationsgedöns.

00:56:02: Und kurz vorm Konzert, halbe Stunde vorher, gibt eine andere Playlist los.

00:56:06: Die fängt an mit... So.

00:56:13: Und dann läuft die auch so durch mit Toody Froody.

00:56:15: Und dann noch Let's Twist Again.

00:56:17: Ja.

00:56:17: Und dann springen wir mal durch die Gegend und... Machen uns warm.

00:56:21: Und manchmal machen die anderen mit.

00:56:25: Wenn ich das nicht machen würde, ich glaube, da würden die Konzerte schlechter laufen.

00:56:30: Das heißt, das ist mein Arbeitlaube.

00:56:32: Let It Be, kann ich noch empfehlen?

00:56:34: Nein, das ist

00:56:34: zu.

00:56:35: Das

00:56:35: nehmen wir auf was abtempomäßiges.

00:56:37: Let It Be ist zu traurig.

00:56:40: Tut mir leid.

00:56:40: Ja,

00:56:41: das kann man aber auch hoffnungsvoll interpretieren.

00:56:44: Finde ich.

00:56:45: Aber egal, ich wollte nur vorstellen, es ist ja dein Konzert nicht meins.

00:56:47: Also wenn es mein Konzert war, würde ich leider nicht immer singen.

00:56:50: Wenn du morgen alles vergessen würdest.

00:56:52: Soweit verstanden?

00:56:56: Welchen Menschen willst du dir merken?

00:56:58: Mein Bruder.

00:56:59: Ich hätte Hitler gesagt.

00:57:01: Warum?

00:57:01: Damit das nie wieder passiert.

00:57:03: Ach so,

00:57:04: aber

00:57:04: ach.

00:57:06: Hast du keine Menschen in deinem

00:57:08: Leben, die du sehr liebst?

00:57:10: Wo ist du hinter dir?

00:57:11: Ja alle, deswegen sage ich ja Hitler.

00:57:12: Da müssen alle bleiben.

00:57:13: So.

00:57:14: Ich glaube, jetzt ganz persönlich würde tatsächlich mein Bruder... Aber

00:57:19: ist gut, ich möchte es nicht absprechen.

00:57:21: Es ist

00:57:21: auch eine gute Person.

00:57:23: Und er hat auch... Manchmal wird er mit Napoleon verglichen.

00:57:26: Vielleicht ist das eine Hitler-Assoziation auch... Krass.

00:57:30: Warum wird er mit Napoleon verglichen?

00:57:31: Weil er klein ist und immer...

00:57:34: Napoleon war gar nicht

00:57:35: klein.

00:57:35: Du wusstest, bis nach Mappen und...

00:57:39: Wir grüßen ihn.

00:57:40: Cooler Mensch.

00:57:40: Wir grüßen Ihnen übers Radio.

00:57:43: Das

00:57:43: wird ja aufgezeigt.

00:57:44: Das ist richtig peinlich.

00:57:45: Ich vergesse nicht.

00:57:46: Das hört er dann runter.

00:57:50: Du musst es ihm nicht sagen.

00:57:51: Er muss das ja gar nicht hören.

00:57:53: Oder hört er Ahoiradio?

00:57:55: Weißt du das?

00:57:56: Ich weiß

00:57:57: nicht.

00:57:57: Wer hört dann Ahoiradio?

00:57:58: Alle.

00:58:00: Alle Menschen, die hier sind.

00:58:02: Lieber

00:58:02: auch eure Radio-Hörerinnen und Hörer.

00:58:04: Ihr könnt Miss Ellie nachher eine Nachricht schicken über Instagram und sagen, ich z.B.

00:58:08: entschuldige, dass ich lebe.

00:58:09: So, könnt ihr gerne machen.

00:58:13: Zum Schluss, wenn dein Leben ein Songtitel wäre.

00:58:17: Wie hieß er?

00:58:19: Born to Run.

00:58:26: Krass!

00:58:27: Meins kennen sie ja, ich sag's nicht nochmal, wenn es so ist wie wenn du fein hier seid mit Time of Job.

00:58:36: Mother Mary.

00:58:36: Was ist jetzt?

00:58:37: Jetzt ist gar nichts, wir sind noch fast am Ende.

00:58:39: Ja, gut in der Zeit.

00:58:40: Oh mein Gott, das hab ich jetzt richtig zum Schwitzen gemacht.

00:58:43: Ja, aber das ist aber das

00:58:44: ist so... Ich hab's sogar

00:58:46: ganz easy fragen genommen.

00:58:47: Warum

00:58:47: reden wir denn jetzt an Gleichzeit?

00:58:49: Das ist normal.

00:58:52: Also du kannst ja atmen, du kannst atmen bevor du zum Abschluss nochmal singst.

00:58:57: Die Martinie geht weiter.

00:58:58: Wir haben eine im November, wir haben einen im Dezember.

00:59:01: Sie finden das alles raus, ne?

00:59:03: Früher hat man das immer angesagt, ganz doll, damit Leute sich das merken und so weiter.

00:59:07: Aber das ist heute nicht mehr so.

00:59:08: Weil sie leben ja in den Tag hin.

00:59:09: Sie wissen ja gar nicht, was kommt.

00:59:11: Aber was völlig in Ordnung ist, das hat sich aber verändert.

00:59:13: Also die nächste Martinie, die ist schon ganz gut besucht, kann ich Ihnen jetzt sagen.

00:59:17: Es wird immer voller.

00:59:18: Dann schaut es wie später das Jahr umso voller die Martinie.

00:59:22: Beim nächsten Mal wird es schon Glühwein geben, habe ich jetzt beschlossen.

00:59:26: Ja, kann man sich noch gar nicht vorstellen.

00:59:29: Glühwein.

00:59:29: Aber ja, beim nächsten Mal, wenn Sie sagen, oh, gut, dass es Glühwein gibt, wahrscheinlich werden Sie die Ersten sein.

00:59:34: Wobei die ersten Weihnachtsmärkte schon geöffnet haben.

00:59:37: Ja, was auch toll ist.

00:59:38: Warum nicht?

00:59:39: Schönes ist doch wunderbar.

00:59:40: Aber was stört Sie?

00:59:41: Sie müssen ja nicht hin.

00:59:45: Das ist, da fängt es doch schon an.

00:59:46: Sie müssen doch überhaupt den Lebkuchen bei Aldi doch wieder kaufen, noch essen, so.

00:59:50: Warum beschweren sich darüber?

00:59:52: Kannst du die ganze Zeit geben?

00:59:53: Ich war in Saarbrücken gerade, da machen die Geschäfte um zwanzig Uhr abends zu und alle anderen Sachen auch.

00:59:59: So, das ist scheiße.

01:00:00: Da können sie gar, haben sie gar keine Möglichkeit mehr im Leben teilzunehmen, weil es zu ist.

01:00:04: Weil man das so will, weil man da so gläubig ist.

01:00:06: Und da werden die Weihnachtsmärkte auch erst nach Volkstrauertag aufgemacht hier.

01:00:11: Und an Volkstrauertag spielen wir nicht.

01:00:13: Oder toten Sonntag, eins von den beiden.

01:00:16: Da haben wir nämlich gelernt, darf man nicht spielen.

01:00:18: Also die Veranstaltung darf, das heute, ich hab nachgeguckt, das wäre schon zu heiter, was wir hier gemacht haben.

01:00:24: Heute?

01:00:25: Ja.

01:00:25: Da wurde gar nicht anders.

01:00:26: allein diese Reaktion hier.

01:00:28: Das wird überhaupt nicht Volksgetrauert.

01:00:29: Da wird sitzen so, so, so.

01:00:32: Finde ich auch nicht gut.

01:00:33: Obwohl wir sagen, wir sind so offen, jeder kann machen, was er will und so weiter.

01:00:36: Aber Kopftuch in der Schule ist ganz schlimm, auf Volkstrauertag dürfen Leute auf der Bühne stehen, in dem wir lachen, das ist verboten.

01:00:41: Ist egal in Hamburg.

01:00:42: So, in den Jahr zwei tausendfünfundzwanzig.

01:00:43: Egal.

01:00:45: Also, Matiné geht weiter.

01:00:48: Glühwein beim nächsten Mal.

01:00:50: Sie können sich draußen noch unterhalten, wenn sie wollen.

01:00:52: Keiner muss nach Hause.

01:00:53: Irgendwann machen wir zu.

01:00:54: Und dann sind sie hier drin bis heute Abend.

01:00:56: Dann machen wir wieder auf.

01:00:57: um zwanzig Uhr und neunzehn Uhr können sie dann erst wieder raus.

01:01:00: So.

01:01:02: Heute haben wir eine arabische Veranstaltung.

01:01:04: Ich versuche, eine migrantische Veranstaltung hier reinzubekommen.

01:01:07: Nicht einfach, weil ... irgendwie funktioniert es nicht.

01:01:11: Ich weiß nicht warum.

01:01:12: Wir haben letztens versucht eine ukrainische Veranstaltung zu machen, war nicht gut verkauft oder gar nicht verkauft, haben wir wieder abgesagt, oder wir kriegen kein Publikum rein, ist auch gerne so heute Abend das erste Mal ausverkauft, hat funktioniert.

01:01:26: Ich weiß nicht warum.

01:01:27: Also ich freue mich, weil Man muss irgendwie einen Zugang finden, zu Kultur.

01:01:34: Manchmal geht es nur über die Sprache.

01:01:36: Leute sagen, ich spreche die Sprache nicht so gut, aber ich würde so gerne mir was anhören.

01:01:39: Dann haben wir heute das Leben so farabisch und dann kommen Leute und dann hoffen wir, dass wir den Flyer in die Hand drücken und dann kommen sie vielleicht mal nächstes Mal.

01:01:46: Ihnen danke ich ganz herzlich, dass mir dieser Martinese gut läuft.

01:01:49: Das macht mir echt Spaß.

01:01:51: Ich mache das sehr gerne.

01:01:52: Ich hätte das nicht gedacht, dass ich Sonntags je gerne morgens, aber es ist ... Ich bin wach um sieben, heute ist Matiné, wann geht's los, wann kommen Sie?

01:02:02: Das riecht toll.

01:02:03: Ich find's geil, dass Sie mitmachen alle.

01:02:05: Ich weiß, dass Sie alle mitmachen.

01:02:08: Das schreiben mir Leute nach der Veranstaltung, dass sie andere Leute empauern.

01:02:11: Ich weiß, dass Sie eine Person mitnehmen, dass sie irgendwo aufstehen, einen Brief schreiben, einen Like geben, einen Buch, eine CD, was auch immer.

01:02:18: Ich weiß, dass Sie das machen, und das ist der einzige Weg.

01:02:21: Noch haben wir ein bisschen Zeit.

01:02:23: das irgendwie rumzureißen.

01:02:25: Und da bin ich wirklich dankbar dafür.

01:02:26: Also im Iran gibt es einen Teil, der in Veranstaltung mehrfach auftaucht auf Bühnen.

01:02:33: Das ist immer Applaus für sich selbst.

01:02:35: Moment, ich erkläre das jetzt.

01:02:37: Da würde jetzt schon Jubel ausbrannen.

01:02:39: Die Leute im Iran applaudieren super, super gerne für sich selber.

01:02:42: Ich weiß nicht, warum.

01:02:42: Das ist so irgendwie in der Kultur der Menschen drin.

01:02:44: In Norddeutschland macht man das nicht.

01:02:46: Das gebührt sich irgendwie nicht.

01:02:48: Aber ich finde, sie haben sich das verdient.

01:02:51: dass sie Sonntags rauskommen auf eine Veranstaltung, wo sie nicht so genau wissen, wer der Gast ist und was passiert.

01:02:57: Ich das einfach so sage und sie kommen, sie hören sich das Ganze an und dann gehen sie empowered aus der ganzen Sache raus und sagen, ich möchte, dass das weitergeht.

01:03:07: Ich möchte irgendwann wieder in so einem Theater sitzen dürfen, weil ich finde das gut.

01:03:11: Und wenn ich nicht komme, dann sollen andere Leute kommen, finde ich gut.

01:03:14: Also, deswegen machen Sie mal bitte den Iraner jetzt her, den Jubelperser, die Älteren werden sich erinnern und jubeln sie immer für sich selber.

01:03:20: Ich finde, das haben Sie verdient.

01:03:21: Sehr gut.

01:03:23: Selbstliebe ist wichtig.

01:03:26: Selbstliebe ist wichtig, sonst kommen wir nicht durch.

01:03:30: So, uns, der Abschlussgebühr, ganz alleine dir.

01:03:34: Ja, jetzt wollte ich jetzt was Lustiges zum Schluss machen.

01:03:38: Mach,

01:03:39: mach was du, mach doch das gut.

01:03:41: Ja, aber ich hab... Ich habe irgendwie das Gefühl, weil das war ja alles sehr deep, was wir auch so besprochen

01:03:49: haben.

01:03:49: Ging.

01:03:50: Ging.

01:03:50: So.

01:03:52: Ging.

01:03:56: Es war gut.

01:03:57: Das geht

01:03:58: auch schlimm.

01:03:59: Ja, ich habe es auch schon schlimm gehabt.

01:04:00: Aber wir haben jetzt auch nicht dafür gesorgt, dass jetzt alle total verzweifelt sind.

01:04:04: Nein.

01:04:04: Das ist, das ist, das ist, niemand hier ist.

01:04:06: Das sind keine verzweifelten Menschen.

01:04:07: Nein, weil das wollen wir natürlich nicht.

01:04:09: Aber ich habe natürlich auch noch zwei richtig, richtig schöne politische Lieder.

01:04:14: die jetzt hier auch sehr gut passen würden.

01:04:16: Ja,

01:04:17: du machst so, was du gut findest.

01:04:18: Na gut.

01:04:19: Und wenn du in der Meinung bist, dass du sie brechen willst, dass sie gleich mal aus diesem Theater rausgehen und dann hier auch am sitzen bleiben und sich die arabische Veranstaltung gucken und sagen, was ich gerade gekauft, so verstehe ich alles.

01:04:30: Mach das.

01:04:31: Ja.

01:04:31: Du kannst entscheiden, was du zurücklassen möchtest heute hier.

01:04:35: Diese Verantwortung übergebe ich jetzt dir.

01:04:37: Ja,

01:04:37: gut, gut.

01:04:40: Ja, ja, Sie können einige für so einen Ganztag auf zu applaudieren, wahrscheinlich wo die Uhr geklingelt.

01:04:43: Sie können applaudieren, das macht Künstlerinnen und Künstlern immer Mut, dann noch mehr zu spielen.

01:04:46: Miss Ellie!

01:04:51: Miss Ellie, meine Damen und Herren, unser Gast bei unserer vierten Martinee.

01:04:55: Du warst fantastisch.

01:04:56: Applaus!

01:05:05: Soll ich dich auch absagen?

01:05:09: Ja, meine Damen und Herren und alle dazwischen und außerhalb, mach noch mal Lärm für den Gastgeber, das heute den Abends.

01:05:14: Michelle Abdullal!

01:05:19: Wir sehen uns bei

01:05:19: der nächsten Matinee oder sonst hier bei uns im Theater.

01:05:21: Danke schön, schön,

01:05:22: dass ihr da seid.

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